Wie schütze ich 125.000 EUR SICHER vor einer (hyper)-Inflation?

7 Antworten

Wenn du dem Euro nicht vertraust (wobei ich mir da nicht so viel Sorgen machen würde) dann kannst du neben Sachwerten (Rohstoffe etc) auch in andere Währungen investieren. Die Norwegische 'Öl-Korne' ist ziemlich stabil, allerdings wirst du dann Geld verlieren wenn du jetzt mit schwachem Euro Kronen kaufst und sie dann wieder beim starkem Euro verkaufst...

Zunächst einmal solltest Du analysieren, was eigentlich eine begründete Befürchtung und was nur ein vages (falsches) Gefühl aufgrund von Stammtischparolen in irgendwelchen Medien ist.

Währungsreform des EUR: Welche Währung sollte denn reformiert werden? Lebst Du in Griechenland oder in Deutschland? Solltest Du in Deutschland leben, d.h. der stärksten Wirtschaft des Euro-Raums und in der EU insgesamt, einem Land mit geringer Arbeitslosigkeit und wettbewerbsfähigen Produkten auf dem Weltmarkt, so solltst Du eigentlich eher vor einer Aufwertung der Währung in Deinem Heimatland haben. Würden alle Olivenstaaten aus dem Euro austreten, so würde der Rest-Euro deutlich aufwerten, d.h. Deine Euros wären im Vergleich zu vor dem Austritt in Bezug auf andere Weltwährungen deutlich mehr wert. Eine DEM würde noch viel mehr aufwerten. Vor einer Währungsreform sollte man also eher aufgrund der Aufwertung und der damit verbundenen Nachteile für die deutsche Wirtschaft Angst haben, nicht jedoch wegen einer bevorstehenden Abwertung.

Aufwertung des EUR: Der EUR hat in seiner bisherigen Daseinsspanne einen Bereich von ca. 0,82 bis 1,64 zum USD hinter sich. Das hat der Wirtschaft in Deutschland wenig geschadet, da ein Großteil der Exporte in die EU geht. Da es sehr unwahrscheinlich ist, daß Spanien, Portugal, Irland oder Italien aus dem EUR austreten wollen, steht eigentlich nur Griechenland zur Disposition. Griechenland hatte einen Anteil von ca. 2,6% am BIP der Eurozone, d.h. die Aufwertung durch einen Austritt von nur Griechenland würde sich wohl auch in Grenzen halten. Ein "Auseinanderbrechen" des Euroraums klingt als Schlagzeile in der Presse richtig gut, aber wird wohl nicht passieren.

Hyperinflation im EUR-Raum: Hyperinflation beginnt bei einer Inflation von 50% pro Monat. Woher sollte die Hyperinflation denn kommen? Der EUR-Raum ist ein großer Binnenmarkt, der schon ein recht breites Spektrum an Wechselkursen zu der Rohstoffwährung USD gesehen hat. Steigende Rohstoffpreise würden sich zwar auf Verbraucher niederschlagen, aber letztendlich exportiert die EU mehr höherwertige Produkte als sie Rohstoffe importiert. Wovor Du also eher Angst hast, ist eine erhöhte Inflaton von vielleicht 5%. Dagegen schützen Investitionen in Sachwerte, die ihren relativen Wert zu anderen Gütern behalten.

Inflationsgeschützte Anleihen: Klingt gut, aber hinkt mindestens ein Quartal hinter der offiziell bestimmten Inflationsrate hinterher, d.h. ein Inflationsschutz wäre dies nicht wirklich. Kommt es zu einer Krise, solltest Du bedenken, daß auch die Emittenten solcher Anleihen in die Insolvenz kommen können, d.h. Anleihen erleiden dann praktisch einen Totalverlust. Dann Geldwerten zu vertrauen, widerspricht Deiner Annahme einer erhöhten Inflation. Wirklichen Inflationsschutz bieten Immobilien, Edelmetalle und Aktien solider Unternehmen. Übrigens: die Inflationsrate in Deutschland ist gerade wieder gefallen und liegt nun näher bei 2%.

Wenn Du also max. 5% Verlust Kaufkraft auf 3 Jahre in Kauf nehmen möchtest, dann wäre eine Anlage in Tagesgeld oder Festgeld angesichts der aktuellen Inflationsraten ausreichend. Praktisch kein Risiko (die Einlagensicherung greift bis 100.000 EUR je Bank und Kunde, d.h. Du verteilst das Geld einfach auf zwei Banken) und eine Verzinsung nach Inflation und Steuern, die über den von Dir festgelegten max. -5% auf drei Jahre liegt. Alle anderen Anlagen in Aktien, Anleihen oder Rohstoffe (z.B. Edelmetalle) sind riskant und können zu einem deutlich höheren Verlust führen.

Natürlich klingt es gut, einen großen Betrag in z.B. Gold anzulegen, damit man das physisch besitzt. Das ist jedoch nur eine gute Idee, wenn man davon ausgehen kann, daß dieses Gold in drei Jahren definitiv noch mind. den gleichen Wert hat. Was passiert denn, wenn Griechenland die Kurve kriegt und der Goldpreis als Angstwährung auf 1.000 USD fällt. Dann hättest Du von den derzeit ca. 1.700 USD/Oz aus einen Verlust von über 40%.

