wie werde ich steuerberaterin ?

6 Antworten

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Also für mich ist es der schönste Beruf der Welt.

Wie DU Steuerberaterin wirst, ist offen. Es gibt mehrere Wege.

Meiner war so ähnlich wie der von wfwbinder. Angefangen habe ich dabei als Arbeiter in einer Fabrik. Nach der Wende bei einem Wirtschaftsprüfer gearbeitet, dann Abendschule zum Steuerfachangestellten und nebenbei Bankkaufmann gelernt. Später, als die Voraussetzungen für die Zulassung zur Prüfung vorlagen, zum Examenskurs und dann zur Prüfung.

Die ist nun schon viele Jahre her. Um das Examen zu bestehen, benötigt man 40% Wissen. Nach zwei Jahren hat man die Hälfte wieder vergessen. Der Berufsstand des Steuerberaters ist ein Berufsstand von Dilletanten.

Was man aber vergisst, wird durch Erfahrung wettgemacht. Mit dem, was ich heute kann, erreiche ich mehr als mit dem, was ich zur Examenszeit konnte. Im Laufe der Zeit schärft sich das Bewusstsein für steuerliche Folgen eines verwirklichten Lebenssachverhaltes. Man denkt einfach an alles und man ärgert sich zu Dreck, wenn man doch etwas vergessen hat.

Den "Faible für Paragraphen" würde ich anders definieren: Man begreift, warum die Paragraphen so lauten wie sie es nun mal tun und man bekommt ein Störgefühl, wenn ein Gesetz irgendwie "falsch" ist.

Der Weg über das Studium ist der kürzeste.

Kannst du vielleicht Kontakt mit mir aufnehmen ? Ich hätte noch ein paar Fragen :) E-mail: dorentina _s@hotmail.de Ware toll :)

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Überlege es Dir gut.

Wenn das Ergebnis der Steuererklärung ist wie gewünscht, nimmt der Mandant es hin.

Muss er nachzahlen, ist er unzufrieden, selbst wenn er gut verdient hat.

Wenn Du ihm bezüglich jeden Jahres vorbetest, dass er ein Betriebsprüfungsrisiko hat, wird er es nicht beachten. Muss er nach der Prüfung nachzahlen, bist Du Schuld.

Wenn Du das vertragen kannst, ist es ein toller Beruf.

Als ich in dem Beruf anfing, gab es das duale Studium noch nicht. (an die Scherzbolde, ja Universitäten waren zu der Zeit schon eingeführt).

Ich habe es noch über Lehre, 4 Jahre Praxis, Steuerbevollmächtigtenprüfung, 6 Jahre Praxis Übergang zum StB.

Da für die tägliche Praxis praktische Erfahrungen, nur durch noch mehr praktische Erfahrungen zu ersetzen sind, würde ich immer erst eine Lehre vorschlagen udn dann ein BWL/VWL/Oec/Jura (eingeschränkt) empfehlen.

Duales Studium mag die gleichen Vorteile bringen.

Auf jeden Fall sollte man schon etwas die Praxis kennen, wenn man im Hörsaal sitzt.

Ich merke auch täglich aufs neue, dass man diesen Job eigentlich als Berufseinsteiger kaum ausüben kann. So richtig von der Hand geht einem vieles dabei nur dann, wenn man mit mindestens 15 Jahren Berufserfahrung als Steuerberater Steuerberater wird.

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Danke für die schnelle Antwort :) Es geht mir mehr darum ob ich nachdem ich das Studium abschließe auch sicher!! Eine stelle finde und dann nicht dasitze weil ich keine Kunden habe Auch wollte ich fragen ( mag dumm klingen aber woher soll ich den Beruf auch näher kennen) hat der beruf viel mit Mathematik zu tun oder wie lässt sich diese berufsrichtung näher erklären?

Weniger mit Mathematik (das Rechnen besorgt der Computer) als mit juristischem Allgemein- und möglichst auch -Spezialwissen. Außerdem mit betriebswirtschaftlichem Grundverständnis.

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Mathematik brauchst Du für das BWL/VWL/Oec. Studium. Jura ist dagegen ein laues Lüftchen (habe beides gemacht).

Wie Blackleather schon richtig schreibt, im Beruf ist man erst nach einigen Jahren drin.

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