Wie werden ETF verkauft?

4 Antworten

Zum einen sind in einem ETF nicht genau die Aktien enthalten, die zum entsprechenden Index gehören. Zum zweiten, man will sich das nicht vorstellen, wenn 0,589 Stück der einen Aktie verkauft werden müssen, und 0,12 Stück der anderen usw., bis ein ETF-Anteil voll ist.

Wer einen ETF gekauft hat, der hat nicht Aktien, sondern den Anteil an einem Fond. Und nur den hat er gekauft, nur den kann er verkaufen.

Macht Sinn, danke :-)

Wenn ich meinen ETF, also meinen Anteil, nicht mehr halten will, dann muss mir die Fondsgesellschaft das Geld überweisen, womit dann mein Anteil am ETF erlischt. Und es muss nicht zuerst ein Käufer für den Anteil gefunden werden, sondern die Auszahlung geschieht direkt über die Fondsgesellschaft - ist es so richtig?

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@Karl22

Da hast Du mich jetzt kalt erwischt!

Jedenfalls kaufe ich ETFs nicht anders als Aktien: ich gebe eine Order an meinen Broker, der das Geschäft dann über die Börse abwickelt.

Ob dann der Verkäufer (jetzt erstmal als Beispiel wenn ich kaufen möchte) auch derjenige ist, der die Anteile zur Verfügung stellt ... ich weiß es nicht! Theoretisch könnte der ja - anders als bei Aktien - den Fonds vergrößern, Anteile verkaufen und dementsprechend Aktien nachkaufen.

Aber wie das wirklich funktioniert, da muss ich leider passen.

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@Steinemann

Hat aber bereits weiter geholfen und vielleicht finden wir alle zusammen hier mehr heraus :-)

Denke es ist wichtig, die Anlagen fundamental zu verstehen, aber bei so vielen Anlagemöglichkeiten kann nicht einer allein alles wissen.

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@Steinemann

Mit der "künstlichen" Abstimmung meinst du wohl die Swap Geschäfte.

Ich konnte noch mehr rausfinden:

Was mir unklar war ist, wie ein tatsächlicher Verkauf zum Kurs funktionieren soll, wenn viel mehr Leute ETF verkaufen statt kaufen wollen und stattdessen z. B. einzelne Aktien wollen.

Um die Liquidität bereit zu stellen gibt es Market Maker, also Zwischenhändler, welche die ETF Anteile von uns kaufen und beim ETF Emittenten bzw. dessen Depotbank die ETF Anteile gegen die hinterlegten Aktien eintauschen können. Die Market maker haben die Pflicht zu Kursen, welche dem Wert der hinterlegten Aktien entsprechen.

Was noch unklar war ist der Verkauf von Bruchteilen eines ETF Anteils. Das macht die eigene Depotbank, die Bruchteile sind nicht übertragbar. Beides in dem Video von der Börse erklärt:

https://m.youtube.com/watch?v=brEQ5x1Iafk

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ersteres. Es ist ja gerade ein börsengahndelter Fonds. Sofern die Fondsgesellschaft selbst den ETF zurücknimmt, wird sie entsprechende Gegenpositionen auflösen. Käufer kann aber auch eine andere natürliche / juristische Person sein.

Vielen Dank! Wissen sie vielleicht auch, ob die Fondsgesellschaft den ETF zurück kaufen muss oder ob es rein theoretisch keinen Käufer geben könnte?

Weil vielleicht sind irgendwann in ferner Zukunft ETF total out und alle wollen verkaufen aber niemand zum Wert der enthaltenen Titel den ETF kaufen.

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Der Fonds ist eine verselbstständigte Vermögensmasse.Da hat der Anleger kein Eigentum an einzelnen Gegenständen.

Oder glaubst Du etwa, ich könnte verlangen, dass ich vorm Hauptportal des Kölner Doms eine Frittenbude aufmachen nur deshalb weil ich Mitglied in dem Verein bin und nun meinen Anteil in Natura nutzen will?

Ok danke, man hat kein Eigentum an den im ETF enthaltenen Aktien. Aber dafür doch bestimmt ein Recht auf Auszahlung entsprechend dem aktuellen Kursstand.

Ist es dann so, dass die Fondsgesellschaft zum entsprechenden Anteil, den ich vom ETF halte, jederzeit auf Verlangen auszahlen muss - oder müssen zuvor andere Anleger gefunden werden, welche nun meinen Anteil halten wollen?

Zahlt also die Fondsgesellschaft zum aktuellen Kurs direkt aus, welcher sich über die Kurse der enthaltenen Aktien ergibt oder läuft es über neue Anleger, die meinen Anteil kaufen wollen?

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Lies mal hier, spez. 4. und 7.:

https://www.finanztip.de/blog/kritik-etf/

Danke ist ein guter Artikel.

Zu Punkt 4 hab ich gelesen, dass Swap ETF nicht unbedingt zu hundert Prozent abgesichert sind, man kann einen Teil verlieren. Durch das regelmässige swapen spätestens bei einer 10% Differenz ist der theoretisch mögliche Verlust aber minimiert.

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