Anlagen in Fremdwährungen helfen auch nichts, denn es gibt auch das Risiko, daß der EUR gegen andere Währungen wieder aufwertet. Die Schweizer Nationalbank hat ihren Wechselkurs zum EUR gedeckelt. Leute, die noch zum EURCHF 1,10 ihr Geld per Tausch in "Sicherheit" brachten, haben plötzlich einen Verlust von ca. 10%. Mal sehen, was Norwegen vorhat.

Also: konzentriere Dich IMHO lieber darauf, in den nächsten drei Jahren die passende Immobilie zu finden und Deinen Job zu stabilisieren. Lege das Geld in harmlosem und risikoarmem Tages- oder Festgeld an. Dafür sollte es um die 2% Zinsen p.a. geben. Keine Experimente, keine Panik, minimales Risiko. Sorge Dich darum, einen soliden Job zu haben und zu behalten.

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Datkapiertderimlehmnich...! DH für die viele Arbeit.

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Wow! Soviel Mühe.

Ein Bonitätsrisiko hat man natürlich bei "gewissen" Emittenten von inflationsgeschützten Anleihen, aber bei anderen weniger: https://www.test.de/themen/geldanlage-banken/test/Geldanlagen-im-Risikotest-Was-sicher-ist-1783826-1783701/

Tages- oder Festgeld sollte es auch schon mit Verzinsung von mehr als 2 % p.a. für über 9-monatige Anlagedauern geben.

Hyperinflation: für solche Zeiten läßt sich der Finanzminister bestimmt etwas einfallen, dass auch die Sachwertbesitzer angemessen beteiligt. Das war schon immer so. Spätestens beim Verkaufs- bzw. Ausreiseversuch von bzw. mit Gold(-barren/-münzen) kommt das Thema dann hoch. Leider wird bei Inflationsbetrachtungen und -beratungen immer wieder fälschlicherweise unterstellt, dass die Steuergesetze unveränderbar sind.

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Guten Tag Ralp,

bin mir nicht sicher wer die Frage wirklich aufgeworfen hat. Aber ich versuche mal in der berechtigten Fragestellung etwas Rat zu geben.

  1. Kaufe für 25.000 € Gold .
  2. Lege kein Geld in Aktien etc. fest an, die man am anderen Tag nicht zurückholen kann.
  3. Lege das Geld nicht an, denn wegen der Beruflichen Veränderung wird wieder viel nötig sein um evtl. neu anzufangen.
  4. Lege den Rest bei der Bank auf ein Konto wo Du dann wohnen willst. Diese Verfügbarkeit macht immer einen guten Eindruck.
  5. Normal sollte in den nächsten drei Monaten keine Inflation kommen, später ist dies evtl. anders, daher den Markt beobachten.
  6. Jeder der vor fünf Jahren Gold oder Silber gekauft hat, machte mehr als 300 % Gewinn.
  7. Verleihe anderen kein Geld, und sage es keinem.
  8. Gebe etwas Geld für Arme Leute weg, im eigenen Land , und sehe Dir diese an ob sie es wirklich brauchen.
  9. ** Aber denke daran, es ist schnell ausgegeben, so v ersuche so einfach wie möglich zu leben, dann hast Du lange daran.** Einen guten Gruß und viel Freude , Herzlich wenig i

Kann bekomme ich die VWL-Leistungen ausgezahlt?

Als ich noch angestellt war, hatte ich regelmäßig etwa 50 EUR in einen klassischen VWL-Betrag eingezahlt. Es war ein fondsbasierter Vertrag. Seit etwa 3,5 Jahren zahle ich dort nicht mehr ein, weil ich nicht mehr angestellt bin. Der Vertrag wurde vor etwa 6 Jahren abgeschlossen. Wann kann ich die Auszahlung des "Vermögens" beantragen? Im Moment habe ich das Gefühl, das Geld ist einfach weg. Zumal der Gesamtwert der Fondanteile unter dem Einzahlungswert liegt.

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Was passiert mit einem Immobilienkredit, der von einem Ehepaar aufgenommen wurde, die sich nun trennen wollen?

Nur mal angenommen: Ein Ehepaar nimmt bei einer Bank einen Immobilienkredit für ein selbst zu bewohnendes und neu zu errichtendes Einfamilienhaus auf. Dieser teilt sich auf ein einen Hauptkredit über 250.000 EUR mit 1,9% Zins und einen KfW-Kredit über 100.000 EUR mit 1,3% Zins, Sollzinsbindung jeweils über 20 Jahre. Das Haus ist gerade gebaut, die Tilgung hat noch nicht begonnen. Das Gesamtobjekt hat einen Gegenwert von 550.000 EUR (ohne Abzug der Spekulationssteuer). Ein weiteres vermietetes Objekt mit einem Gegenwert von 250.000 EUR ist seit drei Jahren im Familienbesitz. Das Haushaltseinkommen liegt bei 3200 + 2700 EUR netto im Monat.

Annahme: Es kommt wie es niemals kommen sollte und einer der Partner will sich trennen, bevor das neue Haus bezogen wird.

Idee könnte sein, das vermietete Objekt abzgl. Spekulationssteuer zu verkaufen. Wäre ein Rest von ca. 190.000 EUR, mit dem man den einen Partner und einen Teil des Kredits bedienen könnte.

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Oder kann man b) davon ausgehen, dass die Bank und die KfW das komplette Umschulden verlangen und dies dann zu aktuell gültigen Konditionen?

Danke in die Runde für eine Info. Der Hobbyfinanzer

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