Wie kann man am besten die eigenen Finanzen in Angriff nehmen, besonders Grundversorgung, Altersvorsorge und langfristige Anlagen?

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5 Antworten

Im Internet kann man sich sehr gut informieren. Deutsche neigen ja dazu, alles und jeden überzuversichern, aber man versichert nicht jede kleinste Eventualität, dadurch spart man viel Geld. Grundsätzlich fängt Vermögensaufbau bei den Ausgaben an, das Grundprinzip lautet "SPAREN". Es ist sicher kein Zufall, dass viele reiche Menschen, die sich ihr Vermögen selbst erarbeitet haben, sehr bescheiden leben. Einer der Aldi Gründer fuhr seine S Klasse über 20 Jahre lang. Der Gründer der DVAG lebte bis zuletzt in seinem für seine Verhältnisse geradezu bescheidenen Einfamilienhaus. Sparen bedeutet nicht unbedingt, sich nichts zu gönnen, dann kann man sic gleich die Kugel geben, aber eben preiswert einkaufen und auch darüber nachdenken "Was brauche ich" und nicht "Was will ich". Weniger Konsum also. Das so ersparte ist für Prinzip Nr 2 wichtig: "INVESTIERE IN ASSETS", also in Wertanlagen statt in Konsum.Sich nur auf eine Einkommensquelle verlassen ist nämlich sehr riskant, weil sie ausfallen kann. Eine breit gestreute Einkommensbasis ist also wichtig. Wie man sieht, geht es erstmal nicht darum, was ich mit meinen Mitteln konkret mache, sondern einen Plan zu machen, was ich machen will. Neben Assets ist es wichtig, Vertrauen in sich selbst zu haben und in sich selbt zu investieren, in Form von Wissen und Bildung, weil die ziemlich nützlich ist um Vermögen aufzubauen. Dabei gehts nicht unbedint um einen formalen Abschluss, sondern um das Wissen was man produktiv einsetzen kann.

Ich habe meinem Versicherungsverter schon oft vorgerechnet, dass sich die von ihm angebotene Altersvorsorge nicht rechnet, da ich im besten Fall (Leitzins im Schnitt auf 4%) gerade mal eine Rendite von 0,75% erzielen würde, wenn man die Ein und Auszahlungen abzinst (Nettobarwert). Wissen ist Gold wert.

Es gibt sehr gute Berater, die dir auch etwas verkaufen. Verkaufen bedeutet halt auch, eine Lösung aufzuzeigen. Wenn du das vermeiden willst und ich vermute mal, dass euer Fehler bei Riester weniger an Falschberatung als daran liegt, dass du Beratung vermeiden willst, wünsche ich dir viel Spaß! Alternative ist ein Honorarberater, den du für seine Dienste bezahlst wie andere Berater. Ob der besser oder schlechter für dich ist als ein Provisionsberater ist allein die Frage dessen, an wen du kommst.

Die Alternative dazu ist, zu versuchen aus Büchern und Zeitschriften schlau zu werden (die allerdings eher selten praktikable Lösungen aufzeigen). In Wirklichkeit mehr Bücher weil das, was in Zeitungen steht häufig auch von irgendwem (indirekt) gesponsort wurde. Für den Anfang wird es aber keine andere Lösung geben. 

Thema ist, was am Ende steht! Es hat seine Gründe, dass nicht jeder in den Wald läuft und sich selbst sein Reh erwürgt, sondern dass es Jäger gibt. Es hat auch Gründe, aus denen nicht jeder selbst Zähne oder Blinddärme rausholt. Wenn du glaubst, dass Themen wie Altersvorsorge und Anlagen einfacher sind als anderes, kannst du auch schnell vom Leben eines besseren belehrt werden.

Ach so, der Rister-Fall war ein anderer. Der Teil ist also für dich falsch aber (siehe zwei Beiträge weiter unten) ein guter Fall dafür, was passiert, wenn man die Themen selbst oder mit einem schlechten Berater angeht.

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Es ist die Frage, ob man bei den aktuellen Zinsen von 1 % auf Tagesgeldkonten und 2,5 % auf Festgeld (weltsparen.de) wirklich sein Geld so konservativ anlegen möchte. 

Je nachdem wie viel Geld zur Verfügung steht und wie viel Risiko du eingehen kannst bzw. willst, gibt es einige Anlegemöglichkeiten, mit höheren Zinschancen.

