Wie viele Steuererklärungen nach Todesfall?

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3 Antworten

Hat der Berater selbst die Erklärung(en) erstellt oder eventuell doch ein/e Mitarbeiter/in? Im letzteren Fall könnte man ja schon dort nachhaken, welche Belege benötigt werden.

Steuerberatungskosten haben doch auch immer etwas Gutes an sich, denn man kann sie überwiegend steuerlich geltend machen - am besten er nimmt 1/10 für die Einkommensteuererklärung und dafür mehr Zwanzigstel für die einzelnen Einkünfte.

1.500€ wirken für die Erstellung einer Einkommensteuererklärung überdurchschnittlich. Wenn die Einkünfte insgesamt aber entsprechend hoch sind, ist das aber gerechtfertigt. Ansonsten mal auf die Rechnung schauen, was ggf. noch zusätzlich abgerechnet wurde.

Ausgangswerte nach StBVV sind, sofern keine abweichende Vereinbarung besteht, grds.:

ESt-Erklärung -> 1/10 bis 6/10 (= durchschn. 3,5/10)
Überschusseinkünfte (KAP, V+V, N, R) 1/20 bis 12/20 (=durchschn. 6,5/20)
Mehrere Grundstücke mit jeweils eigener Überschussrechnung = jeweils eigene Gebühr.

Steuerberater ist in Oster-Urlaub, und den will sie sich eh sparen (meine Eltern hatten 2014 Steuerberater-Kosten von ca.1500 Euro).

Das halte ich für eine falsche Entscheidung. Aber die Vermietungseinkünfte müssen schon ziemlich hoch sein, wenn die Erklärung 1.500,- kostet.

 Wie würdet ihr in dieser prekären Lage handeln? 

Ich würde zu mir, @EnnoWarMal, @Blackleather, oder einem der anderen hier vertretenen Kollegen gehen. ;-) :-) (Oder einem anderen StB)

 Anschließend müsste sie ja dann noch eine Steuerklärung für ihren verstorbenen Ehemann (unseren Vater) für 2015 machen?

Nein, es ist die gemeinsame Erklärung der beiden, denn der Tod hebt die Zusammenveranlaung nicht auf.

Für 2016 hat sie dann natürlich Einzelveranlagung, aber sie bekommt das "Gnadensplitting" also wird auch das Jahr so abgerechnet, als würde der Ehemann noch leben und dies in häuslicher Gemeinschaft.

Natürlich könntet ihr das ggf. mit einer guten Steuersoftware und den Kopien der Erklärungen der Vorjahre (2015 und früher) hinbekommen, aber es ist nur noch wenig Zeit.

EnnoWarMal 17.04.2017, 07:09

Ich würde zu mir, @EnnoWarMal, @Blackleather, oder einem der anderen hier vertretenen Kollegen gehen

In der Tat scheint mir das ein Fall zu sein, der umfassend besprochen werden sollte - auch wegen der Vermietung. 

Hier bleibt es ja nicht bei der Einkommensteuererklärung, denn durch den Tod des Vaters haben wir ja eine Erbengemeinschaft, die nun vermietet. Da steckt noch manche Falle drin.

Sich hier den Steuerberater zu sparen wäre ziemlich schnell ziemlich teuer. Ich würde es mir nicht leisten können, hier ohne Steuerberater zurechtzukommen.

Das bedeutet aber nicht, dass ich übernehme. Ich bin bis Oberkante Unterlippe zu und muss neue Mandate leider abweisen. Das wird den anderen Kollegen aber auch so gehen, denke ich. Es wird wahrscheinlich schwer werden, einen Steuerberater zu finden.

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wfwbinder 17.04.2017, 07:17
@EnnoWarMal

Die Sache mit der Erbengemeinschaft bleibt wohl erspart:

Meine Mutter ist Allein-Erbin, 

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Hallo,

ich würde hier, um erst einmal Grund in die gesamte Steuermaterie zu bekommen, zu einem Steuerberater tendieren. Ich meine, hier könnte  k e i n Steuerberater möglicherweise letztlich teurer werden ! 

Die nachfolgenden Steuererjahre könnten dann, falls man es sich dann zutraut, in Eigenregie übernommen werden. 

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