Wie sollte man reagieren wenn sich der Finanzbeamte vertan hat?

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3 Antworten

Hier solltest du schlicht Einspruch einlegen und auf die falsche Zahl hindeuten evtl. nochmal mit Verweis auf die entsprechenden Unterlagen die dies belegen.

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Wenn er sich zu Deinen Ungunsten vertan hat, Einspruch einlegen. Wenn er sich zu Deinen Gunsten vertan hat, brauchst Du nichts zu tun.

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Sowohl Privatier als auch Petermann raten zum Einspruch, ohne das Gesetz gelesen oder verstanden zu haben.

Für Tippfehler, Zahlendreher, überlesene Angaben und andere offenbare Unrichtigkeiten hat der "Erfinder" der Abgabenordnung den § 129 AO vorgesehen.

Ein derart falscher Bescheid kann ohne Prozedere einfach geändert werden.

Das heisst für Dich: Kurzer Anruf, den Fehler beschreiben und in etwa zwei Wochen hast Du einen berichtigten Bescheid (keinen Einspruch einlegen!).

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Kommentar von EnnoBecker
30.06.2014, 08:55
Für Tippfehler, Zahlendreher, überlesene Angaben und andere offenbare Unrichtigkeiten hat der "Erfinder" der Abgabenordnung den § 129 AO vorgesehen.

Und wer war der "Erfinder"? Richtig.

§ 129 RAO behandelt aber nicht die offenbaren Unrichtigkeiten, sondern den Steuererstattungsanspruch bei zu Unrecht eingetriebenen Steuern.

Wo Herr Becker die offenbaren Unrichtigkeiten hingepackt hat, suche ich allerdings jetzt nicht heraus.

Keinen Einspuch einzulegen halte ich allerdings auch für sinnvoll. Eine Änderung kann hier innerhalb der Einspruchsfrist nach 172 erfolgen (Antrag auf schlichte Änderung) oder aber tatsächlich nach 129, sofern es wirklich ein Zahlendreher oder Ähnliches war.

Der Einspruch bedeutet Gesamtaufrollung des Verfahrens - das will man oft gar nicht.

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