Wie werden Gläubiger in einem Insolvenzverfahren bedient?

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Das ist nciht so einfach. Es gibt Absonderung, Aussonderung, Bevorrechtigung und Rest.

Zuerst wird mal geprüft ob noch soviel dast, das überhaupt das Verfahren bezahlt werden kann. Sonst wird der Konkurs mangels masse abgelehnt. Diese Prüfung macht das Gericht mit Hilfe eines Sequestors, der eingesetzt wird, sobald ein Antrag gestellt wird.

Nehmen wir mal an es wären einige Tausen Euro auf dem Konto, oder etwas vorhanden was man sofort verkaufen kann udn das Verfahren wird eröffnet.

Dann sondert der Konkursverwalter, der vom Gericht bestellt ist, erstmal alle Gegenstände aus, die dem Unternehmen nicht gehören. Gemietete Sachen, Leasinggegenstände, Sachen die unter Eigentumsvorbehalt geliefert wurden.

Dann wird der Rest geprüft, ob Abgesondert werden muss. Das sind Gegenstände die verpfändet wurden, z. B. als Sicherheiten an Banken.

Der Rest kann dann verwertet werden um Schulden zu bezahlen.

Sozialversicherungsbeiträge werden mit den Kosten des Verfahren zuerst bezalt und die Kosten aus Arbeitsverhältnissen (also Löhne). Dann Steuern.

Wenn dann wieder erwarten noch etwas übrig bleibt, werden die übrigen Gläubiger die ihre Forderungen angemeldet haben anteilig bedient.

Können die Aktionäre bei Insolvenz in den USA haftbar gemacht werden?

Ich habe Aktien von einer Firma die Insolvenz ist und wollte mal wissen ob ich da haftbar gemacht werden kann wenn die Insolvenzmasse nicht ausreicht die Gläubiger zu bedienen. Ich hab mal was gefunden aber ich kann nicht richtig englisch:

http://www.moranlaw.net/shareholderliability.htm

Da steht so was ähnliches drin.

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Welche Priorität der Gläubiger bei der Rückzahlung von Schulden?

Hallo, ich habe eine Frage zum Thema Schulden und Priorität der Gläubiger bei der Rückzahlung. Ich habe insgesamt 3 Gläubiger:

  1. Das Bundesverwaltungsamt, denen schulde ich noch 5300€ aus dem BAFög-Kredit von Anfang der 90er Jahre.
  2. Eine Nachzahlung an die gesetzliche Rentenversicherung (5000€), die aus den Jahren 2007-2011 stammt
  3. Eine Nachzahlung an die gesetzliche Krankenversicherung (ca. 1400€), die aus den Jahren 2009-2010 stammt. Diese Forderung ist aktuell noch nicht gestellt, wird aber Anfang 2013 mit Sicherheit kommen.

Durch eine Erbschaft, deren genaue Höhe ich noch nicht weiß, werde ich demnächst in der Lage sein, zumindest einen großen Teil dieser Schulden zurückzuzahlen. Nun meine Frage: Muss ich dabei Prioritäten der Gläubiger beachten, also einen davon vor den anderen bedienen, wodurch dann einer eventuell leer ausgehen würde? Oder muss ich die alle anteilig bezahlen?

Ich bin nicht im Insolvenzverfahren, und es bestehen auch keine Pfändungs- oder Zwangsvollstreckungsbefehle oder irgendsowas.

Würde mich über eine kompetente Antwort sehr freuen =)

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Sperrung und Entsperrung für Strom gezahlt?

Hallo zusammen, ich konnte meinen Strom für 2 Monate nicht bezahlen und habe ein Schreiben bekommen indem ich den Betrag ausgleichen muss. So indem Betrag werden 300€ allein für die Sperrung und Entsperrung genannt, der Betrag ist gezahlt nun frage ich mich allerdings wofür ich diese 300€ extra gezahlt habe.Da es zu keiner Sperrung und Entsperrung in diesem Sinne kam. Auf meine Frage ob ich nur den Betrag ohne die Sperr und Entsperrungskosten per Schnell Überweisung zahlen kann. Konnte der mann nichts tun die einzige Antwort war "der Betrag steht so bei mir schon drin". Meine Frage wäre nun kann ich dagegen nun etwas unternehmen oder sollte ich das einfach nur so hinnehmen?

