Wie versteuert man seine Abfindung clever?

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Auf Grund einer Gesetzesänderung durch den Bundestag wurden die bisherigen Freibeträge (7.200 €, 9.000 € bzw. 11.000 €) gestrichen, d.h. die Abfindung wird in voller Höhe besteuert. Allerdings wird nicht der übliche Steuersatz verwendet, sondern die Abfindung mittels der sogenannten "Fünftelregelung" versteuert ( §10e Einkommensteuergesetz). Dabei wird der Abfindungsbetrag durch 5 dividiert, dann wird jeder Betrag einzeln versteuert. Zum Schluß werden die fünf einzelnen Beträge addiert. Damit ergibt sich eine wesentlich geringere steuerliche Belastung der Abfindung als wenn sie als ein Betrag versteuert werden müsste.

http://www.arbeitsratgeber.com/abfindung_0002.html

das sollte durchgerechnet werden. Der BFH hat dahingehend interessante Urteile gefällt. z.B.Steuerermäßigung trotz Abfindungszahlung über mehrere Veranlagungszeiträume Der BFH hat in einer steuerzahlerfreundlichen Entscheidung die Anwendung des ermäßigten Steuersatzes nach § 34 EStG auf eine Abfindung ausnahmsweise zugelassen, obwohl diese in zwei verschiedenen VZ ausgezahlt wurde, weil im ersten Jahr nur eine minimale Teilleistung zugeflossen war (BFH 25.8.09, IX R 11/09,

Ja ja, die Arbeitnehmerpartei hat diese Freibeträge gestrichen bei der letzten "Steuerreform". Es bleibt also nur noch diese sogenannte "Fünftelregelung". Wenn Dein Herr Papa diese Abfindung jetzt im Kj. 2010 bekommt, dann dürfte der Steuerabzugsbetrag sich in Grenzen halten, denn da kein allzuhoher normaler Bruttoarbeitslohn in diesem Jahr bezogen wurde (Jan-März) müsste die Progression nicht so hoch sien.

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