Wie lange muss ich auf den Einkommenssteuerbescheid 2016 warten? Kann ich mich diesbez. beschweren and wenn ja, wie und wo?

2 Antworten

Wann wurde denn die Erklärung eingereicht und war diese auch vollständig? Gab es nachfragen? Ein paar Detailangaben mehr können bei der Antwort helfen.

Es gibt keine gesetzlich normierte Bearbeitungszeit, insofern hilft erstmal nur warten. Klar kann man auch nachfragen, ich bezweifle aber, dass das Verfahren dadurch beschleunigt wird.

Vielen Dank. Ich habe die erste Mitteilung kommentiert. Dieser gilt auch fuer Ihre Mitteilung.

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Die Bearbeitungszeit für Steuererklärungen beträgt 4 bis 12 Wochen, je nach Bundesland/Bezirk.

https://www.deutsche-handwerks-zeitung.de/tempocheck-2016-das-sind-die-schnellsten-finanzaemter/150/3098/329940

Es kommt u.a. auch auf folgende Umstände an: 

- Art der Erklärung (authentifiziert, nicht authentifiziert, amtlicher Vordruck)

- Umfang der Erklärung(en); ESt, EÜR/Bilanz; USt, GewSt

- Abgabezeitpunkt

- Sonstige (Urlaub, Krankheit, Unterbesetzung etc.)


Anrufe verlangsamen/hindern Arbeitsabläufe im zuständigen Veranlagungsbezirk. Eine Anfrage per Mail geht/Post/Fax weniger.

Eine "Beschwerde" kann man mit dem Untätigkeitseinspruch einlegen (idR nach 6 Monaten), § 347 Abs. 1 S.2 AO.

Danach wäre noch eine Untätigkeitsklage möglich, § 46 Abs. 1 S.2 FGO.


Ohne wichtigen Grund wie etwa drohende Verjährung, Nachzahlungszinsen o.ä. sollte man aber generell von derartigen Mitteln absehen.

Vielen Dank. EST Erklaerung Ende Mai abgegeben, Mitte August angeforderte Belege Anfang September zugeschickt, die ich dann mit dem freundlichen Hinweis von weiteren Anfragen abzusehen, am 5. November zurueck bekommen habe . Mir draengt sich der Verdacht auf, das von Steuerberatern eingereichte Erklaerungen bevorzugt behandelt warden (bei mir 2 Monate), da auch meine Steuernummer nach Abgabe der Erklaerung geaendert wurde. 

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@wopiwo

Erfahrungsgemäß geht es nach Rückgabe der Belege nicht mehr lange (ca. 2 Wochen, BW) bis der Bescheid eintrifft.

Die Bearbeitungszeit Ende Mai (gehen sehr viele Erklärungen ein wegen Fristablauf) bis Mitte August halte ich für normal, dann erneut von Anfang September bis Anfang November ist auch noch nicht aus der Welt. Insgesamt also nicht gerade schnell, aber noch wie ich finde OK. Kommt aber auch immer ein wenig auf das Bundesland an.

Die Einschätzung, dass Steuerberater bevorzugt behandelt wird, kann ich persönlich nicht bejahen. Eigene Erklärung mache ich selbst, Erklärung meiner Mutter mache der StB. Bearbeitungszeiten bislang kein nennenswerter Unterschied.

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@wopiwo

..., da auch meine Steuernummer nach Abgabe der Erklärung geändert wurde.

Das kann mehrere Gründe haben: Z.B. Einzelveranlagung, Aufnahme/Aufgabe einer gewerblichen/freiberuflichen Tätigkeit etc.

Erfahrungsgemäß lange dauern auch Wohnsitz- bzw. Zuständigkeitswechsel, da hier die Akten von einem Amt zum nächsten übergehen und neu eingepflegt werden und erst dann zur Bearbeitung "freigegeben" werden.

Wie @Bankrevisor bereits richtig erwähnt hat, dauert es erfahrungsgemäß vom Zeitpunkt der Belegrückgabe bis zum Erhalt des Steuerbescheids nicht lange.

Wenn der Sachbearbeiter die Erklärung(en) fertig bearbeitet hat, dann durchlaufen die Daten zunächst die Proberechnung des Finanzamt-Servers. Danach erfolgt eine Weiterleitung und erneute Prüfung bei den jeweiligen Zentralservern des Bundeslandes. Diese ist etwas aufwendiger.

Steuerbescheide werden regelmäßig nicht vom Finanzamt, sondern über einen Zentralversand zur Post aufgegeben, wenn keine Fehler bei der Proberechnung aufgetreten sind (und diese vom Sachbearbeiter nochmals nachbearbeitet werden müssen).

Dieser Ablauf dauert ca. 1-2 zusätzliche Wochen, nachdem der Sachbearbeiter/das Finanzamt die Belege zurückschickt.

Das Datum der Proberechnung (Rechentermin) ist auf dem Bescheid unten rechts aufgedruckt ("RT"). Dies ist insbesondere wichtig für die Berücksichtigung von Zahlungen.

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