Wie muss Vermieter Kaution anlegen?

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4 Antworten

Sicher gegen Verlust und trotzdem angemessen verzinst. Vor allem aber vom eigenen Vermögen getrennt!

Das üblichste dürfte das Kautionssparbuch (Kautionskonto) sein, was wegen der gesetzlichen Kündigung schlecht verzinst ist.

Daher sollte es am besten so sein, das der Mieter anlegt und dem Vermieter abtritt. So hat man eine Chance auf bessere Verzinsung.

Eine Anlage in Papiere mit Kursrisiko scheidet im gegenseitigen Interesse wohl aus.

Der § 551 Abs. 3, Satz 1-3 BGB regelt alles Wesentliche für Wohnmietverhältnisse:

Der Vermieter hat eine ihm als Sicherheit überlassene Geldsumme bei einem Kreditinstitut zu dem für Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist üblichen Zinssatz anzulegen. Die Vertragsparteien können eine andere Anlageform vereinbaren. In beiden Fällen muss die Anlage vom Vermögen des Vermieters getrennt erfolgen und stehen die Erträge dem Mieter zu. Sie erhöhen die Sicherheit.

Im 4. Absatz heißt es ferner Eine zum Nachteil des Mieters abweichende Vereinbarung ist unwirksam.

Wer die Kaution nicht von seinem Vermögen getrennt aufbewahrt, bekommt lt. BGH im Insolvenzfall noch ein Betrugsverfahren nach § 263 StGB angehängt. Damit ist sein Giro- oder Wertpapierkonto nicht der richtige Aufbewahrungsort.

Der Vermieter hat auch kein autonomes Wahlrecht bei der Anlageform, sondern kann eine Abweichung vom Sparbuch nur mit Einverständnis des Mieters wählen ("§ 551, Abs. 3, Satz 2, BGB).

Bei mir ist das schon länger her, aber ich ich zuletzt zur Miete gewohnt habe, hat der Vermieter die Kaution auf einem normalen Sparbuch angelegt, an das nur er rankonnte.

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