Wie kann ich in einen bestehenden Kaufvertrag eine dritte Person aufnehmen?

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6 Antworten

Zu der Eigentumsübertragung wurde ja schon geschrieben. Was für eine Ausbildung wird der Sohn machen bzw. macht der Sohn? Informiert euch für den Fall der Fälle mal über Wohneigentum in Zusammenhang mit Bafög.

Die Lösung ist es nicht, den Kaufvertrag von vor 10 Jahren zu ändern. Der Verkäufer von damals hat mit der aktuellen Situation nichts mehr zu tun, der ist durch den Verkauf von damals "raus". Geändert werden müssen die Eigentumsverhältnisse im Grundbuch.

Natürlich kann dein Sohn Miteigentümer werden. Dafür bedarf es eines Vertrags zwischen deiner Frau, dir und deinem Sohn. Macht einen Termin beim Notar, der kann auch beraten, wie die beste Lösung für euch aussehen kann. Das kostet Geld, aber ohne Notar könnt ihr ohnehin keine Eigentumsverhältnisse im Grundbuch ändern.

Moond: Jeder Miteigentümer kann über seinen Anteil alleine verfügen. Es steht dir also frei, deinen Miteigentumsanteil an der ETW deinem Sohn in einer notariellen Urkunde zu übertragen, z. B. im Wege der vorgenommenen Erbfolge. Die Zustimmung der Miteigentümerin ist nicht erforderlich.

Die finanzierende Bank wird dich allerdings nicht aus der persönlichen Schuldhaft entlassen. Dies ist zur Zeit auch kein Hemmnis, zumal du weiterhin für den Schuldendienst aufkommst. Steht dein Sohn irgendwann in Lohn und Brot, wird die Bank auf deinen Wunsch hin die Schuldhaftentlassung zu überprüfen haben. Aus Kostenersparnisgründen sollte dein Sohn bereits im Übergabevertrag die persönliche Schuldhaft übernehmen.

Vorsorglich noch ein Hinweis: Allgemein ist die gesamtschuldnerische Haftung sämtlicher Miteigentümer Beleihungsvoraussetzung. Stellt z. B. die Miteigentümerin die Zahlungen ein, kann die Bank wahlweise in dein persönliches Vermögen oder in die ETW wegen der gesamten Forderung vollstrecken, ungeachtet, welche Vereinbarungen ihr im Innenverhältnis getroffen habt. - Sicher hat euch seinerzeit Notar darauf hingewiesen.

Empfehlung: Vereinbare mit einem Notar deiner Wahl einen Besprechungstermin. kannst..

Du kannst entweder lebzeitig deinem Sohn deinen hälftigen Miteigentumsanteil übertragen und dabei deine unveränderte Kostentragungspflicht vereinbaren oder dies eben im Zuge der Erbfolge vereinbaren - idealerweise als Vermächtnis außerhalb deines Nachlasses.

Ich neige zur zweiten Lösung, da dein einmal denkbarer Pflegebedarf einen lebzeitgen Verkauf bzw. Rückforderung der Schenkung durch den Sozialhilfeträger vor Gewährung vor Grundsicherung erzwingen könnte.

G imager761

Der Kaufvertrag ist doch längst erfüllt. Wie soll denn da jemand drin aufgenommen werden können? Deine ganze Fragestellung ist daher völlig an dem von Dir beabsichtigten Zweck vorbeigehend und im übrigen reichlich kurios vorbeigehend. Für die Abänderung des Kaufvertrags würdest Du nämlich die Beteiligung des ursprünglichen Verkäufers benötigen. Und was wäre, wenn der nicht mehr lebt oder in Nepal verschollen ist?

Was Du willst, ist, Deinen Hälfteanteil am Eigentum auf Deinen Sohn zu übertragen. Das hat nicht die Bohne mit dem ursprünglichen Kaufvertrag zu tun.. Es ist ein völlig neuer Vertrag: Wenn das unentgeltlich geschehen soll nennt man das Schenkung, wenn das entgeltlich geschehen soll nennt man das Kauf.

Reichlich kompliziert willst Du es mit der Finanzierung machen. Die Bank wird sich hüten, Dir die Zustimmung zur Ablösung der Grundpfandrechte zu geben ohne adäquaten Ersatz zu bekommen. Du mußt Die für die Finanzierung daher schon etwas überlegen. Sprech die Sache mal mit Deiner Bank durch.

Der Sinn und Zweck der Aktion leuchtet mir im übrigen nicht so unbedingt ein. Geht es da um vorweggenommene Erbfolge oder schlicht darum, dass Dein Sohn es "besser" mit der (Ex-)Frau kann? Was ist, wenn die einen neuen Mann findet und die Wohnung zu Geld machen will? Dann wäre Dein ganzer Aufwand für nix. Oder, geht es Dir etwa um Manipulation der Höhe des Zugewinnanspruchs? Dann würde ich nichts ohne vorherige anwaltliche Beratung unternehmen!

Zum Thema selbst sollen die Spezialisten anworten.

Was die Ausbildung und den späteren Berufsweg Deines Sohnes betrifft, kannst Du ganz optimistisch sein, wenn sich seine grammatikalischen und interpunktionstechnischen Kenntnisse von den Deinen unterscheiden.

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