1.) Anlegen an der Börse, z.B. in ETFs. Das setzt natürlich einen langen Atem voraus, da sich Schwankungen an der Börse kurzfristig sehr negativ auf das Vermögen auswirken können, aber auf lange Sicht relativieren bzw. sich zum Positiven entwickeln können. Zum Üben empfehle ich folgende Seite: https://www.justetf.com/de/ Sehr gute Infos zu diesem Thema bietet folgende Seite: http://www.finanzwesir.com

2.) Anlegen in P2P-Kredite. Hier kann man je nach Seite bis zu 17 % Zinsen p.a. erhalten. Risiko ist natürlich, dass die Kredite jederzeit ausfallen können. Auf ausländischen Kreditplattformen erhält man aktuell mehr Zinsen und teilweise sind die Kredite auch mit einer Rückkaufgarantie ausgestattet (z.B. twino und mintos). Die höchsten Zinsen bietet vermutlich Bondora. Einen sehr guten Überblick über die Plattformen findest du hier: http://www.p2p-kredite.com/diskussion/

3.) Investieren in Müll. Auf diese Seite bin ich vor Kurzem gestoßen. Die Firma mit Hauptsitz in Polen (Firmensitz Deutschland in Koblenz) kauft Müll, recycelt diesen und verkauft das daraus gewonnen Granulat wieder. Infos hierzu findest du hier: https://recyclix.com/?id=8c026985b35ef4

Hier findest du eine sehr kritische Meinung zu dem Ganzen: http://hellinger.eu/blog/recyclix-com-betrug-ponzi-oder-schneeball-system/

Hier eine positivere Meinung: http://www.netzjob.eu/geld-verdienen-mit-recyclix-meine-erfahrungen/

Nachteil von den o.g. Investmentmöglichkeiten ist, dass du auf den Gewinn 25% Kapitalertragssteuer zahlen musst. Alle o.g. Möglichkeiten sind teilweise natürlich auch sehr Risiko behaftet. Letztlich musst du selber wissen, ob du das Risiko eingehst, oder lieber in konservativer Produkte (z.B. Festgeld, Anleihen o.Ä.) investierst.

Sich schlau machen kann man im Internet oder hier im Forum. Auch kann man sich das eine oder andere Produkt von Beratern bei Banken erklären lassen, denn die wollen die Produkte ja auch verkaufen. Du musst ja nicht gleich kaufen, aber zumindest Informationen sammeln. 

Wie soll man vorgehen? Auf jeden Fall mal anfangen. Ich bin von Riester nicht völlig überzeugt, meine Frau und ich haben es aber trotzdem, da ich die Beiträge dafür habe, auch wenn es nur sehr geringfügig zu meiner Altersrente beitragen wird. 

Es ist doch so, daß man monatlich etwas über hat, sonst kann man ja nicht sparen. Daher fang an das was übrig ist regelmäßig zur Seite zu legen. Je mehr man verdient, dann nicht mehr konsumieren, sondern mehr zur Seite legen und in anderen Produkten diversifizieren. 

Warum nicht schon mit zwei oder drei oder vier Fondssparpläne mit je 25€/Monat anfangen. 100€ im Monat ist schon ein Anfang und dann einfach laufen lassen. Wenn irgendwann Sonderzahlungen kommen, dann mit Einmalbeträge nachschießen. 

Das Tagesgeld sollte 2 bis 3 Monatsgehälter beinhalten. Zins ist zwar sehr gering, aber zur Not kann man darauf zurückgreifen statt das Konto zu 9% überziehen. 

Wenn es mal wieder attraktive Bauspaverträge mit hohem Guthabenzins gibt, dann abschließen und laufen lassen. 

Sollte mal ein paar Tausend Euro über sein, dann wenn die Zinsen von Anleihen wieder attraktiv sind (3-4%) kaufen und liegen lassen. 

Auch Festgeld kann wieder attraktiv werden.

Nach 10 -15 Jahren mal einen Überblick verschaffen, ob es nicht Sinn macht sich die erste Immobilie anzuschaffen und Schulden machen. Grundstein an Kapital sollte sich dann angesammelt haben. Zudem ist das Gehalt dann höher, evtl noch ein zweites Gehalt der Frau, was sich einbringen lassen kann, um eine Verschuldung zu stemmen. 

Mehr Möglichkeiten hat man nicht, denn komplizierte Produkte rentieren zwar höher, haben auch ein höheres Risiko, was nicht jeder haben will. 

So habe ich auch vor 20 Jahren angefangen und es hat funktioniert. 


Es gibt da ein Ratgeber-Ebook, in dem sehr viele Fragen zum Thema Sparen ausführlich erläutert werden.
Bitte bei Interesse melden.

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