Wie kann man nicht einbringbare Forderungen von Wohnungseigentümern in der WEG abschreiben?

5 Antworten

Da eine WEG nicht bilanziert, werden ja nur Einnahmen erfasst. Eine Summe, die nicht eingegangen ist, ist somit auch nicht erfasst.

Wenn also z. B. wegen Insolvenz eines Mitgliedes die Summe nciht mehr eingefordert werden kann, kann man sozusagen nur noch darauf verzichten die Beträge anzumahnen.

Vermutlich tritt diese Situation ja auch erst ein, wenn die Wohnung verkauft/versteigert ist.

Die WEG kann sich an erste Stelle einer Versteigerung stellen und bekommt daher immer ihr Geld. Ein Verwalter sollte das wissen. Meldet er die Forderung nicht an hält sich die WEG an die Versicherung des Verwalters. Das macht dann der neue Verwalter, denn der alte ist ne Pfeife

mit einer Lösung wie man diese Uralt Sachen Kostenneutral für die Eigentümer abschreiben kann

Man kann negatives (=fehlendes) Geld  nicht einfach durch eine Umbuchung herbeizaubern.

Die einzige Möglichkeit, solche Dinge zu vermeiden oder zu begrenzen ist, frühzeitig auf die Rückstände zu reagieren und die vorgesehenen Maßnahmen einzuleiten.

Ich möchte das Geld ja nicht herbeizaubern sondern abschreiben.

Ideen hätte ich ein paar, mein Wissen im WEG Recht ist aber zu begrenzt um zu sagen ob das ein gangbarer Weg ist oder nicht.

Z.b. würde ich den jährlichen Zufluss zur Rücklage auf Null stellen und dafür eine jährliche Sonderumlage zum Ausgleich der Altschulden in gleicher Höhe beschließen. Die ausgewiesene IR würde somit konstant bleiben aber die Liquiden Mittel würden sich diesem Wert langsam annähern und die Altschulden Stück für Stück gesenkt werden.

Oder man macht eine Sonderumlage um das auszugleichen und gleichzeitig macht man eine entsprechende Auszahlung. Kein Plan ob man nach WEG Gelder auch wieder auszahlen kann.

Ein Ausgleich macht Sinn wenn eine WEG wenig liquide Mittel hat. Frühzeitiger Eingriff wäre gut gewesen, aber die vorherige Verwaltung war Kriminell und wurde auch erfolgreich abgeurteilt. Insofern konnte man nur Vergangensbewältigung betreiben aber 1-1,5 Mio waren dann doch arg viel so dass man sich dafür entschieden hat die Altlasten aus der Bilanz zu halten.

Nur macht dies unsere Arbeit bei der Kassenprüfung extrem schwer und irgendwann will man ja auch mal wieder eine vernünftige Abrechnung haben. Daher suche ich nach Lösungen, die dem WEG gerecht werden und die Eigentümer nicht vor hohe Sonderzahlungen stellen. Diese könnten diese Umlagen nicht mehr tragen und wären die nächsten Kandidaten für eine Zwangsvollstreckung damit im Ergebnis mehr Geld in der Kasse ist als die WEG benötigt.

Nur ohne fundierte Informationen ist das schwierig, daher möchte ich Anhaltspunkte haben, die ich dann gegebenfalls nachverfolgen kann.

Vielen Dank

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@coloneltw

So ganz verstehe ich nicht, was Du eigentlich vor hast.

Fakt ist: Der WEG fehlen 1 Mio. Dieser Fehlbestand liegt entweder in Form von Bankschulden oder in Form von Minderbestand bei der Instandhaltungsrücklage vor. Beides muss einigermaßen zügig zurückgeführt werden. Wie dies geschieht, kann die Eigentümergemeinschaft beschließen. Außer dem Kreditgeber wird da niemand hineinreden.

Den Begriff "abschreiben" kenne ich nur in Zusammenhang mit Steuern bei Investitionen und bei Buchhaltung im gleichen Zusammenhang. Bei Verlusten passt das nicht, weil kein Wert da ist.

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