Wie sind Aktienoptionen für Manager zu besteuern?

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5 Antworten

ein schönes Thema, an dem sich schon Myriaden von Angestellten, Steuerexperten, Finanzämter und Gerichte heiss gestritten haben :)

Letztendlich kommt es auf die Vertragsgestaltung an, wie genau verfahren wird. Es gibt auch internationale Konstrukte, die es nicht einfacher machen.

Nur sollte es so sein, dass kein Manager einen Vertrag unterschreiben sollte, in dem die Besteuerung bei Unterschrift erfolgt. Das könnte sein pers. Ruin sein, denn solche Boni können ein Vielfaches des Fixgehaltes sein. Und wenn dann die Aktie zusammenbricht, hat nur das FA was davon.

Die Besteuerung bzw. die Basis für die Besteuerung erfolgt (meist) bei Ausübung der Option.

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Mit der Abgeltungssteuer haben sich einige Dinge vereinfacht. Der Fiskus geht nämlich nicht mehr leer aus, wenn nach über einem Jahr Wertpapiere verkauft werden.

Der geldwerte Vorteil durch Erhalt unentgeltlicher Aktienoptionen oder Kaufs verbilligter Aktien/Aktienoptionen wird auf Basis des Aktienwerts bei Einbuchung der Aktien ins Depot berechnet. Dazu gibt es ein BFH-Urteil aus 2008. Man darf dabei den niedrigsten gehandelten Geldkurs an einer amtlichen Börse ansetzen.

Zu berücksichtigen ist, daß man im Kalenderjahr 360 EUR Mitarbeiterbeteiligungen steuerfrei erhalten darf. Im Prinzip könnte also ein Unternehmen eigene Aktien steuerfrei in Höhe von 360 EUR jedes Jahr austeilen.

Diese Besteuerung gilt, wenn die Aktienoption nicht über eine Börse, sondern über einen Pool des Unternehmens ausgeübt wird.

Sind in den Aktienoptionen auch Anteile für "außerordentliche Einkünfte" enthalten, so greift die Fünftelregelung: §34 Abs. 1 EStG. Handelt es sich um Aktienoptionen im Sinne von Optionsscheinen oder anderen frei handelbaren Wertpapieren, so ist der geldwerte Vorteil zum Zeitpunkt des Besitzübergangs auf Basis der börsenüblichen Bewertung anzusetzen. Bei Veräußerung greift die Abgeltungssteuer.

Komplizierter wird es, wenn ausländische Gesellschaften involviert sind.

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Kommentar von SBerater
19.06.2013, 12:07

:)

Ich kenne von Bekannten die Berichte über dieses Thema. Das ist komplex und es kommt immer wieder zur Willkür durch die Steuerbehörden. Und letztendlich kann keiner sagen, wie es genau ist im jeweiligen Falle.

Bei einem sehr komplexen Fall (Übernahme durch Konkurrenten mit einem tollen Konstrukt u.a. mit Optionen) sah ich 2 wohlhabende Firmeneigentümer von einem Moment auf den anderen in der Privatinsolvenz. Die Finanzbehörden sahen eine Besteuerung per sofort. Nur erging der Bescheid zur Zahlung erst, als die beiden wertlose Buchwerte in der Hand hielten.

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Sorry, aber der eigenen Firma für Manager würde ich diese Frage hier nicht unbedingt stellen. Das beantworten doch bezahlte Fachleute!? (Mit dem nötigen "Background" des Unternehmens usw.)

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Wenn der Manager die Option einlöst.

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