Wie wird eine gebrauchte Kapitalanlageimmobilie heute steuerlich noch gefördert?

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2 Antworten

Lineare Abschreibung und Schuldzinsen (sowie weitere Werbungskosten) sind steuerlich nur relevant, wenn diese Immobilie entgeltlich vermietet wird. Ob Du diese Kosten steuerlich voll als Werbungskosten absetzen kannst, hängt von der tatsächlich erzielten Miete ab. Hierzu verweise ich auf § 21 (2) EStG:

Beträgt das Entgelt für die Überlassung einer Wohnung zu Wohnzwecken weniger als 66 Prozent der ortsüblichen Marktmiete, so ist die Nutzungsüberlassung in einen entgeltlichen und einen unentgeltlichen Teil aufzuteilen. Beträgt das Entgelt bei auf Dauer angelegter Wohnungsvermietung mindestens 66 Prozent der ortsüblichen Miete, gilt die Wohnungsvermietung als entgeltlich.

Bei Eigennutzung kannst Du Dich allerdings jährlich in Deiner Geheimbuchfürhung über über diese Kosten freuen oder beklagen.

Die Kaufnebenkosten gehören zu den Anschaffungskosten. Allerdings ist der Teil der Notar- und Gerichtsgebühren, der auf die Finanzierung entfällt, ansetzbar bei den sofort abzugsfähigen Geldbeschaffungskosten (Zeile 37, Anlage V 2012). .

Und die Abschreibung bezieht sich nur auf den Gebäudeteil, nicht auf den Grundstücksanteil!

Insgesamt ist da von steuerlicher Förderung nichts zu erkennen, vielleicht allenfalls die Erlaubnis etwas weniger als 100 der marktüblichen Miete nehmen zu müssen.

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Kommentar von EnnoBecker
16.10.2013, 10:49

Lineare Abschreibung und Schuldzinsen (sowie weitere Werbungskosten) sind steuerlich nur relevant, wenn diese Immobilie entgeltlich vermietet wird.

Auch, wenn sie zu eigenen betrieblichen Zwecken genutzt wird. Kommt bei Wohnungen weniger häufig vor, aber das gibt es. Allerdings heißen die Werbungskosten dann Betriebsausgaben.

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Man schreibt das Haus (also den Gebäudeanteil) auf die Nutzungsdauer ab (fast immer 50, sonst 40 Jahre) und man kann anfallende Kosten, die nicht zu den Erwerbskosten gehören (also z. B. auf die Finanzierung entfallende Notarkosten) als Werbungskosten geltend machen. Der Rest erhöht die Bemessungsgrundlage für die Abschreibung.

Nur hat das nichts mit steuerlicher Förderung zu tun!!! Es gibt Regeln, nach denen Einkünfte ermittelt werden und das sind (verkürzt) die Regeln, dei bei vermieteten Wohnimobilien gelten.

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Kommentar von EnnoBecker
16.10.2013, 10:46

dei bei vermieteten Wohnimobilien gelten.

Woher weißt du, ob die vermietet werden soll? Und dass da nicht eine Besonderheit (Denkmalschutz zB) greift?

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