Wie mit dem Gläubiger verhandeln dass mir ein Teil Zinsen erlassen werden?

1 Antwort

Wenn bereits Zinsen in so großer Höhe aufgelaufen sind muß die Forderung schon recht alt sein. Bisher hast Du anscheinend darauf nur wenig bezahlt. Die Bereitschaft des Gläubigers, Dir entgegen zu kommen, dürfte daher auch nicht sehr groß sein. Ob man da überhaupt noch Verhandlungsbereitschaft vorfinden kann, erscheint mir eher zweifelhaft.

Wenn hier überhaupt noch was ziehen könnte, wäre das ein Angebot auf Zahlung eines nicht unerheblichen Teils der Forderung. Ich würde an Deiner Stelle ein höflich formuliertes Schreiben aufsetzen, in dem Du Betrag X als Angebot machst. Du solltest allerdings nicht den Fehler machen zu schreiben, dass Du über diesen Betrag schon verfügst, sondern ankündigen, dass Du Dir den bei Verwandten leihen könntest. Ich hoffe für Dich, dass Du entsprechende Möglichkeiten hast, denn ohne ein solches Angebot wird der Gläubiger die Dinge vermutlich einfach weiter laufen lassen.

Mach ja nicht den Fehler, Dinge zu versprechen die Du nicht einhalten könntest. Du weißt ja: "Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht".

Ja, richtig es gab im Vorfeld einigen Ärger mit dem Gläubiger. Die Ursprungsforderung stammt aus 1999 allerdings ging die damalige Firma in Insolvenz und es gab eine neue Firmierung mit anderm Namen, anderen Geschäftsführern usw. Wir waren der Meinung dass die "neue" Firma nicht im Namen der alten Firma noch die Forderungen einklagen darf. Das Gericht hat es anders entschieden. Ob nun die Forderung inkl. der Zinsen vom Gericht als Rechtens anerkannt wurde, weiss ich ehrlich gesagt nicht so genau. Wie könne wir das im nachhinein herausbekommen? Das ganze läuft über ein Inkasso und über den Titel haben wir damals nur eine ganz schlechte Kopie erhalten. Ein Original liegt uns nicht mehr vor.

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@Minimilk

Ob nun die Forderung inkl. der Zinsen vom Gericht als Rechtens anerkannt wurde, weiss ich ehrlich gesagt nicht so genau.

Üblich ist doch, dass im Urteil der Zinsanspruch nur dem Grunde nach benannt wird (z.B. 5% Zinsen p.a. über dem Basiszins...oder zzgl. 12% Zinsen pro Jahr ab dem.....). Da muß man dann selber nachrechnen. Zinsrechner gibts im Internet. Aber wenn ich höre, dass da 15 Jahre zu verzinsen sind, erscheint mir das schon der Höhe nach irgendwie plausibel. Eine Urteilsabschrift kannst Du Dir im übrigen doch beim Amtsgericht bestellen.

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Lohnpfändung bezahlt, aber noch nicht erledigt?

Hallo zusammen, eine Freundin hat im Jahr 1982 im Alter von 18 Jahren ein Darlehen in Höhe von 5000 DM aufgenommen, um ihrer Mutter aus einem finanziellen Engpass zu helfen. Die Darlehensraten wurden von ihrer Mutter bezahlt. Sie hat nie mehr etwas davon gehört.

Im Februar 2016(!) wurde ihrem Arbeitgeber dann von einer Hoist GmbH aus Duisburg eine unerwartete Gehaltspfändung in Höhe von 1580 Euro (Hauptforderung 1530 Euro) zugestellt. Der Arbeitgeber hat daraufhin eine Rate in Höhe von 280 Euro auf das angegebene Konto der Hoist GmbH überwiesen.

Sie hat daraufhin einen Rechtsanwalt eingeschaltet. Dieser sagte, sie könne nichts gegen die Forderung machen und ihr empfohlen, die Restsumme in Höhe von ca. 1300 Euro zu bezahlen, wenn sie die Sache aus der Welt schaffen wolle. Das hat sie dann auch mit Überweisung auf das Gläubigerkonto unter Angabe des Aktenzeichens gemacht. Die Überweisung wurde ihrem Arbeitgeber mitgeteilt und beide waren der Meinung, die Sache sei damit erledigt.

Nun besteht die Hoist GmbH aber unerwartet weiterhin auf die Zahlung der gesamten Gehaltspfändung durch den ARBEITGEBER. Es soll also quasi doppelt bezahlt werden.Es wurde auf Nachfrage eine Forderungsaufstellung zugesandt in Höhe von 6800 Euro (Hauptforderung in Höhe von 1530 zuzüglich Zinsen und Gebühren seit 1982). Die bisher geleistete Eigenzahlung wurde darin verbucht unter: "Zahlung: Verrechnung nach VerbrKrG").

