Wie sollte eine Freundin von mir investieren?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Dieser Text geht einem Honorarberater natürlich an die Niere... Zum Glück haben jene Berater, welche ihr die Versicherungen empfohlen haben an dieser Beratung nichts verdient...

Erstmal: Grossartig, wenn eine junge Frau so konsequent spart und sich Ziele vornimmt.

Nun ist es jedoch so, dass man mit 23 Jahren im Allgemeinen noch das ganze Leben vor sich hat und was das Schlimmste ist, nicht die kleinste Idee hat, wie dieses Leben sich am Ende entwickeln wird.

Aus diesem Grunde ist es - aus Sicht eines langsam ins Alter kommenden Finanzplaner - nicht sinnvoll sich a.) allzu festen Verpflichtungen zu unterwerfen (da diese in der Regel in einem Vertragsbruch und damit Verlusten enden) und b.) das Kapital einseitig zu binden.

Mit 23 sollte man noch flexibel bleiben und die Chancen nutzen, die sich einem bieten. Einmal ganz ehrlich: 1850 Euro sind nicht wahnsinnig viel Geld. Je nachdem wird sie also froh sein, wenn sie flexibel auf ihr Vermögen zugreift.

Was die Anlage betrifft, so habe ich natürlich meine Vorstellungen. Doch bin ich zum einen aus rechtlicher Sicht vorsichtig mit konkreten Anlageempfehlungen über dieses Medium und zum andern lebe ich davon, dass ich konkrete Anlageempfehlungen gebe und ich mag es nicht, wenn man meint diese Beratung sei kein Geld wert.

Gute Beratung kostet immer. Schlecht auch.

Hallo,

es ist eigentlich ganz einfach:

  1. Man bekommt nichts auf dieser Welt - und im Finanzsektor sowieso nicht - geschenkt. Das meiste - von Ausnahmen mal abgesehen - hat einen fairen Preis.
  2. Alles was über 3 % Rendite hinaus geht erfordert ein höheres Risiko, welches natürlich - wie bei der Steuer auch - progressiv steigt.

Wenn man also diese einfachen Mechanismen beherzigt, ist man nie enttäuscht. No risk no fun! So ist das eben im Leben.

Schönen Gruß GH

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