Wie wird die Beitragserstattung der PKV steuerlich berücksichtigt?

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Schön wäre es, wenn man die selbst gezahlten Gesundheitskosten mit der Erstattung verrechnen könnte. Leider könnte das aber nur bei den außergewöhnlichen Belastungen geschehen und da gäbe es neben dem zumutbaren Eigenanteil auch noch die Frage der Zwangsläufigkeit: Es besteht ja nun mal eine Krankenversicherung und die könnte man in Anspruch nehmen. Ergo: Die Gesundheitskosten kann man nicht verrechnen und muß sie aus dem versteuerten Nettoeinkommen bezahlen.

Die Aufwendungen für die KV werden daher um die vollen 1400 Euro gekürzt und anders als vor einigen Jahren kann man die Erstattung noch nicht einmal verschweigen da das FA die Zahlen heute automatisch vom Versicherer mitgeteilt bekommt.

Bei meiner PKV brauche ich nicht zu informieren wenn ich nichts an Rechnungen einreichen will. Die Erstattung kommt automatisch im Herbst des Folgejahres.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von FREDL2
26.11.2013, 17:58

@P59

Die Gesundheitskosten kann man nicht verrechnen und muß sie aus dem versteuerten Nettoeinkommen bezahlen.

Ich bin stolz auf Dich! Selbst gewusst oder aus Erfahrung klug geworden?

1
Kommentar von Jlagreen
03.12.2013, 12:54

Da ich nicht eine Antwort zu meiner eigenen Frage schreiben will, kommentiere ich nun diese Antwort stellvertretend für alle Antworten (die andere Antwort wurde ja kräftig kommentiert ^^).

Also das Prinzip habe ich schon verstanden, mir geht es aber um einen anderen Punkt.

Wie kann ich im Vorfeld ermitteln, ob eine Einreichung der Rechnungen bei der PKV für mich finanziell sinnvoller ist als eine BRE?

Dass die 1400€ mehr sind als die 700€ ist mir schon klar, ABER da ja die steuerliche Komponente hinzu kommt, ist das nicht mehr direkt ersichtlich. Wie also finde ich heraus, ob und was mir von den 1400€ nach steuerlicher Berücksichtigung effektiv bleibt?

Bei den Vergleichswerte hier wird sich vermutlich die BRE rentieren, aber ich würde doch gerne für die Zukunft auch wissen, wie ich mich zu Beginn eines neuen Kalenderjahrs entscheiden soll (Einreichung JA/NEIN?).

Und muss man bei der PKV wirklich bis Herbst warten bis eine BRE stattfindet? Kann ich da nicht früher Kontakt aufnehmen und aussagen, dass ich keine Rechnungen einreichen werde. Würde das die BRE beschleunigen?

0

Also: Streng nach den Augen des Gesetzes können Sie nur die gezahlten PKV Beiträge abzüglich der erhaltenen Rückvergütung als beschränkt abzugsfähige Sonderausgaben gemäss § 10 EKSTG in ihrer Steuererklärung geltend machen. Also ist das Delta einzutragen,

Die Aufwände für die Gesundheitskosten (700€) sind als außergewöhnliche Belastung anzusetzen und werden um den zumutbaren Eigenanteil gekürzt.

Bei der PKV müssen Sie gar nichts tun, wenn Sie keine Belege eingereicht haben, die Gutschrift (oder der Scheck) kommt automatisch, wenn sie die Vorbedingungen für eine Rückvergütung erfüllen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von HilfeHilfe
26.11.2013, 13:49

nicht nur streng so ist es auch. Man kann zwar um die BRE zu erhalten die Rechnungen selbst bezahlen und ebenfalls als Sonderausgaben geltend machen wird aber idR nicht über den Betrag kommen der zugemtutet wird.

Man erhält ( zuimndest ich) auch eine steuermitteilung für das FA von der Gesellschaft wo die BRE schon berücksichtigt ist. Manche tragen sich einen Freibetrag ein, man sollte diesen allerdings um die BRE nach unten anpassen....

2
Kommentar von Finanzschlumpf
26.11.2013, 16:57

Ich hatte dieses Jahr meine Rückerstattung auch angeben müssen, meine aber, dass es letztes Jahr noch nicht so war.

Daher werde ich in Zukunft auch Gesundheitskosten knapp unter der Erstattung lieber einreichen und meine Erstattung verwirken.

0
Kommentar von FREDL2
26.11.2013, 17:29

Die Aufwände für die Gesundheitskosten (700€) sind als außergewöhnliche Belastung anzusetzen........

Nein. Hier fehlte es an der Zwangsläufigkeit. Eine außergewöhnliche Belastung liegt nur insoweit vor, wie der Steuerpflichtige tatsächlich belastet ist. Dementsprechend sind etwaige Erstattungen von der Krankenkasse gegenzurechnen und mindern die steuermindernde außergewöhnliche Belastung.

1

Die hält man wann immer möglich natürlich geheim!! Für deine Ausgaben bis zur Selbstbeteiligung gibt man dir ja auch nichts...!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Privatier59
26.11.2013, 14:23

Mit dem Geheimhalten klappt leider nicht mehr seit St.Fiskus die Zahlen von der Versicherung frei Haus bekommt.

3

Warum stellst Du die Frage erneut? Du hast sie bereits abschliessend beantwortet bekommen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?