Wie lang muß man Arbeit einer fehlenden Kollegin mitmachen bis man Anspruch auf mehr Geld hat?

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9 Antworten

Meist wird es in den Firmen doch so geregelt, dass bei Ausfall eines Mitarbeiters Überstunden für die Kollegen anfallen, die entweder bezahlt oder mit Freizeit abgeglichen werden.

Denn so wie EB schon schreibt, wäre die Kollegin ja überflüssig, wenn andere Kollegen die Mehrarbeit in unveränderter Arbeitszeit erledigen könnten.

Da die schwangere Kollegin also 6 Wochen vor der Entbindung ausfällt und in dieser Zeit nicht ersetzt wird, bekommt Dein Partner doch eine Vergütung für die Mehrarbeit.

Also steht eigentlich die Frage nach vorübergehender Lohnerhöhung gar nicht an.

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In dem Betrieb, in dem ich vor Urzeit meine Ausbildung absolviert habe, wurde es in der Personalabteilung folgendermassen gehandhabt:

Besetzt mit 3 Personen, sobald eine Person krank war/nicht da war, haben die übrigen Personen Überstunden gemacht. Wohl bezahlt, nehme ich an.

Keinesfalls haben die 2 Personen die Arbeit für 3 Personen innerhalb der normalen Arbeitszeit "geschafft".

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manchmal werden solche Stellen gar nicht mehr nachbesetzt-schon mal darüber nachgedacht-der Chef ist nicht in der Pflicht, Stellen nachzubesetzen! Der Rest ist Verhandlungssache mit dem Chef, aber immer schön sachlich bleiben

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nö warum sollte er mehr Geld bekommen? Mit Sicherheit ist im Arbeitsvertrag geregelt das er auch andere Tätigkeiten übernehmen muß. Anders sieht es aus wenn er jetzt viele Überstunden machen müsste, da sollte er, wenn nichts geregelt, mit dem Arbeitgeber sprechen wie das laufen soll.

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Der Arbeitnehmer muß eine bestimmte Zahl von Arbeitsstunden erbringen, nicht mehr und nicht weniger. Davon, dass nun Überstunden zu leisten sind, wird aber nichts geschrieben. Dann hat er Pech gehabt. Hoffentlich macht es den Arbeitgeber nicht nachdenklich, dass ein Arbeitnehmer durchaus die Arbeit von zwei erbringen kann oder könnte, wenn er denn will. Das könnte gut dazu führen, dass einer von den beiden demnächst doppeltes Pensum hat und zwar dauerhaft.

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Kann er dafür vorübergehend mehr Geld verlangen?

das kommt auf seinen Vertrag, den Gesamtkontext, den individuellen Vereinbarungen, der tariflichen Zugehörigkeit, den Betriebsvereinbarungen etc. an.

Beispiele könnten sein:

  • Wenn er einen Vertrag hat, in dem steht, dass seine Überstunden abgegolten sind, dann nein. Das ist üblich bei Führungskräften.
  • Wenn im Betrieb vereinbart ist, das es Stundenkonten gibt, auf dem Überstunden auflaufen bis zur Höhe x, darüber bezahlt wird oder Überstunden abgebaut werden können, dann vielleicht
  • wenn es einen Tarifvertrag gibt, der eine Maximalzahl von Stunden zulässt und weiteres regelt, dann vielleicht
  • etc. etc.

Dein Mann sollte nach Regelungen suchen - oder wenn es keine gibt, dann eine individuelle Vereinbarung treffen. Wenn sein Ziel ist, mehr zu verdienen, dann sollte er eine Zahlung verhandeln. Wenn ihm Freizeitausgleich lieber ist, dann sollte er das verhandeln.

Regelungen hierfür gibt es keine pauschalen oder gesetzlichen - das kann sich ja Nahles noch ans Bein binden.

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Nö - dafür gibt es nicht mehr Geld.

Warum auch? Was er nicht schafft bleibt liegen und wird am nächsten Tag erledigt - fallen deutlich mehr Überstunden an kann/sollte er das Gespäch mit dem Chef suchen um gemeinsam nach einer Lösung zu suchen.

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Sowas nennt man Rationalisierung. Hierbei hast Du kein Recht mehr Geld für mehr Arbeit zu verlangen. Wir waren mal eine Gruppe von 8 Leuten. Innerhalb von 3 Jahren wurde die Gruppe auf 2 Leute rationalisiert, die die gleiche Arbeit machen wie zuvor 8. Einen Anspruch auf mehr Geld hatten wir nicht. Wir waren aber dafür so effizient, daß es dafür mehr Bonus am Jahresende gab. Auf Dauer bringt das viele Geld aber auch nichts, denn sowas geht auf die Gesundheit. Die Frage ist also, will man überhaupt noch unter diesen Bedingungen arbeiten. Arbeitsverweigerung führt zur Entlassung, bleibt also nur das Unternehmen zu wechseln oder es zu dulden. Bei Beamten kann man über eine neue Stellenbeschreibung reden, die durch das mehr an Arbeit oder Verantwortung zu einer höheren Stellenbewertung und dadurch zu mehr Geld führen kann, muss aber nicht.

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Ich kann weder die Frage noch die bisher gegebenen Antworten vollständig nachvollziehen.

Denn wenn es möglich ist, dass die vorhandene Arbeit nicht durch x Personen erledigt wird, sondern durch x-1 Personen, dann bedeutet dies, dass diese eine Person von vornherein zuviel war im Unternehmen. Oder sehe ich da etwas falsch?

Und wenn das nicht möglich ist, können auch x-1 Personen die Arbeit nicht schaffen.

Bereits diese Position wäre für mich doch ein Aufhänger für eine entsprechende Gehaltsverhandlung.

Oder habe ich etwas übersehen?

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Kommentar von blnsteglitz
21.01.2014, 10:57

Oder habe ich etwas übersehen

Das wahre Leben eines Betriebes / einer großen Firma/ einer sehr großen Firma......... u.a.m.

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