Soweit ich das erkennen kann, wird die Eigenzahlung aber nicht auf die Gehaltspfändung angerechnet. Hierzu stelle ich mir folgende Fragen:

  1. Ist der Arbeitgeber verpflichtet, weiter zu zahlen? (Personalbüro sagt ja)
  2. Wann verjähren die seit 1982 angefallenen Zinsen?
  3. Wie ist es möglich, dass es nach über 30 Jahren ohne etwas zu hören zu einer Gehaltspfändung kommt.
  4. Ist der der Pfändung zugrunde liegende Vollstreckungsbescheid rechtskräftig, wenn er (vermutlich wegen Wohnungswechsels) niemals erhalten wurde?

Viele Grüße und vorab vielen Dank! Markus

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Gute Strategie zum Eigenkapitalaufbau vor dem Hauskauf

Hallo, wir planen den Hauskauf in ca. fünf Jahren und suchen nach einer guten Strategie, unseren EK-Polster aufzubauen. Da wir nun beide Vollzeit tätig sind, können wir einen Betrag von durchschnittlich 500 Euro pro Monat zurücklegen. Durchschnittlich bedeutet in unserem Fall, die ersten Jahre 1000 Euro im Monat, die letzten nahe Null wg. dem zweiten Kind. Zu unserer Situation: 2 Verdiener, 1 Kind (3,5 Jahre). Bisher EK 30.000 Euro. Kaufpreis in 5 Jahren max. 300.000 Euro. Die Banken schlagen uns einen Wohnriester-Bausparvertrag vor. Ich habe Bedenken wg. der kurzen Zeit. In fünf Jahren ist kein BSV zuteilungsreif. Eine Zwischenfinanzierung ist unheimlich teuer. Die günstigen Zinsen (4% eff.) möchte ich auch nicht entgehen lassen, außerdem stehen uns zur Zeit jährlich knapp 500 Euro Riesterzulagen zu, mit dem zweiten Kind dann 800 Euro. Ich habe schon überlegt, den Betrag zu splitten und einen kleineren Wohnriester-BSV abzuschliessen um die Prämien zu sichern (180 Euro/mon.) und den Rest anderswo anzulegen. Aber wo für so eine kurze Zeit und 100%-ig sicher? Oder doch lieber den Rest in einen BSV zu stecken um die Zinsen zu sichern (Bausparsumme von 70.000 Euro (Vorschlag der Bank)). Vielen Dank. Gruß aus dem Norden, Tatjana

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Anerkenntnis einer Klage – In welcher Form? Und: Ratenzahlung möglich?

Hallo liebe Community,

folgender Sachverhalt:

Der Schuldner bekommt eine Klage vom Amtsgericht zugestellt. Der Gläubiger hat diese logischerweise dort eingereicht. Es handelt sich um einen Streitbetrag von ca. 1000,00 Euro. Der Schuldner möchte diesen Betrag anerkennen, da es eh keine Aussicht auf Erfolg im Rahmen einer Klageerwiderung gäbe.

Der Schuldner hat leider nicht die finanziellen Möglichkeiten sich einen Rechtsanwalt zu nehmen, um ein Klageanerkenntnis formulieren zu lassen. Er muss dies also selbst tun.

1. Frage: Wie setzt man dieses Anerkenntnis rechtskonform auf? Ein Mustertext wäre klasse!

2. Frage: Kann man in das Anerkenntnis den Zusatz einbinden, dass man den Betrag zwar anerkennt, ihn aber nur in Raten abzahlen kann? Hat das Erfolgschancen?

Ich danke euch schon jetzt für eure Hilfe!!!

Viele Grüße

Musswaswissen

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Hallo. Meine Mutter hat meinem EX-Schwager 30.000,00 Euro geliehen (Hypothek aufs Haus)

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich weiß nicht mehr, wie ich im folgendem Fall weiter verfahren soll. Meine Mutter hat vor etwas längerer Zeit meinem Ex-Schwager 30000,00 Euro geliehen. Dies geschah ohne unser (Kinder) wissen bei der Sparkasse in unserem Kreis. Da mein Vater unter MS leidet und schon fast 40 Jahre nicht mehr arbeiten kann, bekommt meine Mutter nur das Krankengeld (Pflegestufe 3). Weil meine Mutter kein Einkommen hat, wurde das Haus mit einer Hypothek mit der o. g. Summe belastet. Als ich es nach mehren Jahren dann erfahren habe, konnten wir uns mit der Bank in sofern einigen, dass uns die Sparkasse die angesammelten Zinsen erlassen hat. Kann ich gegen die Sparkasse noch was machen? Weil meine Mutter ja kein eigentliches Einkommen hat. Kann ich meinen EX-Schwager noch belangen? Weil er das Geld nicht mehr zurückbezahlen möchte. Vielen, vielen Dank!!! MfG Richard

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Mahnung von Inkassobüro

Hallo,

folgendes Problem: vor zwei Jahren, ich war jung und einsam, ging ich auf ein Probe-Abo in einem Datingportal ein. Die Vertragsbedingungen kenne ich heute nicht mehr, da ich den Schriftverkehr entweder nicht aufgehoben, oder was noch wahrscheinlicher ist, es gar keinen Schriftverkehr gab. Bei dem besagten Portal handelt es sich letztlich eine Fake-Website mit massenhaft Falschanzeigen einschließlich Spam-Mails, weshalb ich sie auch bald nicht mehr nutzte und dabei das Abo aus den Augen verlor.

