Wie lange muss ich mit meinem Lebenspartner verheiratet sein, um spätere Witwenpension (Beamter) zu erhalten? Ist es besser vor seiner Pension zu heiraten?

2 Antworten

Hallo, hier noch ein wichtiger Link:

https://beamten-infoportal.de/magazin/news/witwenrente-bei-den-beamten-hier-gelten-eigene-regeln/

Auszug daraus:

... Des Weiteren gilt, dass wenn der Verstorbene zur Zeit der Eheschließung das Alter von 65, beziehungsweise 67, erreicht hat und im Ruhestand ist, keinerlei Anspruch auf Witwengeld besteht. Dieser Sonderfall findet jedoch Entsprechung im Beamtenversorgungsgesetz. Denn dann besteht nämlich die Möglichkeit einen Unterhaltsbetrag beziehen zu können.

Kein Witwengeld, dafür Unterhalt

In den meisten Fällen unterscheiden sich Witwengeld und Unterhalt in der Höhe nicht. Allerdings sind die Anrechnungsregeln für den Unterhalt deutlich strikter. Vor allem bei der Anrechnung von Renten, Abfindungen oder Einkommen, wird streng kontrolliert. Unterhalt kann erst bezogen werden, wenn die Ehe länger als zwei Jahre gehalten hat. Auch beim Unterhalt spielt der Altersunterschied zwischen den Ehepartnern wieder eine Rolle. Ist die Witwe beispielsweise unter 35 oder der verheiratete Mann über 80, wird kein Unterhalt gezahlt.

Wenn ein Beamter stirbt, bekommt die Ehegattin Witwengeld. Allerdings gilt das normalerweise nur, wenn die beiden zuvor mindestens ein Jahr verheiratet waren. Es gibt aber Ausnahmen: Wenn es sich nicht um eine "Versorgungsehe" gehandelt habe, könne das staatliche Witwengeld auch bei kürzerer Ehedauer gezahlt werden, so das Oberverwaltungsgerichts Koblenz (Az.: 2 A 11261/12.OVG).

Von einer Versorgungsehe wird laut Gesetz generell ausgegangen, wenn zwischen dem Tod des Partners und dem Termin beim Standesamt noch kein Jahr vergangen ist. Dabei wird unterstellt, dass die Ehe nur geschlossen wurde, um die Hinterbliebenenversorgung zu sichern. Der Vorwurf lässt sich aber entkräften, etwa dann, wenn der Tod plötzlich und unvorhersehbar eingetreten ist oder wenn das Paar bei der Hochzeit noch keine Kenntnis von der tödlich verlaufenden Krankheit hat.

Die Ein-Jahresregelung gilt übrigens nicht nur für Beamte, sondern auch für die Witwenrente in der gesetzlichen Rentenversicherung. Die volle Witwenrente wird bei Ehen, die seit 2002 geschlossen wurden, allerdings nur zwei Jahre lang gezahlt. Die unbegrenzte "große Witwenrente" gibt es aber nur, wenn der verstorbene Ehepartner mindestens fünf Jahre lang in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt hat und weitere Bedingungen erfüllt sind.

herzlichen Dank für deine Info...es war sehr hilfreich..alles Gute....liebe Grüsse

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