Wie viel Geld wird mir abgezogen wenn meine Mutter ALG II bezieht und ich meine eigene Firma gründe?

3 Antworten

Als Minderjähriger kannst Du ein Gewerbe nur mit Genehmigung der Eltern und des Vormundschaftsgerichts anmelden.

Anrechnungsfrei beim ALG-II bleibt ein Zuverdienst bis 100,-€ monatlich, darüber liegendes Einkommen bleibt zu 20% frei.

https://www.google.com/url?sa=t&source=web&rct=j&url=https://www.gewerbe-anmelden.info/gewerbeschein/minderjaehrige.html&ved=2ahUKEwjHwMClxMreAhVCNOwKHY3VBcUQFjAAegQIABAB&usg=AOvVaw04Vv7eHxM9ha_ILR1_huEC

Er verdient aber nichts - was soll da abgezogen werden?

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Wieviel angerechnet wird:

100 Euro sind frei
von 101 bis 1000 Euro 20%
darüber hinaus 10%
- aber spätestens dann wärest Du ja sowieso raus aus der Bedarfsgemeinschaft mit Deiner Mutter und würdest Dich selbst finanzieren.

Hartz IV: Einkommen Kinder & Bedarfsgemeinschaft http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-einkommen-kinder-bedarfsgemeinschaft3221.php

Auch hier im Forum sehr gut erläutert:Eltern ALG2, Kind arbeitet VZ http://www.forum-sozialhilfe.de/phpBB3/viewtopic.php?t=25690#

Deine Mutter bekommt dann vom Jobcenter ihren Teil der Kosten der Unterkunft (KdU) = Miete etc. plus Regelsatz. Du finanzierst Dich dann selbst, und Deiner Mutter gibst Du Deinen Anteil der Miete und Kostgeld für Dich.

Vom Rundfunkbetrag seid Ihr jetzt ja sowieso befreit (seid Ihr doch?, falls nein, unbedingt Antragsformular vom Jobcenter aushändigen lassen). Ist Deine Mutter davon befreit, und Du wohnst mit ihr zusammen in einer Wohnung, bist Du automatisch mit befreit - ganz leich wieviel Du verdienst.

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Zu Deiner Selbstständigkeit:

Um zu erfahren, was genau Du dabei beachten musst, (falls noch nicht geschehen) google mit

selbständig machen mit computerprogrammen wo beraten

Wie hier schon geschrieben, reichst du dem Jobcenter monatlich eine Gewinn- und Verlustrechnung ein. - Was Dir dann als Ausgaben anerkannt wird, liegt an dem für Dich zuständigen Jobcenter-Mitarbeiter, die durchaus sehr kreativ zu Deinen Ungunsten sein können (bestenfalls habt Ihr einen korrekten Sachbearbeiter). - Weil aber gerade bei Selbständigen vielfach dort fehlerhafte Bescheide rausgehen, kann es sehr sinnvoll sein, die Bescheide kostenlos überprüfen zu lassen (spätestens, wenn Dir etwas komisch vorkommt), so wie hier:
https://www.gegen-hartz.de/news/neue-anwendung-hartz-iv-bescheid-kostenlos-pruefen

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Für den Fall, dass Du irgendwann beabsichtigst, eine Ausbildung zu machen, merke Dir schon mal diese Seite (google so)

azubi und azubine

Für Auszubildende ist diese Seite eine wahre Fundgrube mit vielen wertvollen Hinweisen und Tipps.

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Für Deine Mutter (bitte gib sie ihr zu lesen) und auch für Dich vorsorglich meine Hinweise für Arbeitslose (ALG 1 und ALG 2 / Hartz IV) und Aufstocker sowie Grundsicherungsbezieher - Du wirst leicht erkennen, was auf Deine Situation zutrifft:

Umgang mit Sozialbehörden

Mit dem Amt nichts telefonisch klären (das kann man später nie beweisen). Alles schriftlich machen. Am besten Schreiben, Belege und Anträge persönlich abgeben. - Den Erhalt des Schreibens lässt man sich auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel, Datum und Unterschrift bestätigen. (Dies verlangt man mit ruhigem, freundlichem Ton und reicht das Schreiben rüber, „und hier brauche ich noch Stempel mit Datum und Unterschrift“).

Wenn man nur etwas abgeben will, dann wie üblich ein Schreiben aufsetzen, in dem erklärt wird, was "als Anlage" überreicht wird - sind es mehrere Anlagen, diese mit Nummern versehen aufzählen. (Achtung! Anlagen immer als Kopie einreichen. Falls ausnahmsweise mal ein Original verlangt wird, dann davon für die eigenen Unterlagen eine Kopie machen.) - Wiederum dieses Anschreiben auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel und Unterschrift bestätigen lassen.

Diese Bestätigungen sind Gold wert, sie sind mehr wert als ein Einschreibebeleg (mit dem ja nur der Eingang eines Umschlags bestätigt wird).

Mit einer solchen Bestätigung kann von Seiten der Behörde nicht behauptet werden, Schreiben und Belege seien nicht eingegangen. Und wenn doch, eine Fotokopie von deren Bestätigung vorlegen (das Original unbedingt wie eine Kostbarkeit hüten). - Nicht (oder angeblich nicht) abgegebene Unterlagen kann als Verstoß gegen die Mitwirkungspflicht gedeutet werden, was zu Sanktionen führen kann = Kürzung von Geld. - Und: Werden so die Unterlagen / Belege abgegeben, wird erfahrungsgemäß allgemein die Sache zügiger bearbeitet.