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Worin besteht der Sinn der Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB bei selbst geschaffenen immateriellen Vermögenswerten?

Ich weiß... zum Schutz der Gläubiger, aber wie werden die Gläubiger dadurch geschützt? Ich meine, sollte das Unternehmen nach der Aktivierung der selbst geschaffenen immat. VG insolvent gehen, kann dieser doch so wie andere immateriellen VG oder Sachanlagen zur Bedienung der Forderungen der Gläubiger genutzt werden, indem er übertragen wird, oder veräußert wird und der Erlös geht an die Gläubiger?

Ist meine Überlegung falsch?

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Regelinsolvenzverfahren

Habe einige Fragen zu meinem Regelinsolvenzverfahren, indem ich schon seit über 7 Monate mich befinde.

1.)

Ich hatte (vor) Eröffnung des Regelinsolvenzverfahrens 40 Gläubiger. Darunter waren Abzocker&Betrüger im Internet, die ihre Forderungen garnicht erst angegeben haben, da sie wussten das sie damit nicht durchkommen. Nun haben 9 Gläubiger ihre Forderungen gegen mich angemeldet, und es sind Gesamtschulden von etwa 5000€ vorhanden. Nun interessiert mich, was wäre wenn ich mit diesen 9 Gläubiger einen Ratenzahlungsvergleich / Abzahlungsvereinbarung machen würde, was mit den anderen 31 Gläubiger, die ihre Forderung nicht angegeben haben passiert? Wie gesagt, es handelt sich dabei um Abzocker & Betrüger die schon mehrfach verurteilt worden sind oder es warnt die Verbraucherzentrale davor.

2.)

Hier gibt es sehr wenige Ausbildungsstellen, ich rege an die Abendrealschule ab September 2 Jahre lang zu besuchen, sodass ich eine bessere Chance habe eine gute Ausbildung zu finden. Nebenbei würde ich zur "finanziellen Absicherung" einen 400 € Job machen. Könnte mir da der Insolvenzverwalter etwas verbieten?

Mehr als sieben Monate bin ich nun im Insolvenzverfahren, Prüfungsstichtag war schon letztes Jahr. Schlusstermin ist noch nicht da.

Wäre für hilfreiche Antworten sehr dankbar.

MfG

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§§ 134 und 143 InsO - ausgezahlte Risikolebensversicherung zurückzahlen?

Hallo, habe ein rechtliches Problem.

Mein ehemaliger Partner (Trennung 2013) verstarb im letzten Herbst plötzlich. Er war Inhaber eines Ingenieurbüros, für das nun (04/2018) ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde. Er hatte 2001 eine Risikolebensversicherung abgeschlossen, bei der ich, unter anderen, Bezugsberechtigte war. Ich bekam den Betrag Anfang des Jahres ausgezahlt. Nun erhielt ich ein Schreiben des Insolvenzverwalters, in dem er gemäß §§ 134 und 143 InsO eine Anfechtung geltend macht und den ausgezahlten Gesamtbetrag zurückfordert.

Nachdem ich von dieser rechtlichen Situation keinerlei Ahnung hatte, habe ich von den Mitteln natürlich (teilweise) Gebrauch gemacht. Außerdem steht noch der Bescheid bezüglich der Erbschaftssteuer (eigentlich bin ich keine Erbin sondern nur Bezugsberechtigte) steht auch noch aus.

Ich selbst hatte mit der Firma nie etwas zu tun.

Die Begründung lautet wie folgt: "Diese Zahlung unterliegt im eröffneten Insolvenzverfahren als unentgeltliche Leistung der Insolvenzanfechtung gemäß §134 Abs. 1 InsO und ist daher gem. § 143 Abs. 1 S. 1 InsO an die Insolvenzmasse zurück zu gewähren. Ich verweise insofern exemplarisch auf das Urteil des BGH vom 23.10.2003, Az. IX ZR 2552/01"

Ist der Insolvenzverwalter berechtigt, den Gesamtbetrag zurückzufordern?

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