Wie könnte man berechnen, wie man pro Monat als Rentner (also in ca. 36 Jahre) brauchen wird?

7 Antworten

... um zu Riestern ... würde ich gerne berechnen.

Es ist weit verbreitet Irrglaube mit "dem Riester" seine Rentenlücke schließen zu können.

2001 wurde von der SPD Regierung beschlossen, die Rente um 4% zu senken. Dadurch sollte diese "dauerhaft bezahlbar bleiben"
Wer diesen Einschnitt nicht mitmachen wollte, kann "riestern" und bekommt noch Fördergelder, bzw. Steuervorteile.

Kurzum, eine "Riester" kann bestenfalls die von der Politik zusätzlich geschaffene Lücke ausgleichen.

Ob dieses Instrument überhaupt für Deine Vermögensplanung der richtige Baustein ist, bzw. wie Du eine Rentenlücke schließen kannst kann nur ein unabhängiger Berater beantworten.

Mit unabhängig meine ich einen Berater, der seine Expertise auf Honorarbasis leistet. Der nicht seinen Lebensunterhalt durch Provisionseinnahmen verdienen muss. Denn hier entsteht manchmal ein Interessenkonflikt, zu Lasten der Ratsuchenden.

Du vermischst hier zwei themen. Nur weil die rentenreform ein politischer griff ins klo war, heißt das nicht, dass man mit riester nicht vernünftig fürs alter vorsorgen kann. Dieser blogeintrag fasst es ganz gut zusammen: http://getsurance.de/blog/ist-die-riester-rente-gescheitert/

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@sparhamster

Einige Argumenten in dem zitierten Blog unterschreibe ich.

Nur wenn HEUTE jemand nachdenkt etwas für sein Alter zu tun müssen alle verfügbaren Assets berücksichtigt werden und diese mit seinem Zielhorizont und Risikomentalität in Einklang gebracht werden. 

Ein generelles "Riester ist für alle gut" ist mir da zu einfach und vernünftig schon gar nicht.

Für jemand mit geringen Einkommen und vielen Kinder ist "Riester" sicherlich eine gute Sache. Oftmals die einzige Möglich etwas Vermögen zu schaffen.

Auch für den "reichen" Unternehmer, der seine Gattin anstellt und diese knapp über die Gleitzone beschäftigt, so dass Sie "riestern" kann und er damit als mittelbar Begünstigter auch. 120€ gemeinsam einzahlen und zusätzlich 308€ kassieren. Davon wird man nicht reich, ist jedoch 7,7% Rendite (30 J. Laufzeit, Verzinsung im Produkt vernachlässigt), nur durch die Förderung.

Für jemanden der den Höchstbetrag einzahlen muss um an die 154€ Förderung zu kommen gibt es günstiger Möglichkeiten. Der kommt bei gleichen Rahmenbedingungen nur auf 0,5% Rendite durch die Förderung. Die eingezahlten 63.000€ hätten nach 2,5% (EZB Ziel) Inflation nur noch eine Kaufkraft von 44.224€.

Der Gesetzgeber gibt Kapitalerhalt vor. Daran müssen sich die Produktanbieter halten und investieren sehr Risikoscheu. Fondsriester schichten in Baisse-Phasen in Rentenpapiere um (also fast bei 0%) wo jeder der "Durchschnittspreise" verstanden hat nachkauft. Insgesamt tendiert das ganze (beim letztem Bsp.) zum Minus-Geschäft (nach Kosten, Steuer, Inflation). Auch wenn es Zinsen gibt.

Da man jeden Euro nur einmal ausgeben kann, sollte dieser auch gewinnbringend investiert werden.

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Ich konnte bisher noch nirgendwo den automatischen Mechanismus entdecken, der einen Honorarberater zum besseren Berater macht.

Wer die Presse der letzten Zeit aufmerksam verfolgt hat, konnte außerdem mit Erstaunen feststellen, dass auch in dieser Zunft die Kunden mit überzogenen Honorarforderungen teilweise mächtig über den Tisch gezogen werden.

Also: Das Vehikel der Beratung sagt nichts über die Qualität der Beratung oder die Fähigkeit des Beraters.

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Man kann ja in die Vergangenheit schauen und da sehen, wie sich die Preise in den vergangenen 36 Jahren entwickelt haben:

http://www.lawyerdb.de/Inflationsrechner.aspx

Man kommt etwa auf eine Verdopplung der Preise.

Die Panikmache um den Euro mache ich persönlich nicht mit. Das erinnert mich an meinen Vater, der die Währungsreform nach dem Krieg miterlebt hat und immer glaubte, es könne der DM genau so gehen wie der Reichsmark. Nichts von dem ist passiert und auch seit Einführung des Euros ist uns nicht der Himmel auf den Kopf gefallen.

Einfältig! Der Blick in die Vergangenheit hilft nicht die Zukunft zu erkennen.

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@NasiGoreng

Glaub Du nur weiter, daß Dir der Himmel auf den Kopf fällt. Hast Du schon ein Schild besorgt um das zu verhindern? Aus Gold vielleicht?

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Da Riesterrente (und die übrigen Versorgungsbezüge) zu einem  - heute unvorhersehbaren Steuersatz - steuerpflichtig und evtl. krankenversicherungspflichtig sind, kannst Du nur über einen ungefähren Nettobetrag nachdenken.

Wenn Du mit den max. möglichen Riesterbeiträgen sparst und Zulagen bekommst, wird das immer noch nicht reichen, um einen schönen(!) Lebensabend zu finanzieren.

Aufgrund der Verfügungsinflexibilität des Riesterguthabens denke über eine freie Altersvorsorge nach: investiere momentan in aktienbezogene ETFs.

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