Wie wird eine GmbH bewertet, wenn man einen Anteil kaufen möchte?

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4 Antworten

Pi mal Daumen ist Unsinn, Der wert eines Unternehmens ist ein komplexe Angelegenheit. Ein Faustformel gibt es da nicht.

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Wenn man jetzt die Bilanz vorliegen hat, wie kann man da auf die Schnelle pi mal Daumen den ungefähren Kaufpreis berechnen?

Überhaupt nicht. Inwiefern soll denn aus der Bilanz ein Rückschluss auf den Unternehmenswert möglich sein?

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Kommentar von EnnoBecker
02.02.2013, 11:43

Was hältst du vom Stuttgarter Verfahren als Einstiegsgröße?

Due Diligence ist nicht ganz billig...

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Pi mal Daumen? Ist nicht! Die Bilanz alleine reicht nicht, du benötigst mehrere Bilanzen und die GuV, wenn du einen Wert annähernd ermitteln willst.

Die Bewertung von Firmen ist keine einfache Kunst und sie ist vor allem auch teils sehr emotional getrieben. Aspekte können sein:

  • Mangement
  • Peer Group
  • übliche multiples in der Branche (KBV, KGV, Salesmultiple etc)
  • Ertragswertverfahren
  • discounted cash flow
  • Stuttgarter Verfahren
  • Zerschlagungswert, Substanzwert, Wert der Assets

Nur wer sehr viel Erfahrung hat, der könnte rein auf Basis einer Bilanz einen Wert 'erahnen'.

Man nehme die Tätigkeit eines Insolvenzverwalters: der hat mehrere Wertansätze. Und die können sich um ein Vielfaches unterscheiden. Der Unterschied liegt in der Zerschlagung oder Weiterführung.

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Aha... eine Faustformel unabhängig vom Geschäftsfeld, der Kundenbasis, der Nachhaltigkeit, dem Management... einfach nur eben auf Basis der Bilanzzahlen. Hmmm...

Die Faustformel ist einfach: Finger weg von allem, was Du nicht verstehst.

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Kommentar von detlef32
02.02.2013, 14:04

Aber wenn Du trotzdem ins kalte Wasser springen willst hier ein paar Kennzahlen die bei Aktienbewertungen herangezogen werden:

KGV: Kurs/ Gewinn Verhältnis. Also wie viel Gewinn sind im letzten Jahr (und werden erwartungsgemäß im nächsten Jahr) auf Deinen Anteil anfallen. Wenn das Verhältnis geringer als 10 ist und der Gewinn einigermaßen stabil ist dann ist das schon mal ein Schritt in die richtige Richtung.

KBV: Kurs/Buchwert Verhältnis. Also wie viel sind die Aktiva der Gesellschaft wert (Maschinen, Warenvorräte, Büroausstattung alles abzüglich Schulden - dann hast Du den Buchwert) und wenn Dein Anteil dann 20% betragen soll dann gehören Dir halt 20% des Buchwertes. Und wenn der Buchwert deutlich geringer als Dein Preis für Deinen Anteil ist dann muss der Rest (die Aussichten auf Gewinn) schon sehr, sehr gut sein um sich daran zu beteiligen.

Tja - und dann sollte man vielleicht noch die Bilanzen der letzten Jahre betrachten und sich fragen ob das Geschäft sich verschlechtert, verbessert oder gleich geblieben ist. Und woran das liegen könnte.

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