Wie weit geht meine Wahlfreiheit bei Hilfsmitteln?

3 Antworten

Eine solche Problematik ist in ähnlicher Form im Verwandten- und Bekanntenkreis aufgetaucht. Es ist so ausgegangen, daß die KK nur den Zuschuss in Höhe des Kaufpreises für das Kassenmodell übernommen hat und die Mehrkosten vom Patienten getragen wurden.

Konkrete Zahlen kann ich für Elektrorollstühle nicht nennen. Für Rollatoren hat mir der Mitarbeiter eines Sanitätshauses erzählt, daß das Kassenmodell 50 Euro kostet. Ein dann zusätzlich aus Eigenmitteln angeschaffter Zweitrollator hat knapp 400 Euro gekostet. Vermutlich ist der Preisunterschied zwischen dem Kassenmodell des Elektrorollstuhls und der von Dir bevorzugten Variante prozentual ebenso groß.

Ob sich durch Verhandlung mit der KK viel erreichen läßt ist nicht vorhersehbar. Die Handhabung ist bei den KK sehr unterschiedlich. Vermutlich aber bleibt nur der Gang vor das Sozialgericht.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Hallo,

NEIN - die Verordnung selbst sicher nicht aber die KK werden immer erst versuchen, eine preiswertere Variante zu akzeptieren. (Wichtig.....Krankenkassen tragen die Kosten nur für Elektromobile bis 6 km/h. Wenn es ein Modell mit höherer Geschwindigkeit ist, müsstest du die Mehrkosten allein tragen.)

Sollte dein Antrag von der Krankenkasse nicht bewilligt werden, davon kannst du beinahe schon mal ausgehen, kannst du Widerspruch einlegen. Gründe hast du selbst oben nachvollziehbar genannt. In jedem Fall ist es zudem erfolgversprechender, wenn dein Arzt dir die Notwendigkeit genau dieses Elektromobils, mit Hilfsmittelnummer als Hilfsmittel attestiert.(als Anlage für den Widerspruch)

Möglich, dass du zu dem von dir auserwählten Kassenmodell, auch lediglich die Mehrkosten selbst tragen musst. Dann mit der KK verhandeln !

Das mit dem "lediglich" die Mehrkosten tragen könnte für viele Behinderte zum Ausschlußkriterium werden. Wenn die Preisunterschiede prozentual so groß sind wie in dem von mir genannten Beispiel werden das einige hundert bis über tausend Euro Mehrpreis sein.

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@Privatier59

kann gut sein.....so speziell kenne ich mich mit dieser Materie betr. Kosten nicht aus ! Die Umsetzbarkeit hängt erstens von der Bezuschussung der jeweiligen KK und den finanziellen Möglichkeiten des Fragestellers ab.

Wäre es mein Problem, ich würde auch 1000,- € und mehr Zuzahlung leisten, würde ich dadurch mehr Flexibilität und Lebensfreude erreichen.

Die Ausgangsfrage aber,

" Kann die Krankenlasse dadurch die Verordnung in Frage stellen? "

würde ich dennoch verneinen, wenn die Notwendigkeit für solch ein Hilfsmittel ärztl. verordnet wurde. Die Frage ist nur, inwieweit die KK mitspielt oder man sich einigen kann.

Wie hat Enno (?) einst mal gemeint....... inhaltlich:

" Wer es gar nicht versucht - hat schon verloren, wer es versucht - k a n n verlieren, kann aber auch Glück haben ! ;-)

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Hallo !

Du könntest mit deiner Krankenkasse reden das dieser Testrollstuhl durch die Strassengegebenheiten etwas unsicher ist. Und könntest darum bitten eventuell doch den etwas besseren zu erhalten. Denn die Gefahr von Stürzen sind hoch gerade in deiner Situation.

Viel Glück u. liebe Grüße

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

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