wie sollte man sich finanziell und versicherungstechnisch in einer unehelichen Beziehung absichern?

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6 Antworten

Aus der "Wilden Ehe" ergeben sich in Sachen Versicherung ein paar Vorteile:

Privathaftpflicht: Hier kann man im Familientarif (statt zweier Single-Verträge) bei den meisten Versicherer Geld sparen.

Autoversicherung: Fährt der Partner im gemeinsamen Hausstand das eigene Auto, so ist er oftmals nicht als 3. fremder Fahrer mit Zuschlag zu versichern, sondern beitragsfrei mit versichert.

Wird in der Ehe ein Vermögen aufgebaut, so geht das Bank-technisch nur getrennt. Im Todesfall ist der "Wilde Partner" nicht automatisch Erbe, ein Testament muss erstellt werden.

Die Erbschaftssteuer wird dann schnell zum Problem:

  • Vererben von Vermögen: Hier bestehet nur ein Freibetrag von 20.000 Euro und alles was darüber hinaus geht, ist mit 30% zu versteuern.

  • Vererben von Haushaltsgegenständen: Hierfür gibt es einen zusätzlichen Freibetrag von 12.000 Euro.

Als Absicherung gegen die Erbschaftssteuerbelastung bietet sich der Abschluss einer Risiko-Lebensversicherung an. Damit die Leistungen nicht auch wieder der Erbschaftssteuer unterliegt, sollte der Abschluss wechselseitig erfolgen:

  • Jeder Partner übernimmt in der Versicherung auf das Leben des anderen die Rolle des Vertragspartner der Versicherung - Versicherungsnehmer.

  • Nach neuester Rechtssprechung ist es dabei wichtig, dass der jeweilige Versicherungsnehmer auch die Prämie aus dem eigenen Einkommen entrichtet.

Kim Ehrlicher

Für die Erbansprüche braucht man ein gutes Testament, das den Partner berücksichtigt. Dafür sollte man sich aber gute Beratung holen, damit man keine formalen Fehler begeht.

Eine Risikolebensversicherung kann man auch für den Partner als Bezugsberechtigten abschließen.

Vollmachten für den anderen können auch helfen, damit der eine auch ohne den anderen wichtige Dinge bei der Bank oder in Krankheitsfragen entscheiden kann.

das allerbeste ist, ihr geht zum Notar und macht ein Testament und eine Generalvollmacht. Habe dies auch getan und eine Patientenverfügung war auch noch dabei. Denke so ist alles gut und Eindeutig abgesichert. Werdet feststellen beim Notar, dass da Fragen aufkommen wo man nicht im geringsten dran gedacht hat. Es ist nicht Billig, denke aber ein erstmaliger Beratungstermin ist Kostenfrei.

Erbansprüche hast Du nur, wenn ein Testament zu deinen Gunsten besteht.

Gesetzlich stehen Dir als "Lebensgefährtin" keinerlei Rechte zu, es sei denn es ist etwas schriftlich fixiert.

Die Frage ist nicht ganz eindeutig.

Willst Du Dein Vermögen gegen den Partner absichern oder willst Du Deinen Partner absichern?

Erbansprüche versichern? Eine fürwahr originelle Idee. Frag mal bei Lloyds in London an. In Deutschland gibt es dazu keine Versicherung. Und Erbansprüche sichert man sich hier durch einen Erbvertrag ab. Dumm natürlich, wenn der als Erblasser Auserkorene seinerseits kein Sicherungsbedürfnis verspürt!

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