wie wird ein lebenslanges kostenloses wohnrecht eingeräumt

4 Antworten

relativ einfach:

Der Eigentümer der Immobilie geht zum Notar udn defniert es:

Der .........Name, Anschrift geb. am in, wird an den Räumen ........., im Haus ... Genaue Grundbuchbezeichnung .... ein lebenslanges kostenloses Wohnrecht gewährt. Diese Wohnrecht ist an rangbereiter Stelle im Grundbuch einzutragen.

Dann müßte noch festgelegt werden, ob das Wohnrecht persönlich ausgeübt werden muss, oder ob die Räume ggf. vermietet werden können. und ob es eine Entschädigung gibt, wenn es nciht ausgeübt werden kann, wenn z. B. der umzug in ein Pflegeheim notwendige wird. Und festlegen wie es mit den Nebenkosten ist. wer hat die zu tragen. dEr eigentümer, oder der Wohnrechtsinhaber.

je genauer beschrieben wird, desto geringer der mögliche Streit, wenn es später Uneinigkeit gibt.

auf keinen Fall:

einen Nießbrauch eintragen. Der Nießbrauch geht viel weiter als das Wohnrecht. Ausserdem verliert man die steuerliche AfA Möglichkeit. Desweiteren könnte der Nießbraucher mit den Räumen praktisch umgehen wie ein Eigentümer. Vermieten z. B.

Eine sehr vage formulierte Frage: Einräumen läßt sich das nur, wenn man Eigentümer einer Immobilie ist. Dann muß man zur Absicherung des Wohnrechts eine Eintragung im Grundbuch vornehmen lassen und das bedarf der notariellen Beurkundung. Was man beachten sollte: Es handelt sich um eine Schenkung und die anfallende Schenkungsteuer kann bei Lebensgefährten, wo der Freibetrag nur 20.000 Euro beträgt, gigantische Höhen erreichen. Also besser vorher den Steuerwert des Wohnrechts ausrechnen lassen. Wenn es nämlich erst einmal im Grundbuch eingetragen ist, ist alles zu spät.

milchbubi:

Bei der Bestellung des Wohnrechts ist besonders darauf zu achten, dass die für den Berechtigten im Grundbuch einzutragende persönliche Grunddienstbarkeit, die übrigens nicht veräußert oder vererbt werden kann, auch eine sichere Rangstelle erhält. Ob eine „rang-offene Stelle“ sicher ist, kann erst nach Kenntnis des vorsichtig ermittelten Marktwerts der Immobilie und der bereits eingetragenen Belastungen prognostiziert werden.

Was nützt das ausgefeilteste Wohnungsrecht, wenn es im Range nach den Immobilienwert ausschöpfenden Belastungen (Hypothek, Grundschuld, Rentenschuld, Nießbrauch) eingetragen ist und im Falle der Zwangsversteigerung bei der Verteilung des Erlöses der Wohnungsberechtigte völlig leer ausgeht. Er müsste sich ohne Ersatz eine neue Bleibe suchen.

Empfehlung: Möglichst die einwandfrei erste Rangstelle für das Wohnrecht im Grundbuch anstreben. Beantragt dann ein nachrangiger Gläubiger die Zwangsversteigerung, bleibt das Wohnrecht bestehen. Der Ersteher hat nach dem Übernahmeprinzip das Wohnrecht zu übernehmen.

was meinst du mit Wie?

Ich würde das notariell beurkunden lassen. Der Notar setzt die entsprechenden Verträge auf und sorgt für die nötigen Eintragungen.

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