Wie werden ausländische Aktien, die an deutschen Börsen gehandelt werden, besteuert?

1 Antwort

Wenn Du ein Wertpapier (egal welches) an einer deutschen Börse kaufst und wieder verkaufst und zugleich in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig bist, dann gelten die Regeln des deutschen Steuerrechts. Ob das ein schwedisches, chinesisches oder deutsches Unternehmen bei dieser Aktie war, spielt keine Rolle. Quellensteuern sind insbesondere nicht relevant.

Es gibt jedoch Abgaben, die für den Handel bestimmter Aktien und deren Clearing in ihrem Heimatland anfallen. Beispiel: die Finanztransaktionssteuer für Aktien großer französischer Unternehmen. Diese Steuer wird von Deiner Bank einbehalten - hat aber mit der Besteuerung von Gewinnen und Verlusten nichts zu tun.

Schnell und konkret - cool, danke ;-)

0

Quellensteuer umgehen - steuerrechtliche Betrachtung?

Ist es eigentlich Steuerrechtlich unbedenklich, ausländische Aktien mit hoher Bardividende am Tag bevor diese ex-Dividende gehandelt werden zu verkaufen und nach dem Dividendenabschlag wieder zurückzukaufen? Denn erfahrungsgemäß fallen solche Werte mindestens um die Dividende und man hätte ja quasi draufgezahlt, wenn man die Dividende zwar bekommt, aber auf diese nicht nur Abgeltungssteuer, sondern auch ausländische Quellensteuer abgezogen wird, also 2x 25 %, bzw. bei NV-Bescheinigung immer noch 25 % Quellensteuer. Ergänzung vom 16.02.2012 16:45: Also mal ein Rechenbeispiel: Man hat am 21. September 2011 500 Vivendi Aktien zu 14,60 Euro gekauft und die Dividende i.H. v. 1,40 wird zu einem einzigen Termin, nehmen wir mal am 01. Mai 2012 ausgeschüttet, wobei die Aktie am 30.04 ex-Dividende gehandelt wurde und der Kurs annahmegemäß 16 Euro beträgt, keine Freibeträge verfügbar sind und die Abgeltungssteuer in Deutschland 26,25 %, die frz. Quellensteuer ebenfalls 25 %, wobei 15 % der Quellensteuer angerechnet werden bei der dt. Abgeltungssteuer. Ergänzung vom 16.02.2012 16:50: annahme: Ordergebühren betragen 10 Euro je Transaktion. 1. Verkauf der Aktie vor dem Dividendenabschlag und Rückkauf nach dem Dividendenabschlag, wenn der kurs um den Dividendenabschlag gefallen ist. (mit Abgeltugnssteuer und Verkauf vor dem Dividendenabschlag) 29.04 Verkauf: +8000 ( realisierter Gewinn 1.40 * 500 = 700) Abzug Abgeltungssteuer - 184 --> Verkaufserlös: 7814 30.04 Kauf zu 14,60 Euro: -7300


Summe aller cashflows: + 514 Ergänzung vom 16.02.2012 16:53: 2. Erhalt der Dividende bei Abgeltungssteuer: 500 * 1,4 = 700 - Abgeltungssteuer 184 (26,25 %*700) - Quellensteuer 175 (25 % *700) + Anrechnung Qust 105 ( 15 % *700)


Summe aller cashflows: 446 Ergänzung vom 16.02.2012 16:54: Vorteil des Aktienverkaufs ggü. dividende: --> 514-2*10-446= 48 Ergänzung vom 16.02.2012 16:57: 3. Verkauf der Aktie mit Rückkauf am ex-Dividendentag bei NV-Bescheinigung: 29.04 Verkauf: +8000

30.04 Kauf: - 7300

Su mme aller cashflows 700

  1. Dividende bei NV-Bescheinigung Summe aller CF: 700 * 0,75 = 525

Vorteil des Aktienverkaufs ggü. Dividende --> 700-2*10-525= 155 Ergänzung vom 16.02.2012 16:59: Verkauf und Rückkauf würde sich in beiden Fällen lohnen, gesetzt den Fall, der Kurs würde um den Dividendenabschlag, oder gar mehr fallen. Ergänzung vom 16.02.2012 17:02: Die Aktie dürfte am ex-Dividenden-Tag bei uneingeschränkter Steuerpflicht dividendenbereingt max. um 0.096 (0.66 %) bzw. bei NV-Bescheinigung max um 0.31 (2.12 %) steigen.

...zur Frage

Sozialversicherung bei freiberuflicher Arbeit in Deutschland und Wohnsitz im EU-Ausland

Hallo,

Ich bin Deutscher und arbeite seit vielen Jahren als Angestellter in Schweden. Nun möchte ich als Software-Ingenieur freiberuflich in Deutschland tätig sein. Die Arbeit ist für 6 - 18 Monate zu 100 % vor Ort beim Auftraggeber in Deutschland. Ich wäre also minimal 6 Monate in Deutschland. Meinen Wohnsitz in Schweden möchte ich nicht aufgeben, weil ich hier ein Haus besitze.

Hier meine Fragen: Ab wann muss ich mich in Deutschland anmelden? Oder könnte ich so lange in Schweden offiziell wohnen bleiben. Steuern müsste ich in Deutschland bezahlen, da ich mich mehr als 183 dort aufhalte.

Für eine Anmeldung in Deutschland benötige ich eine deutsche Krankenkasse und müßte mich dazu vom schwedischen Sozialsystem abmelden. Dafür benötige ich einen Schein E-104, den ich allerdings erst 8-12 Wochen nach meiner Abmeldung in Schweden erhalte. Ich kann mich also so lange nicht bei der deutschen Krankenkasse anmelden. Wenn es nur für 6 Monate ist (was man vorher natürlich nicht wissen kann), lohnt sich dieser Aufwand doch kaum.

Einen Schein A1, scheine ich auch nicht beantragen zu können, da ich bisher noch nicht als Freiberufler tätig war.

Vielen Dank für die Antwort

...zur Frage

Jährlich Aktien verkaufen um Steuerfreibetrag auszunutzen?

Hallo, mir stellt sich seit einiger Zeit die Frage ob es sinnvoll ist jährlich einen Teil seiner Aktien, welche im Plus sind, zu verkaufen um die 801€ des Steuerfreibetrages auszunutzen.

Es ist doch so wenn ich Aktien mehrere Jahre halte und diese immer weiter ins Plus gehen und man bei einem späteren Verkauf z.B. 3000€ Gewinn damit macht, dann werden in dem einen Jahr wo ich diese verkaufe ja zusätzlich 25% Abgeltungssteuer von den restlichen 2199€ erhoben. Das somit knapp 550€ wären. Wenn ich jetzt aber jährlich nur einen Teil meiner Aktien verkaufen, womit der Gewinn unterhalb von 801€ liegt und danach die Aktien einfach wieder neukaufe, dann reduziert sich der Einstiegskurs und bei einem späteren Verkauf haben ich damit weniger Gewinn was wieder zu versteuern wäre.

Sinnvoller wäre es natürlich den Steuerfreibetrag mit etwas zu anderes erzielen (z.B. Festgeld, Tagesgeld usw.) aber das wirft ja mittlerweile immer weniger ab.

Deshalb meine Frage, habe ich da einen Denkfehler drin, oder ist das tatsächlich so? Das ich Verlust natürlich mit einberechnen kann ist mir natürlich auch bewusst.

Danke + Gruß

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?