Wie lasse ich die vom Vater für mich abgeschlossene Lebensversicherung an mich auszahlen?

5 Antworten

Die Auszahlung auf dein Konto kann, ebenso wie eine spätere Überweisung vom Konto deines Vaters auf deines, eine Schenkung darstellen. Sofern es in den letzten 10 Jahren keine Schenkungen deines Vaters gab, die zusammen mit der jetzigen den Freibetrag (400.000.- Euro) übersteigen, fällt auch keine Schenkungssteuer an.

Die Lebensversicherung (vermutlich eine Kapitallebensversicherung) würde ja bei einem Tod kurz vor Vertragsende quasi die Ablaufleistung bereits erreicht haben. Der Auszahlungsbetrag wäre also nur geringfügig abweichend.

Der Freibetrag für Erbschaften/Schenkungen an Kinder beträgt 400.000,-€.

Innerhalb von 10 Jahren.

Über das Thema “In-sich-Geschäft“ hat sich der Makler wohl keine Gedanken gemacht. Eigentlich kannst Du als Bevollmächtigte Deines Vaters nichts rechtswirksam unterschreiben, was Dir selbst zugute kommt. 

O.k., wenn es keiner merkt...

Die Mehrzahl aller Vollmachten (von Bankvollmachten bis hin zu notariell beurkundeten Vollmachten) beinhaltet die Befreiung von § 181 BGB, also die Zulässigkeit des In-sich-Geschäfts durch den Bevollmächtigten. Von daher kommt es auf die genaue Ausgestaltung der hier vorliegenden Vollmacht an.

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@Bankrevisor

Ja, gut. 

Ich bin vertraut mit dem Betreuungsrecht, wo alles immer sehr streng gesehen wird.

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Hallo, zu der letzten Frage wäre wichtig, wer der Bezugsberechtigte für den Todesfall ist. Das kann der Vater sein, muss aber nicht.

Einkommensteuer fällt bei einer Auszahlung einer solch alten Lebensversicherung weder beim VN noch beim ggf.abweichend Bezugsberechtigten an (wenns eine LV mit laufender Beitragszahlung war).. Schenkungssteuer im Prinzip schon, darüber wurde schon genug geschrieben.

Viel Glück

Barmer

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