wie lange habe ich Zeit, eine Rechnung zu stellen im B2B-Umfeld und EU?

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ja, hier gibt es Fristen. Wenn EU-Ausland, dann ist die Rechnung am 15. des Folgemonats zu stellen, wenn die Lieferung erfolgte bzw. die Leistung erbracht ist.

Die entsprechende EU-Richtlinie, die hier umgesetzt wurde, ist die RL 2010/45

Hier ein Text dazu mit Beispiel: http://www.buchhaltung-verstehen.de/buchhaltung/keine-zeit-verlieren-wenn-es-darum-geht-unternehmer-rechnungen-ins-ausland-zu-stellen-steueraenderung-eu-richtlinie-rl-201045/

guter Link. Da steht ja alles drin.

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Wenn die Leistung erbracht ist, hast du Anspruch auf Vergütung. Das ergibt sich aus dem BGB, aber auch aus den allgemein geschäftsgebrauch. Also, wenn der Kunde abgenommen hat ins Büro und die Rechnung schreiben. Wird die Leistung elektronisch ins Ausland übermittelt, Mail mit Rechnung gleich hinterher.

Darf Handwerker über 1 Jahr später MwSt. in Rechnung stellen (aus Angst vor dem Finanzamt)?

Hallo zusammen!

Ich habe vor über einem Jahr meine Hausfassade sanieren lassen. Mit der Firma war ein Pauschalfestpreis i.H.v. 10.000 € vereinbart. Diese 10.000 € habe ich nach Fertigstellung der Leistung bei Abnahme bar gegen Quittung bezahlt, da Barzahlung vereinbart war. Das ist 15 Monate her.

Da ich eine Einliegerwohnung in meinem Zweifamilienhaus vermiete, wollte ich die Kosten bei der Steuererklärung absetzen und habe sie entsprechend angegeben. Als Beleg habe ich erst einmal die Quittung (ohne Ausweis der MwSt.) beigefügt.

Nach ein paar Wochen rief mich die Firma an und sagte, dass sich das Finanzamt im Rahmen einer Überprüfung bei ihnen gemeldet und nach der Rechnung für die von mir angegebenen Leistungen gefragt hat. Die Firma behauptete, dass wir seinerzeit angeblich doch "ohne Rechnung" vereinbart hätten und sie nun die Mehrwertsteuer von knapp 2.000 € bei mir nachfordern müsse.

Dem war aber nicht so. Auch wenn ich im Nachhinein betrachtet sicherlich etwas naiv war, so viel Geld nur über Quittung und ohne Ausweis der MwSt. und Material/Leistungen zu zahlen, war mir war nicht bewusst, dass die Firma das augenscheinlich an der Steuer vorbei machen wollte. Schließlich wollte ich die Kosten ja auch geltend machen.

Nun hat mir die Firma frech eine Rechnung (die 1. überhaupt) über 10.000 € netto + 1.900 € MwSt. geschickt, also über insgesamt 11.900 € brutto. 15 Monate nach Abnahme und Abrechnung. Darauf ist handschriftlich die in bar erhaltene Betrag vermerkt. Die Rechnung datiert auf heute.

Wie soll ich mich verhalten? Ist doch nicht meine Schuld, wenn die Firma Steuern hinterziehen will. Als Endverbraucher zahle ich doch immer brutto und nicht netto. Davon bin ich auch bei der Schlusszahlung vor 15 Monaten ausgegangen. Mach ich mich mitschuldig an der versuchten Steuerhinterziehung?

Vielen Dank für eure Antworten!

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