Wie mache ich vorgewerblich privat angefallene Kosten für den Warenerwerb steuerlich für mein Unternehmen geltend?

2 Antworten

Der Besuch bei einem Kollegen von mir ist wichtig, aber ich versuche mal etwas Ordnung in Deine Gedanken zu bringen.

Kommt eine Teilwertabschreibung in Frage?

Nein, denn dazu müssten sie imBetriebsvermögen sein, erst dann kann man abschreiben.

Wäre ein realistischer Teilwert denn der Verkaufspreis, mit dem ich die Waren jetzt anbieten werde?

Der realistische Wert für die Bewertung von Waren, die vor dem Plan zur Eröffnung erworben wurden, ist der Wert zu dem Du es einkaufen würdest. Das gilt für alles, was Du früher für Deine Kinder erworben hast. Wenn eine Jeans im Verkauf 59,50 Euro bringen würde (reines Beispiel), so ist der Nettoverkaufspreis ja 50,- Euro (wegen der enthaltenen Umsatzsteuer) udn hiervon Musst Du Deine Vertriebs- und Verwaltungskosten, sowie eine Gewinnmarge abziehen.Also würdest Du das von einem fremden z. B. für 30,- Euro kaufen. Das ist dann der richtige Wert.

Was Du vor Eröffnung schon für die Eröffnung kaufst ist zum Einkaufspreis zu bewerten.

 (z.B. einfach zu zählen 50 Röcke à 15€, 100 Kleider à 20€ o.ä.)

So eine Gruppenbewertung ist zulässig.

Ich habe jetzt gelesen dass man für Waren die man aus dem Privatvermögen der betrieblichen Nutzung zugänglich macht nicht die Differenzbesteuerung anwenden darf. Stimmt das?

Ja, denn sie müssen von Privat, oder von einem Kleinunternehmer gekauft worden sein. Nicht aus dem Privatvermögen eingelegt. Steht so im Gesetz § 25 a UStG.

Welche Dokumentationsanforderungen ergeben sich hier durch die Differenzbesteuerung nach § 25a Abs. 1 UStG?

Steht auch in § 25 a UStG, Absatz 6 letzter SAtz:

Wendet der Wiederverkäufer neben der Differenzbesteuerung die Besteuerung nach den allgemeinen Vorschriften an, hat er getrennte Aufzeichnungen zu führen.
Woher ich das weiß: Berufserfahrung

Richtig.

Ich will nur hierzu noch etwas beitragen:

Ich habe sowohl die getragene, i.d.R. vor mehr als drei Jahren neu gekaufte Kleidung meiner eigenen Kinder, die ich verkaufen möchte

Variante a)
Diese Teile fallen nicht unter die gewerbliche Tätigkeit und auch nicht in die unternehmerische Sphäre. Sie werden von privat verkauft. Fertig.

Variante b)
Wenn man sie dennoch einlegt in den Betrieb, dann zum Teilwert. Der ist der Verkaufswert, so dass hier kein Gewinn entsteht. Wegen der Differenzbesteuerung also auch keine Umsatzsteuer.

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Wir sollen also jetzt die Arbeit des Steuerberaters erledigen...

Wozu man erst mal in der Lage sein sollte - darum nur mal eine Laberei.

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@cats123

Ich bin dazu in der Lage. Aber ich kommentiere bei wfwbinder.

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Belegschaftsaktien in der Schweiz

Hallo,

Sachen gibt es! Jemand hat seit 19... einen - in Deutschland nach den Regeln - pauschal versteuerten Belegschaftsaktiensparplan, der in der Schweiz geführt wird. Vermutlich dieser jemand und tausend andere Mitarbeiter. Es geht um kein Kleinunternehmen, das seinen Stammsitz in der Schweiz hat.

Nun sind es im Laufe der Jahre einige Anteile geworden. Von der auch nicht vernachlässigbaren Ausschüttung werden in der Schweiz 35 % abgeführt und der Rest wird in neue Anteile investiert.

Seit dem 1.1.2009 sind es zwei Depots. Der Altbestand ist also getrennt. Der Belegschaftsaktionär hat bisher den Fall als mit der schweizer Steuer abgegolten betrachtet und noch nie Anteile verkauft.

Sparerfreibetrag ausgeschöpft.

Es ergeben sich ein paar Fragen:

  1. Der Belegschaftsaktionär zahlt zu viel Steuer. Wenn er wollte, könnte er sich die Differenz zur deutschen Besteuerung zurück holen (?) Das Verfahren wird aber das selbe sein, das ich damals für ein Konto in der Schweiz hatte. Also relativ "formularreich". Er gab laufende Steuererklärungen ab. Für welche Jahre könnte er sich die Steuer wenn er die Einkünfte erklärt und das der Schweizer Steuerbehörde mitteilt erhalten?

  2. Ist er mit der schweizer Abgeltungssteuer nur der Dumme oder hätte er die Einkünfte erklären müssen? Liegt also ein Steuerdelikt vor.

  3. Ich gehe davon aus, dass die vor dem 1.1.2009 gekauften Anteile nicht der Abgeltungssteuer unterliegen. Die Ausschüttungen kamen bei den neuen Anteilen dazu. Für die nach dem 31.12.2008 gekauften Anteile (sind auch einige) und die aus den Ausschüttungen gekauften Anteile muss er aber (first-in-first-out) den Wertzuwachs als abgeltungssteuerpflichtigen Ertrag erklären, oder? Gibt es Probleme mit vor dem Stichtag gekauften Anteilen, von denen der Fiskus von seiner Seite noch nie etwas gehört hat?

Sollte er die Einkünfte nachträglich bis in das Jahr 2008 nacherklären, damit der Fiskus alles weiss und er sich die Steuer vom schweizer Fiskus zurück holen kann?

Was würdet ihr an seiner Stelle machen??? Die jedes Jahr abgeführte Steuer beträgt um die 500 €. Ihm ist das für 130 € zu viel Aufwand, wenn es keine anderen Vorteile hat.

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