Wie überwacht man als Laie den Neubau eines Eigenheims?

2 Antworten

Die Bauüberwachung fängt schon vor Vertragsabschluß an! Das Fachchinesisch der Baubeschreibung laßt für den Laien nicht erahnen, welche Lücken, Minderqualitäten, Mehrdeutigkeiten und Mehrkostenpotentiale wo versteckt sind.

Das Vertrauen in die Baufirma ist in jedem Falle nötig, aber da auch deren Chef die ordentliche Arbeit seiner Leute nicht stets kontrollieren kann, ist die Beauftragung eines sachverständigen Bauüberwachers sinnvoll. Solange noch gebaut wird und noch nicht der Bau bezogen wurde, sind viele Baumängel noch so einfach und stressfrei zu beseitigen, daß hinterher keine Nachbesserungen erforderlich sind bzw. keine meist langfristigen Bauschäden. Gerade im schon bezogenen Haus sind für die Bewohner Schadens-/Mängelbeseitigungen sehr nervraubend und störend, selbst wenn der Bauunternehmer die Kosten trägt. Man denke nur an unvollkommene Dampfsperren!

Man könnte mit der Bauüberwachung z.B. als Vereinsmitglied den Verein Privater Bauleute beauftragen (...vpb.de), der durch lokale Fachleute - auch bei Bauobjektbewertungen - hilft.

Es lohnt sich in jedem Fall, für die Beaufsichtigung eines Bauvorhabens einen unabhängigen Ingenieur oder Architekten als Bauleiter einzustellen, der jede Bauphase überwacht. Dieses kostet ca. 1,5% der Bausumme, wobei evtl. Schäden, die für den Laien oft erst viel zu spät ersichtlich sind, leicht wesentlich höher sein können.

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