Wie kann ich Modernisierungskosten und Modernisierungsdarlehen für vermietete Haushälfte steuerlich absetzen?

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3 Antworten

Wie? Schriftlich.

Wann? Wenn die Werbungskosten einkommensteuerlich anerkennungsfähig sind, also die Bedingungen nach § 21 Abs. 2 EStG erfüllen.

Wo? Anlage V zur Einkommensteuererklärung.

Unterschiedlich günstige Varianten? Das hängt von Deinem persönlichen Grenzsteuersatz ab. Du findest ihn (ungefähr), wenn Du Dein zu versteuerndes Einkommen aus Deinem letzten Steuerbescheid im beigefügten Link eingibst:

https://www.abgabenrechner.de/ekst/?

Beispiel: Für 2015, alleinstehend, zu versteuerndes Einkommen € 60.000, dann Grenzsteuersatz 42 % plus Soli. Gesamte Steuerbelastung: € 17.870.

1. Ansatz: Modernisierung über € 60.000 für 2 Jahre, also je € 30.000

Gesamte Steuerbelastung in 2015: € 5.840 (Steuerersparnis: € 12.030 = 40 %)

Gesamte Steuerbelastung in 2016: € 5.770 (Steuerersparnis: € 11.960 = 40 %)

Gesamte Einsparung für 2 Jahre: € 23.990.

2. Ansatz: Modernisierung für 5 Jahre, also je € 12.000

Gesamte Belastung in 2015: € 12.610 (Steuerersparnis: € 5.260 = 44 %)

Gesamte Belastung in 2016: € 12.490 (Steuerersparnis: € 5.240)

Gesamte Belastung in 2017: € 12.410 (Steuerersparnis: € 5.230)

Gesamte Belastung in 2018: € 12.410 (Steuerersparnis: € 5.230)


Gesamte Belastung in 2019: € 12.410 (Steuerersparnis: € 5.230 = 44 %)

Gesamte Einsparung für 5 Jahre: € 26.190

Bei den getroffenen Annahmen ist also ohne Zinseffekte die Summe der Steuereinsparungen bei Verteilung auf 5 Jahre höher, weil stets mit einem höheren Steuersatz (einschl. Soli) gespart wird. 

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Ehrlich geschrieben: du hast eine Steuerberaterin! Wie soll jemand, der eine Verhältnisse nicht kennt die Frage beser beantworten können als die?

Tendenziell: Wenn du nicht beabsichtigst, in den nächsten fünf Jahren das Zeitliche zu segnen (Arzt fragen!), eher fünf Jahre, sonst eher weniger.

Nur weiss das deine Steuerberaterin wesentlich besser!

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Besteht denn ein Mietverhältnis wie zwischen Fremden üblich?

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Kommentar von EnnoWarMal
30.07.2017, 07:39

Muss wohl.

Oder die Steuerberaterin ist entweder inkompetent oder sie pokert hoch, ohne dies dem Fragesteller mitzuteilen. Was wiederum inkompetent wäre.

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Kommentar von LittleArrow
30.07.2017, 14:54

Mietverhältnis wie zwischen Fremden üblich?

Das mag grundsätzlich gelten, aber nicht für die Mietuntergrenze von 66 % der ortsüblichen Marktmiete nach § 21 Abs. 2 EStG.

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