Wie wird eine Schenkung auf der Lohnabrechnung ausgewiesen?

2 Antworten

Der einfachste Weg wäre hier, daß der Arbeitgeber den PC zunächst als Arbeitsmittel zur Verfügung stellt und dann nach einer gewissen Dauer der Abschreibung Dir "schenkt". So ist der Betrag deutlich kleiner, wenn überhaupt relevant. Da die Abschreibung über drei Jahre erfolgen kann, ist auch schon ein Jahr eine deutliche Verringerung.

Die "Schenkung" darf nicht anstelle eines Lohns/Gehalts gegeben werden (also: 1.000 EUR Gehaltsverzicht und stattdessen ein PC), sondern muss zusätzlich zum regulären Gehalt gegeben werden. Sie wird bereits vom Arbeitgeber pauschal mit 25% versteuert, d.h. taucht auf Deiner Steuerabrechnung nicht mehr als steuerpflichtig oder sozialabgabenpflichtig auf. Da diese Position auch nicht im §32b EStG (Progressionsvorbehalt) genannt ist, unterliegt der Betrag auch nicht dem Progressionsvorbehalt, der Deine Steuerlast noch erhöhen würde. Letztendlich hat ja der Arbeitgeber schon die Steuer dafür gezahlt.

Danke für deinen hilfreichen Beitrag!

Wäre folgende Rechnung korrekt?

PC kostet 1190 € Brutto.

190 € erhält der Arbeitgeber durch Umsatzsteuererklärung zurück.

1000 Euro Netto / 3 = ~333,33 € p. Jahr an Abschreibungswert.

1.) Wenn der PC nun nach einem Jahr an mich verschenkt werden würde, könnte der Arbeitgeber dies für 777,77€ tun oder müsste er den "marktüblichen Wert" nehmen?

2.) Du schreibst die Schenkung darf nicht anstelle des Lohns/Gehalts erfolgen. Da ich nicht mehr als 400 Euro im Monat verdienen darf (BaföG), ist es möglich eine solche Schenkung über mehrere Monate verteilt auszuzahlen? Sprich 300 Euro wären der reguläre Lohn und 100 Euro würden gesondert als Lohn/Schenkungslohn gezahlt werden.

Oder gibt es sonst Möglichkeiten um die Schenkung eines höheren Betrages auf mehrere Monate aufzuteilen?

Danke !

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@driverdude289

Warten wir mal, bis die Steuerexperten wach sind :-) Die können Dir das ganz genau sagen.

Was ich Dir aber auf jeden Fall sagen kann: 1000 * 2/3 sind 666,67 EUR. Dieser Wert wäre dann der Wert der "Schenkung" an den Arbeitnehmer, nicht ein hypothetishc zu bestimmender Marktwert. Der wird ja gerade durch die Abschreibung bestimmt.

Wartest Du noch etwas, kannst Du das Gerät auch quasi umsonst übernehmen, da es abgeschrieben ist und ausgebucht werden kann.

Grundlage ist §40 EStG: http://www.gesetze-im-internet.de/estg/__40.html

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@gandalf94305

Danke, du hast mich schon mal weiter gebracht.

Dann hoffen wir mal, dass sich auch ein Steuerexperte meldet :)

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@driverdude289

Hallo "gandalf94305" diese Antwort ist perfekt ! DH von mir, leider gibt es dafür noch keine Punkte ! VG Doretti

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@doretti

Von mir gibt es auch einen DH für die sinnvolle Lösung, die den AG hier einige Euro an pauschaler Lohnsteuer sparen dürfte. Die Geschichte mit der Umsatzsteuer funktioniert so allerdings nicht.

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Achtung: Der Wert des PC wird zwar pauschal mit 25% versteuert, aber der geldwerte Vorteil ist auch beitragspflichtig in der Rentenversicherung (und auch den anderen Sozialversicherungen) Du kommst dadurch über die 400,- Euro-Grenze!!

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