Wie werden Gläubiger in einem Insolvenzverfahren bedient?

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1 Antwort

Das ist nciht so einfach. Es gibt Absonderung, Aussonderung, Bevorrechtigung und Rest.

Zuerst wird mal geprüft ob noch soviel dast, das überhaupt das Verfahren bezahlt werden kann. Sonst wird der Konkurs mangels masse abgelehnt. Diese Prüfung macht das Gericht mit Hilfe eines Sequestors, der eingesetzt wird, sobald ein Antrag gestellt wird.

Nehmen wir mal an es wären einige Tausen Euro auf dem Konto, oder etwas vorhanden was man sofort verkaufen kann udn das Verfahren wird eröffnet.

Dann sondert der Konkursverwalter, der vom Gericht bestellt ist, erstmal alle Gegenstände aus, die dem Unternehmen nicht gehören. Gemietete Sachen, Leasinggegenstände, Sachen die unter Eigentumsvorbehalt geliefert wurden.

Dann wird der Rest geprüft, ob Abgesondert werden muss. Das sind Gegenstände die verpfändet wurden, z. B. als Sicherheiten an Banken.

Der Rest kann dann verwertet werden um Schulden zu bezahlen.

Sozialversicherungsbeiträge werden mit den Kosten des Verfahren zuerst bezalt und die Kosten aus Arbeitsverhältnissen (also Löhne). Dann Steuern.

Wenn dann wieder erwarten noch etwas übrig bleibt, werden die übrigen Gläubiger die ihre Forderungen angemeldet haben anteilig bedient.

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