Wie verhält man sich bei Verdacht auf vorgetäuschten Eigenbedarf?

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Das ist wirklich eine komplizierte Sache. Ersteinmal hat er in einer Eigenbedarfskündigung die Pflicht den Grund detailiert zu beschreiben. D. h. er muss sagen, wer warum und weshalb in welche Wohnung einziehen will. Wurde dieses korrekt gemacht, ist die Kündigung ersteinmal rechtens. Jetzt gibt es zwei mögliche Vorgehen: 1) deine Freundin weist nach, dass sie aus wichtigem Grund nicht gekündigt werden kann (hier gilt u. U. Schwangerschaft, Alter, evtl. Krankheit). Alternativ kann sie 2) Ausziehen und danach nachweisen, dass die Eigenbedarfskündigung nicht korrekt war. Sollte sich nämlich heraussetellen, dass garnicht die besagte Person in die Wohnung einzieht, ist der ehemalige Vermieter deiner Freundin Schadensersatzpflichtig. Sie kann somit alle Kosten im Zusammenhang mit dem Umzug auf den Vermieter abwälzen(Transportermiete, Umzugsfirma, Renovierungskosten, evtl. höhere Miete, etc.). Sie sollte in diesem Fall bereits alle Dokumente sorgfältig aufbewahren und alle Vorgänge protokollieren!

Die sicherste Methode ist jedoch in beiden Fällen einen Anwalt aufzusuchen.

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