Wie kann ich errechnen wieviel Rente mir später bleibt?

5 Antworten

Hi xraxx,

ich bin Bankberater in einer Genossenschaftsbank und das was Du Dir wünschst, könnte eigentlich ein kostenloses Angebot Deiner Bank sein.

Wir rechnen dem Kunden seine Ansprüche hoch (Du musst natürlich im Vorfeld alles offenlegen, was für Dich Deine Rente darstellt) und geben auch Auskünfte über die zu erwartenden Abzüge.

Das ganze wird optisch noch schön aufbereitet und zumindest ich stelle dies dann meinen Kunden einmal jährlich per Post zu.

Frag doch einfach mal nach.

Das Thema ist so komplex, da es nicht nur darauf ankommt, wann Du in Rente gehst, oder welche Produkte zur Verfügung stehen, sondern auch noch, wann diese Produkte abgeschlossen wurden.

Grundsätzlich musst Du Deine gesetzliche Rente versteuern und Sozialabgaben zahlen, von Deiner Direktversicherung gehen Krankenversicherungsbeiträge (voller Beitrag, nicht nur AN Beitrag) ab, und Riester ist voll steuerpflichtig (keine KV Beiträge).

Welchen Steuersatz man hat, steht natürlich dann in den Sternen :-))

 

Gruss

Felixer

Gar nicht. Sie meinen die netto ausgezahlte Rente. Entscheidend ist doch wie hoch die Abzüge ausfallen. Diese sind variabel. z. B. die Krankenversicherung: Hier ist entscheidend ob Sie die Krankenversicherung für Rentner erhalten und wie hoch der Zusatzbeitrag ausfällt. Analog verhält es sich für die Pflegeversicherung. Auch hier stehen ständig Reformen an die zu Beitragssteigerungen führen. Was man also in 10 Jahren ausgezahlt bekommt ist nicht absehbar.

Bei einem Rentenbeginn 1.1.2034 muss zudem alles versteuert werden. Also die ausgezahlte Rente muss nachträglich versteuert werden mit Einkommensteuer. Hinzu kommen die Kosten für die Einkommensteuererklärung mit mehreren Hundert Euro pro Jahr beim Steuerberater.

Der derzeitige Mindeststeuersatz beträgt 13% zzl. Soli.

Für 1000€ ergeben sich also 12000 pro Jahr, abzüglich Existenminimum derzeit ca. 8600 = 3600 zu versteuerndes Einkommen mit 13% =468€ Steuern. Es werden also ca. 500€ an Steuern fällig derzeit. Das Existenminimum steigt pro Monat ca. 5€= 60€/Jahr also in 18 Jahren ca. 1080€, voraussichtlich.

Das heißt: 2034 wird das Existenzminimum voraussichtlich ca. 9700€ betragen, vorausgesetzt es erfolgt keine gesetzliche Änderung. Was ich allerdings anzweifele.

Man kann also schon sehen, es ist nicht ausrechenbar, was netto bleibt.

Schon lange nicht im voraus. Zu viele Unbekannte, zu viele Änderungen möglich. Das wird eine Rechnung mit 5 und mehr Unbekannten.

Und das ist nur ein Beispiel für die gesetzl. Rente. Bei Riester etc wird es noch komplizierter, da volle Kranken und Pflegeversicherung gezahlt werden muss.


Da mußt erst mal Deine Unterlagen (Vorhersagen) der entsprechenden Versicherungen lesen.
Von den Beträgen der DRV mußt die gleichen Beiträge in %, wie ein Arbeitnehmer, an GKV und
Pflegeversicherung abführen.
Bei den anderen Direktversicherung und Riester das Doppelte.
Alles nach jetzigen Stand.

Zu der Steuer ist die Vorhersage zu komplex.

Ein Verein, der dir da weiterhelfen kann ist der VDK.

Alles nach jetzigen Stand.

Man kann kaum besser antworten, wenn es um Hilfe oder die noch sehr ferne Zukunft geht. Dies gilt umso mehr für die GKV-Beiträge und die Einkommenbesteuerung der künftigen Rentenzahlungen.

Beispielsweise bei der Direktversicherung hat der Gesetzgeber rückwirkend in die Belastung mit GKV-Beiträgen eingegriffen. Denkbar sind viele weitere, heute noch nicht aktuelle Belastungen, z. B. eine Vermögensteuer auf die künftigen Rentenansprüche jedweder Art und Herkunft.

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Hallo,

für die Pflichtversicherungen würden nach jetzigem Recht folgende Beiträge anfallen:

Krankenversicherung:

- gesetzliche Rente:

Beitragssatz der jeweiligen Kerankenkasse (die Rentenversicherung zahlt als Zuschuss 7,3% von der Rente)

- rentenähnliche Einnahmen (z.B. Betriebsrente, Direktversicherung u.ä.):

Beitragssatz der jeweiligen Kerankenkasse (die Rentenversicherung zahlt aber keinen Zuschuss)

Wenn man Kinder hat, fallen für die Pflegeversicherung für diese genannten Einnahmen 2,55% an (einen Zuschuss gibt es hierfür nicht).

Wenn man während der 2. Hälfte des Berufslebens mindestens zu 90% in der deutschen gesetzlichen Krankenversicherung versichert ist, sind Miet- und Zinseinnahmen beitragsfrei.

Gruß

RHW

Es gibt Möglichkeiten, diesen Wert nach heutigen Stand zu ermitteln. D.h. nach heutigem Steuerrecht und heutigem Beitragssätzen. Deine drei Vorsorgearten werden jetzt schon steuerlich unterschiedlich behandelt und in der Rentenphase ebenfalls. Genauso ist es mit den Beiträgen für Krankenversicherung und Pflegeversicherung, wobei es hier auch noch darauf ankommt, welchen Status du im Rentenalter hast.  Also gesetzlich krankenversichert (KvdR), freiwillig gesetzlich krankenversichert oder privat krankenversichert. Alles Fragen die man nur aus heutiger Sicht beantworten kann. Ich beantworte solche Fragen.

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