Wie lange sollte man Steuerbelege aufheben?

3 Antworten

Da muß man die Gegenfrage stellen: Um was geht es und, wer bist Du? Ein Rentner ohne Nebeneinkünfte aller Art braucht nichts aufzubewahren. Hat er aber ein Mietobjekt, müssen Handwerkerrechnungen 2 Jahre aufbewahrt werden. Betreibt er gar nebenher einen Kiosk, erhöhen sich die Aufbewahrungsfristen für dabei anfallende Belege auf -mindestens- 10 Jahre:

http://de.wikipedia.org/wiki/Aufbewahrungsfrist

Und wenn Du nach "vernünftig" fragst: Ich habe es erlebt, dass Dinge noch nach mehreren Jahrzehnten gebraucht werden und werfe nur Unterlagen weg von denen ich mir absolut sicher bin, dass sie nie mehr Relevanz haben werden.

13 Jahre. Das sind die 10 Jahre, die auch noch ein Finanzamt etwas von Dir wollen könnte, plus Verjährungsfrist von drei Jahren. Damit bist Du auf der sicheren Seite für die meisten steuerlichen Unterlagen. Das gilt für Privatpersonen und Freiberufler/Gewerbetreibende.

Dokumente zu Immobilien solltest Du niemals wegwerfen.

Dokumente zu Kapitalanlagen, die Du noch hältst, solltest Du für die Haltedauer aufbewahren, mind jedoch die üblichen 10 Jahre.

Ein Muss für Unternehmer: 10 Jahre

Ein Muss für Privatleute: 2 Jahre für Rechnungen aus haushaltsnahen Dienst- oder Handwerkerleistungen oder Handwerkerleistungen am Gebäude oder Grundstück oder bei hohen Einkünften 5 Jahre

Vernünftig ist: auch länger, um selber Vergleiche anzustellen oder bei Kapitaleinkünften aus thesaurierenden Fonds sich selber und den Erben den Steuerabzug zu reduzieren.

Details auch in meiner Antwort unter: http://www.finanzfrage.net/frage/welche-aufbewahrungsfrist-gilt-bei-privatleuten-und-deren-steuerbescheide

Übrigens alle Fristen gelten nicht ab Belegdatum, sondern ab Jahresende des Belegjahres!

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