Das Abo wurde nach der Testphase weitergeführt und drei Monate lang Nutzungsgebühren von meinem Konto abgebucht. Als ich dies gerade noch rechtzeitig bemerkte, veranlasste ich für die letzten beiden Monate Rückbuchungen.

Im Abstand von jeweils 14 Tagen erhielt ich zwei bis drei Mahnungen einer Hamburger Kanzlei (Briefkastenfirma), den offenen Betrag zu begleichen. Daraufhin kündigte ich mein Abo, was mir mit einer knappen E-Mail bestätigt wurde, mein Account war zu diesem Zeitpunkt jedoch ohnehin schon gesperrt. Die Mahnungen ignorierte ich und erhielt erst ein Jahr später eine weiter von derselben Kanzlei.

Heute, wieder ein Jahr darauf erhielt ich eine Mahnung der Diagonal Inkasso GmbH mit der Drohung dass auf dem Portal hinterlegte Fotos und Chatprotokolle gerichtlich gegen mich verwendet werden könnten, ich möge zahlen, denn sonst erhöhe sich der Betrag noch weiter etc. Der Bausteintext entspricht ziemlich genau den vorangegangenen Mahnungen der Kanzlei, und wieder ohne Vollmacht.

Die Forderung setzte sich wie folgt zusammen:

Hauptforderung: 59,80 Euro Zinsen: 6,52 Euro Gläubigerkosten: 15,32 Euro - zu hoch(?) Inkassokosten: 32,00 Euro - viel zu hoch(?) Auslagenpauschale: 21,00 Euro - viel zu hoch(?), soviele Mahnungen gab es nicht verauslagte Kosten: 0,00 Euro abzgl. geleisteter Zahlungen: 0,00 Euro

Ich überlege ernsthaft die Hauptfoderung zzgl. Verzugszinsen zu begleich, wenn ich schon so dumm war, um in eine Abofalle zu gehen. Die wüde ich allerdings nur direkt an den Gläubiger überweisen, das Inkassobüro und seine Gebühren jedoch außenvor lassen. Ewige Ruhe erreiche ich damit wohl aber nicht, das Inkassobüro würde mich wohl alljährlich weiter nerven.

Welche Vorgehensweise würdet Ihr mir empfehlen?

P.S.: Ich weiß, dass ich der Verursacher dieses Ärgers bin, aber ich fühle mich gegenüber Massen-Inkassos, Vertragsanwälten und Betrüger-Website-Betreibern alles andere als moralisch verpflichtet und ich danke, dass ist die einzig gesunde Einstellung, die man zu solchen Unternehmen haben kann.

Herzliche Grüße M.M.

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Günstige Hypothekenzinsen für Aktienkauf nutzen und so fürs Alter vorsorgen?

Hallo, ich habe eine Wohnung in München und die ist abgezahlt und ca. 500000 wert. Ich habe diese geerbt und bewohne diese selber. Leider habe ich sonst kein Vermögen.

Allerdings heißt es, dass man jetzt wieder Aktien kaufen soll und als halber Franzose gefallen wir insbesondere die Aktien von GDF Suez sehr gut. Diese kosten etwas über 16 Euro und zahlen 1,50 Euro. Die Rückforderung der Quellensteuer ist für mich weniger das Problem, also hätte ich fast 7% Nettodividende. Ich würde daher die günstigen Zinsen nutzen und eine Hypothek in Höhe von 30000 Euro aufnehmen um 2000 GDF-Aktien zu kaufen. Mein Plan ist es diese Hypotheken durch die Dividende zu tilgen und am Ende als Altersvorsorge Aktien zu haben, deren Dividenden ich dann später zum Kauf anderer Dividendenwerte nutzen könnte.

Eigentlich kann ja nicht viel schief gehen, denn selbst wenn GDF die Dividende um 2/3 auf 50 Cent kürzt, wäre das ausreichend für die Hypothekenzinsen und ich kann ja auch den Teil, den ich vom Einkommen (monatlich 1000 Euro) spare zur Tilgung verwenden.

Was haltet ihr von dieser Anlagestrategie? Sollte ich es besser lassen oder sollte ich neben 1000 GDF auch 1000 Statoil oder 600 Shell kaufen, welche auch recht hohe und todsichere Dividenden bezahlen, mit denen ich die Hypothek abzahlen könnte? France Telecom zahlt auch fast 10% Dividende, allerdings ist die Gefahr einer Streichung hier zu hoch.

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