Wie werden ausländische Aktien, die an deutschen Börsen gehandelt werden, besteuert?

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2 Antworten

Wenn Du ein Wertpapier (egal welches) an einer deutschen Börse kaufst und wieder verkaufst und zugleich in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig bist, dann gelten die Regeln des deutschen Steuerrechts. Ob das ein schwedisches, chinesisches oder deutsches Unternehmen bei dieser Aktie war, spielt keine Rolle. Quellensteuern sind insbesondere nicht relevant.

Es gibt jedoch Abgaben, die für den Handel bestimmter Aktien und deren Clearing in ihrem Heimatland anfallen. Beispiel: die Finanztransaktionssteuer für Aktien großer französischer Unternehmen. Diese Steuer wird von Deiner Bank einbehalten - hat aber mit der Besteuerung von Gewinnen und Verlusten nichts zu tun.

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Kommentar von Muchacho
12.06.2013, 17:52

Schnell und konkret - cool, danke ;-)

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wo du verkaufst, ist letztendlich egal. Eine Quellensteuer fällt nicht an, eher andere Gebühren.

Entscheidend ist mehr dein Steuerstatus und wo dein Depot ist. Wenn du dein Depot in D hast, du deinen Handel über dieses Depot machst und du hier unbeschränkt steuerpflichtig bist, dann führt die Bank die anfallenden Steuern ab.

Wenn du aber nun unbeschränkt steuerpflichtig bist in D und dein Depot nicht in D hast, dann kommt es darauf an, wie die depotführende Bank Ausländer behandelt. Ist dein Depot z.B. in Österreich, du hast in Ö keinen Wohnsitz, dann zahlst du auf einen solchen Gewinn in Ö keine Steuern. Die Besteuerung erfolgt über deine Steuererklärung in D.

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