Wie viel muss ich bei Kreditkartenbetrug selbst tragen?

1 Antwort

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wenn ein Krimineller etwa auf fremder Leute Kreditkarte einkaufen geht, wird das Geld auch bei zügiger Reklamation häufig zunächst vom Konto des Betrogenen abgebucht. Je nach Summe kann das den Überziehungskredit sprengen - oder aber es werden satte Zinsen wegen des hohen Minus' fällig.

Das Gute aber ist: Der Kunde muss für den Schaden nicht aufkommen - sogar die Überziehungszinsen muss das Geldinstitut Verbraucherschützer Pauli zufolge ausgleichen. Allerdings setzt das voraus, dass Kreditkarteninhaber stets ihre Abrechnung kontrollieren. "Sie sind verpflichtet, Missbrauch unverzüglich anzuzeigen", sagt Pauli. Innerhalb der ersten 13 Monate nach der Abbuchung müsse Alarm geschlagen werden.

Anders sieht es allerdings aus, wenn Karten verloren gehen oder geklaut werden. Der seit Ende Oktober geltenden Zahlungsdiensterichtlinie zufolge müssen Kunden dann bei einem Missbrauch mit 150 Euro mithaften. Wenn sie fahrlässig gehandelt haben, also etwa den Pin auf einem Papier mit der Karte bei sich getragen haben, wird es noch teurer.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,661767-5,00.html

Was möchtest Du wissen?