Wie wirkt sich eine nicht ausgestellte Rechnung auf den Gesamtumsatz aus (Kleinunternehmer)?

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1 Antwort

Hallo, als Kleinunternehmer wird in der Buchhaltung einiges nicht so eng gesehen. Zum Bespiel musst du die Belege NICHT, wie sonst üblich, 10Jahre aufbewahren. Im Grunde musst sie gar nicht aufbewahren oder abgeben. Das ist ein Vorteil für uns kleinen :-)Du machst also deine Erklärung gem. der Belege, die du hast. Gibst sie ab, fordert dich dein Finanzamt auf, die Belege für die EÜR nachzureichen, machst du freundlich auf deine Kleinunternehmerregelung aufmerksam. 

So, wenn nun also keine Rechnung oder Zahlung existiert, ist es buchhalterisch nie geschehen! Sofern es bei beiden Unternehmen nirgends in der Büchern auftaucht, ist es auch nicht nachzuvollziehen. 

Für den Dienstleister ist es eine nicht ausgewiesene Einnahme, welche den Gewinn und die Steuerbelastung schmälert. 

Für den Dienstempfänger fehlt eine Ausgabe und ggf. Auch die Abschreibung, wenn durch die Dienstleistung ein Vermögenswert entstanden ist, was in das Unternehmen eingebracht werden soll. Sprich hier wiederum steigt die Steuerbelastung durch den höheren Gewinn, durch die fehlende Ausgabe bzw. Fehlende Afa. 

Ich hoffe, das beantwortet deine Fragen :-) LG

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Kommentar von tommytom
15.10.2016, 15:37

Danke für deine Antwort.

Was die Aufbewahrungspflicht der Unterlagen angeht, stimme ich zwar wurzlsepp zu und glaube, dass bei dir diesbezüglich ein Irrtum vorliegt, aber das ist eigentlich auch irrelevant für meine Frage.

Du sagst also, die Einnahme würde nie stattfinden, wenn keine Zahlung oder Rechnung hierzu gibt, und würde somit den Gesamtumsatz des leistungserbringenden Kleinunternehmers in dem entsprechenden Jahr nicht beeinflussen.

Nun, wie bewertest du den folgenden Auszug aus §13 Ustg?

Umsatzsteuergesetz (UStG)
§ 13 Entstehung der Steuer

(1) Die Steuer entsteht
1.
für Lieferungen und sonstige Leistungen
a)
bei der Berechnung der Steuer nach vereinbarten Entgelten (§ 16 Abs. 1 Satz 1) mit Ablauf des Voranmeldungszeitraums, in dem die Leistungen ausgeführt worden sind. Das gilt auch für Teilleistungen. Sie liegen vor, wenn für bestimmte Teile einer wirtschaftlich teilbaren Leistung das Entgelt gesondert vereinbart wird.

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