Wie redet man mit Gläubigern?

5 Antworten

Ich würde auch dringend zum Besuch einer kostenlosen Schuldnerberatungsstelle raten.

Und falls das noch lange dauert und bis dahin Geld für Zahlungen übrig sein sollte, dann wären die KV-Beiträge vorrangig, da wahrscheinlich bis zur Begleichung die Leistungen eingestellt werden (bis auf Notfallbehandlung). Miete, Heizung und Strom wären allerdings noch wichtiger.

Und ein P-Konto einrichten, falls nicht schon geschehen.

Als Privatperson mit Gläubigern Kontakt aufnehmen ist meiner Meinung nach keine gute Idee. Das kommt unprofessionell, verzweifelt und die wenigsten Gläubiger werden tatsächlich Mitleid haben. Eher werden sie dich auch noch abwimmeln und dich sicher nicht ernst nehmen. 

Die genannten Möglichkeiten wie Caritas und kostenloser Schuldenberatungsstellen sind ein guter Anlaufpunkt. Allerdings habe ich mal gute Erfahrungen mit einem Schulden Berater gemacht (den ich bezahlt habe). 

Kompetent von Anfang bis Ende, Zuverlässig und ehrlich, auch wenns weh tat. 

Mein Vater hatte damals große Probleme (Selbstständigkeit, keine Krankenkassen Gebühren bezahlt, da die Rechnungen sehr unregelmäßig gekommen sind bzw er beim rechnungen schreiben geschludert hat). 

Anschauen und informieren lohnt sich auf jeden Fall und Vergleiche einholen.( Mehr info hier: https://www.schulden.de/ ) Es schadet ja nichts, Caritas, private Schulden Berater und kostenlose Angebote zu vergleichen. 

Mein erster Gedanke war, dass solche private Stellen eben nicht den Aufwand reinstecken wie jemand, den du bezahlst ... die haben ja sicher auch viel mehr zu tun, oder? 

Sinn selbst mit den Gläubern zu Verhandeln macht es nur, wenn man etwas anbieten kann. Was man aber im Vorfeld machen kann, ist alles mal in eine Excel-Tabelle einzutippen und die Unterlagen ordnen/sichten und korrekt abheften.

Schuldnerberatungsstellen der Caritas oder Gewerkschaft, AWO aufsuchen. Auf keinen Fall sogenante professionelle Schuldnerberater kontaktieren. Das sind meist nur Anwälte die nocheinmal Gebühren abschöpften wollen und wenig hilfreich sind.

Falls man dann doch nur die Möglichkeit hat Privatinsolvenz anzumelden, sollte man versuchen dies noch hinauszuzögern. Aufgrund einer Vorgabe der EU steht da wieder mal eine Gesetzesänderung an. Statt bislang Restschuldbefreiung nach 3, 5 oder 6 Jahren soll dann generell 3 Jahre kommen. Aber wie immer bei EU-Vorgaben dauert das in D eher länger als kürzer bis das umgesetzt ist.

Oder welche Möglichkeiten gibt es?

Du erwartest jetzt also einen Schnellkurs als Schuldnerberater?! - Dir ist sicherlich klar, dass das nicht geht, weil es vieles gibt, was man wissen muss.

Gut, jetzt kennt ihr den Schuldenstand. Dann geht es als nächstes daran, die monatlichen Einnahmen und Ausgaben festzustellen. Oftmals kann man an irgend was sparen. Wenn irgend irgend welches Geld da ist, kann man mit den Gläubigern versuchen, Vergleiche auszuhandeln.

Aber wendet euch lieber an einen professionellen Schuldnerberater.

z.B. Caritas

Was möchtest Du wissen?