Wie rechne ich aus, welches Krankentagegeld ich vereinbaren sollte?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Also. Die ersten sechs Wochen bist Du über die Lohnfortzahlung Deines Arbeitgebers abgesichert. Danach beziehst Du maximal 78 Wochen Krankengeld für eine Diagnose. Die Höhe des Krankengeldes ist maximal 90 Prozent Deines letzten Nettogehaltes oder 70 Prozent des Bruttogehaltes.

Siehe hier: http://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbv/47.html

Doch Achtung. Du müsst von dem Krankengeld die vollen Sozialabgaben zählen, da der Arbeitgeberzuschuss nach § 257 SGB V entfällt. Somit berechnet sich die Krankentagegeldhöhe wie folgt:

  1. Differnenz zum letzten Nettogehalt plus
  2. Sozialversicherungsbeiträge (GKV, DRV)

Mehr darf es nicht sein, denn es ist, wie Kevin richtig bemerkt hat, ein Bereicherungsverbot nach § 200 VVG zu beachten. Vielfach unbekannt ist, dass nicht nur das Delta zum letzten Nettogehalt (Lohn) abzusichern ist, sondern auch die Sozialversicherungsbeträge.

Bitte achte auch darauf, das der Versicherer auf sein Sonderkündigungsrecht verzichtet.

Es besteht in diesem Bereich ein Bereicherungsverbot. Heißt die höhe des gesetzlichen Krankengeldes zzgl. des privaten Krankentagegeldes darf 100% deines Nettoeinkommens nicht überschreiten.

Du musst also, am besten bei einem spezialisierten Vermittler oder einem unabhängigem Versicherungsmakler, die Differenz ermitteln und diese dann mit einem geeigneten Produkt schließen.

Dauer der Zahlung ist weitestgehend analog zum gesetzlichen Krankentagegeld maximal 72 Wochen wegen der gleichen Krankheit.

ALG I und Eu-Rente

Ich war als gelehnter Gärtner in meinem Beruf 15 Jahre in einem Freizeitbad beschäftigt. Durch Polyarthrose beider Fingergelenke konnte ich eine Arbeit nicht weiter fortsetzen. Man hat mir eine teilweise Eu-Rente von 350 Euro rückwirkend zum März 2011 angeboten, dabei hätte ich laut AOK nur diese Eu Rente bekommen und mein Krankengeld (was wesentlich höher war) ab September 2011 verloren. Da ich nicht wie man mir von der Rentenkasse mitgeteilt hatte im Dispositionsrecht war, konnte ich die Eu-Rente zurückziehen und habe weiter bis 29.03.2012 meine Krankengeld bezogen. Bin ab 30.03.2012 ausgesteuert. Habe mich am 30.03.2012 auf dem Arbeitsamt gemeldet. Mein Problem ist, das ich zum 30.01.2012 einen Unfall hatte mit verdrehtem Oberschenkelbruch, Weichteilschäden und Abriss eines Muskels. Die Sozialberaterin zur Anschlußheilbehandlung hat mit mir einen Erweiterungsantrag auf meine Behinderung von 30 % gestellt, welcher nicht bearbeitet ist. Die Ärztin hat mich unter 3 Stunden arbeitsfähig ausgeschrieben - im Abschlußbericht. Die erste Beratung auf den Arbeitsamt ging so weit das ich gar kein Anrecht auf Arbeitslosigkeit haben könnte, obwohl ich bis 29.03.2012 Arbeitslosenversicherung gezahlt habe, sie hat mir noch Mitgeteilt (ist sie dazu verpflichtet) das ALG II beantragen kann. Sie hat mir dann alle Vordrucke ausgedruckt die ich für ALG I benötige, wenn ich bereit bin EU-Rente zu beantragen. Mein Termin zur Abgabe der Unterlagen ist der 17.04.2012. Vom Arzt bin ich erst mal bis 30.03-2012 Krank geschrieben, auf Krankenschein, den will ich beim Arbeitsamt mit abgeben. Bei der AOK bin Ich ausgesteuert, weil das ein Hinzutritt einer Krankheit ist. Nun habe ich bedenken das man mir wieder eine Teil -EU-Rente anbietet, meine Änderung der Behinderung nur auf 40 % erhöht wird oder gar nicht. habe ich da Anspruch auf ALG I, weil ich vielleicht noch leichte Telefontätigkeit ausüben kann. (wie mir auch mal gesagt wurde) Ich möchte nicht in Frührente mit Abzügen gehen. (Alterarmut) Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir mit einem Rat zur Seite stehen könnten. Mit freudlichem Gruss

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