Wie schließt eine Ehepartner am besten einen Riestervertrag ab, wenn der andere Partner bereits Riester mit zwei Kinderzulagen hat?

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2 Antworten

Die wäre also als Angestellte mittelbar zulageberechtigt.

Angestellte sind niemals mittelbar zulagenberechtigt. Menschen in Elternzeit auch nicht.

Derzeit zahle ich den Höchstbetrag (2100-154 EUR) pro Jahr ein.

Na die Rechnung kann aber nicht ganz stimmen.

Mit den Kinderzulagen (davon ausgehend, dass beide nach 2007 geboren sind), müsste die Rechnung 2.100 - 754 € = 1.346 € lauten.

Gibt es irgendwo eine Möglichkeit, sich die beste Kombination aus
Zulagen und Steuervorteil zu berechnen? Ich würde auch die Kinderzulagen
wieder abgeben.

Das macht keinen Unterschied. Den Steuervorteil habt ihr gemeinsam, da ich mal davon ausgehe, dass ihr gemeinsam veranlagt werdet. Also bliebe die Frage der Zulagen. Diese folgt i.d.R. dem Kindergeldanspruch und das hat auch seinen Sinn.

Der Partner der mehrheitlich die Kindererziehung übernimmt und damit meist beruflich kürzer tritt, wird einen höheren Bedarf an zusätzlicher Vorsorge haben, als der andere.

Wie ihr es am besten gestaltet ist eure Sache, aber wie wäre es mal mit einer Bedarfsanalyse beim Versicherungsmakler anhand eures aktuellen Standes. Der kann auch die Zulagen-Szenarien rechnen. Wer hat euch die Riesterverträge vermittelt?

Ähm, es gubt auch Leute, die sich mit so was auskennen! Du solltest bisher 2.100 abzüglich deiner (154) und den beiden Kinderzulagen (185 oder 300 € (ab 2008 geboren)) zahlen. Wenn du wie angegeben die Kinderzulagen nicht abziehst, ist das sinnfrei.

Deine Frau war in der Elternzeit schon unmittelbar zulagenberechtigt und ist es natürlich auch jetzt. Mittelbar wäre, wenn sie nicht Hausfrau würde, also nur mittelbar (über dich) gefördert würde. Sie hätte also auch einen Vertrag haben sollen, weil sonst ihre 154 € Zulage verloren gehen (bzw. gegangen sind).

Wenn ihr Einkommen gering ist, kann Sie einen Vertrag mit dem Mindesteigenbeitrag von 60 € abschließen. Auf den kriegt sie dann die eigene Zulagen und die beiden Kinderzulagen. Jedenfalls so lange sie unter (ihre gesamten Zulagen + 60 €)/4*100 verdient, reichen die 60 €/Jahr Mindesteigenbetrag.

Dein Beitrag von 2.100-154 führt dann zu einem Ergebnis, das gut ist, denn "eure" Förderquote steigt dann auf jeden Fall deutlich über 50 %.

Ach so, es gibt sicher auch zusammeführende Riesterrechner aber du kannst hier http://www.bvi.de/kapitalanlage/privatanleger/rechner/riester-rechner/

... beide getrennt betrachten. Da siehst du auch, dass es wahrscheinlich kaum einen oder keinen Effekt hat, wenn deine Frau mehr als ihren minimalen Eigenbetrag zahlt.

matsevere 09.01.2016, 15:36

Hallo Rat2010! Vielen Dank für die schnelle Antwort. Sorry, mein Fehler, ich zahle 2100-154-300 jährlich. Meine Frau verdient 2015 ca. 12000 EUR, 2016 ca. 36.000 EUR. Die 4% wären ja 2016 480 Mindestbetrag bzw. 2017 1440 fällig, bzw. weniger minus Zulagen. Die 60 EUR Mindesteinlage reicht ja dann nicht, weil sie mindestens 4% einzahlen muss, oder? Wie wäre dann die geschickteste Verteilung der Zulagen?

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Rat2010 09.01.2016, 15:59
@matsevere

Wenn du 2.100-154-300 zahlst, was ist dann mit der anderen Kinderzulage?

2016 ergeben sich bei deiner Frau die 480 - die eigene und beide Kinderzulagen (600 €?), also der Mindesteigenbeitrag von 60 €. 2017 dann 36.000 *  4 % = 1.440 - 154 - 2*300(?) = 686 € als Eigenbeitrag.

Es kann nur geschickt sein, dass deine Frau beide Kinderzulagen bekommt. Sie verdient weniger und hat länger als du pausiert. Das reicht als Grund!

Steuerlich - und das ist dir wichtig - ergibt sich die Frage, ob ihr nicht beide die 2.100 (abzüglich der jeweiligen Zulage) zahlen solltet. Ihr habt dann 4.200 € statt bisher 2.100 € die euer zu versteuerndes Einkommen zusätzlich mindern. Die direkte Zulage von zusammen maximal 908 € wird wieder drauf gerechnet aber bei entsprechend hohem Grenzsteuersatz (von dem ich bei dem "kleinen Einkommen" ausgehe, wäre wahrscheinlich das die ideale Lösung. Rechne es anhand eures letzten Steuerbescheides durch. Statt der 2.100 stehen dann 4.200. der Abzug bei der Steuerberechnung bleibt gleich. Wenn du die 2.100 bei den Sonderausgaben nicht findest, hattest du bisher keine zusätzliche Steuererstattung.

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