Falls Du meinst, ich würde übertreiben, google mit jobcenter unterlagen verloren und lies auch dies: Hartz IV: Verschwundene Unterlagen mit System? http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-verschwundene-unterlagen-mit-system.php

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Im Gespräch mit den Mitarbeitern immer korrekt und konzentriert sein. Wenn die Mitarbeiter freundlich und zugewandt sind: Auch Infos im Vertrauen landen in der Akte und können später gegen den „Kunden“ (wie es vollmundig bei Sozialbehörden heißt) verwendet werden. - Lies auch

Wichtige Tipps für Hartz-IV-Betroffene http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/wichtige-tipps-fuer-hartz-iv-betroffene.php

und

Die häufigsten Hartz IV Fehler der Jobcenter http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/die-haeufigsten-hartz-iv-fehler-der-jobcenter.php

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Oft ist es ratsam, zum Amt einen Beistand / Ämterlotsen als Begleitung mitzunehmen. Dieser Ämterlotse muss nur zuhören und kann dabei Protokoll führen, oder hinterher macht man gemeinsam ein Erinnerungsprotokoll. Der Beistand kann aber auch für Dich Erklärungen abgeben, dazu § 13, Absatz 4 SGB X (google mit 13 sgb 10):

  • (4) Ein Beteiligter kann zu Verhandlungen und Besprechungen mit einem Beistand erscheinen. Das von dem Beistand Vorgetragene gilt als von dem Beteiligten vorgebracht, soweit dieser nicht unverzüglich widerspricht.

Für einen ehrenamtlichen Behördenbegleiter = Beistand google jeweils mit Deinem Wohnort (oder dem nächstgrößeren, wenn Deiner klein ist) mit

  • Ämterlotsen
  • Behördenlotsen
  • Behördenbegleiter
  • Hartz IV Mitläufer

Diese Ämterbegleiter sind wertvolle Hilfen und notfalls auch Zeugen, und (die meisten? alle?) haben für diesen ehrenamtlichen Dienst eine kleine Ausbildung genossen und kennen sich bestenfalls mit den Gesetzen aus. (Sag beim Amt niemals, Du hättest einen Zeugen dabei! Zeugen dürfen des Raumes verwiesen werden - Beistände dagegen nicht, auf die hast Du ein Recht.)

In Hamburg z.B. bietet die Diakonie Begleitung durch Ämterlotsen an.

Lebst Du in einer Bedarfsgemeinschaft (oder Haushaltsgemeinschaft): Andere Mitglieder solch einer Gemeinschaft können für Dich kein Beistand sein, denn sie sind nicht neutral, sondern automatisch selbst Betroffene.

Google mit

legitimation eines beistands pdf (die Wörter genau so)

und lade Dir die Datei vom elo-forum runter. Darin erfährst Du die gesetzliche Grundlage für Beistände und dass jeder Bürger ein Recht darauf hat, sich bei Behördengängen von einem Beistand begleiten zu lassen.

In der Info erfährst Du unter anderem, dass wenn Dein Beistand für Dich etwas sagt, und Du widersprichst nicht, gilt es so, als hättest Du selbst es gesagt.

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A C H T U N G ! - sehr wichtig für Hartz IV-Bezieher:

Folge den Dir aufgegebenen Mitwirkungspflichten wie Bewerbungen schreiben, an Maßnahmen / Fortbildungen teilnehmen (auch falls Dir eine der Maßnahmen blöd, unsinnig oder für Dich unangemessen erscheinen mag). In solch einem Fall wende Dich an eine Arbeitsloseninitiative / Arbeitslosenberatung / Rechtsberatung. - Bezüglich fehlender Mitwirkung wurde das Gesetz für Hartz IV-Bezieher krass verschärft, und das kann sehr schmerzhafte finanzielle Folgen für Dich haben!

Das Jobcenter kann dann ihren "Kunden" berechnen, was das Jobcenter hätte sparen können, hätte der "Kunde" die Anweisung befolgt und dadurch Arbeit gefunden - und das nicht nur für die Vergangenheit, sondern auch für künftige Jahre. (Das ist also ein Schauen-wir-mal-in-die-Glaskugel-Gesetz, völlig gaga, leider aber real.) Und das kann sehr, sehr, sehr teuer für den "Kunden" werden.

U n d :

Sollst Du im Jobcenter eine Eingliederungsvereinbarung (EGV) unterschreiben, unterschreibe sie nicht dort, nimm sie mit nach Hause!! - Geh auf YouTube und gib dort ein: Eingliederungsvereinbarung. - So bekommst Du viele wertvolle Infos zu diesem Thema.

Du würdest ein Gewerbe anmelden und damit gar nichts verdienen.

Du hättest Gewinn/Verlust.

Wer sollte davon wie etwas abziehen können?

Danke. Nicht.

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Wenn also jmd. ALG II bezieht und dieser Betrag sei geringer als die SV-pflichtigen Bezüge aus Arbeitnehmertätigkeit, muss das ALG II im Antrag auf Altersvorsorgezulage angegeben werden - sofern ich das bis hier richtig verstanden hab. ;)
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