Wie viel darf man als Freiberufliche (als Hauptberuf und ohne Nebenbeschäftigung) verdienen ohne steuer-zahlen müssen?

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4 Antworten

Hallo,

1)+2): kann jeder machen, der einen Arbeitgeber hat - nicht nur Studenten!

3) +4) Bei Verheirateten werden die Einkünfte der Ehegatten addiert und dann die gemeinsame Einkommensteuer berechnet. Die Zusammenveranlagung ist fast immer günstiger als getrennte Steuererklärungen. Umsatzsteuer ist ein anderes Thema!

Gruß

RHW

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Bei 1 und 2 brauchst Du einen Arbeitgeber! Du hast aber keinen:-(

Hättest Du einen Arbeitgeber, dann wäre ein bei der Minijob-Zentrale angemeldeter Minijob für Dich einkommensteuerfrei und Du könntest dennoch mit Deinem Mann Zusammenveranlagung betreiben.

Bei 3 bist Du zwar von der Umsatzsteuer befreit, aber nicht von der Einkommensteuer. Deine Einnahmen werden reduziert um Deine nachgewiesenen Ausgaben, um die steuerpflichtigen Einkünfte zu ermitteln. Wie hoch wären diese?

Du kannst mit fast jedem Steuerprogramm vor der Abgabe der Erklärung überprüfen, ob Einzel- oder Zusammenveranlagung für beide die bessere Lösung ist. Man sollte die Steuererstattung ehrlich teilen:-)

Ist Einkommensteuer zahlen zu müssen, eigentlich was Schlechtes? Das Mehr an verfügbarem Einkommen ist entscheidend, nicht die Minimierung der Einkommensteuern!

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  1. Du darfst verdienen so viel wie Du nur irgendwie kannst.
  2. Ohne Zusammenveranlagung gibt es keinen Splittingvorteil.
  3. Die Mehrwertsteuer hat nichts mit der Einkommensteuer zu tun.
  4. Warum aber zum Teufel willst Du keine Steuern zahlen??
  5. Warte auf eine bessere Antwort von Enno.
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Kommentar von EnnoWarMal
26.04.2016, 09:13

Nicht notwendig, deine ist perfekt.

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1. Jeder darf einen Mini-Job ausführen, egal ob Student oder nicht. Als Freiberufler oder Selbständiger funktioniert das aber nicht, da du einen Arbeitgeber für einen Mini-Job brauchst.

2. s. Ausführungen oben - mit dem Zusatz, dass Midijobs nicht steuervergünstigt sind. So wird bei Ehepaaren mit einem gutverdienenden Ehepartner und einem anderen mit einem Midijob das Gesamteinkommen zur Steuerberchnung genommen.

3. Das Anmelden eines Gewerbes ODER das Anmelden als Freiberufler sind KEINE Alternative zu Mini- oder Midijobs. Es ist eine andere Form des "Arbeitsverhältnisses", sprich, entweder du startest dein eigenes Gewerbe ODER du meldest dich als Freelancer an. Das ist übrigens auch nicht automatisch das Gleiche!

Du musst auch unterschieden zwischen dem Steuerfreibetrag und der Befreiung von der Umsatzsteuer nach der Kleingewerberegelung. Der Steuerfreibetrag legt ein Mindesteinkommen fest. Erst ab hier setzt die Pflicht ein, Steuern zu zahlen. Übersteigt das Einkommen den Freibetrag, müssen im Gegensatz zur Freigrenze nicht alle Einnahmen versteuert werden, sondern nur die Einnahmen, die den Freibetrag übersteigen. Du musst allerdings diesen Freibetrag erst beantragen. Aktuell liegt der Grundfreibetrag bei
8652 Euro. Einkommenssteuer zahlst du aber für die GEWINNE, die du erzielst, nicht deine Einnahmen. Das ist vor allem wichtig bei Freiberuflern oder Gewerbetreibenden, die ja auch Ausgaben haben.

Wie gibst du deinen Gewinn an? Im Prinzip sehr einfach: Du schreibst bei deiner Steuererklärung auf ein separates Blatt deine Einnahmen und Ausgaben auf. Daraus ergibt sich dann ein Gewinn oder Verlust. Liegt dein Gewinn über dem Freibetrag, fallen (grob gesagt) Steuern an.

Thema Umsatzsteuer. Die Befreiung der Umsatzsteuer ist simpel gesagt eine rechnerische und bürokratische Erleichterung für Selbständige und Freiberufler, bei der die Mehrwertsteuer den Kunden nicht berechnet wird. Ein ausführliches Informationsdokument zum Herunterladen (gratis) dazu findest du hier: http://www.freelance-market.de/nl/206/kostenloses-dokument-wen-betrifft-die-kleinunternehmerregelung

Du darfst auch nicht den Freibetrag mit deinem Umsatz verrechnen!

4. Es kann, je nach genauer Situation, günstiger für euch beide sein, wenn ihr euer Einkommen zusammen legt als wenn ihr es einzeln versteuert.

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