Wie ist Nachmeldung beim Finanzamt möglich?

2 Antworten

Es gilt für die Einkommensteuer § 56 Satz 1 Nummer 2 Buchstabe a EStDV.

Gewerbesteuer ist mangels Gewerblichkeit kein Thema.

Es bleibt einzig die Umsatzsteuer, aber da würde ich einfach warten ob bzw. bis sich das Finanzamt meldet (was es wahrscheinlich nicht mal tun wird). Vorher würde ich keine Umsatzsteuererklärung abgeben. Es passiert ja nichts, insbesondere werden keine Steuern verkürzt. Und wenn es soweit ist, ist die Umsatzsteuererklärung in drei Minuten erstellt.

Danke für Ihre fachkundige Antwort
Meine Frage war nur eher, ob und wie ich eine Honorartätigkeit noch zwei Jahre im Nachhinein anmelden kann und was das für Folgen mit sich bringt.

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@Andersrum

Eine Honorartätigkeit meldet an nicht an.

Man ermittelt den Gewinn und gibt den in der ESt-Erklärung an.

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@cats123

Danke für die Antwort! Sind Sie sicher? Ich habe bisher überall gelesen, dass man die Honorartätigkeit anmelden muss. Ich habe leider damals keine ESt-Erklärung abgegeben, aus Unwissenheit. Ich weiß, dass man um eine Fristverlängerung bitten kann, aber die normale Frist wäre im Mai 2018 abgelaufen, denke ich. Kann man da trotzdem noch nachfragen?

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@Andersrum

Das möchte ich sehen, wo Du das gelesen hast.

Ein Gewerbe muss man anmelden - eine selbständige Tätigkeit nicht.

Du braucht auch keine Fristverlängerung.

Mache die Erklärungen und reiche sie ein.

Was und wo willst Du nachfragen?

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@Andersrum

Wo soll etwas angemeldet werden?

Vielleicht war ich zu subtil.... Also deutlicher: Nimm das Geld und geh nach Hause. Fertig.

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Poah ey, also du scheinst umsonst studiert zu haben, wenn du solche Fragen stellst. Aber ok. Also: "wenn ich sowieso keine Steuern hätte zahlen müssen?" diese Frage von dir ist schon infantil: Kollege: Du musst (!) eine Est-Erklärung abgeben, wenn du einer selbständigen Tätigkeit nachgehst. Ob du nun als Lehrer Nachilfe gibst und die Übungsleiterpauschale nutzt, ob du auf dem Flohmarkt gebrauchte Kleidungsstücke verkaufst oder Lehrtätigkeiten gegen Honorar anbietest. (Du kannst aber durchaus die Kleinunternehmerregelung nutzen die du im Studium gelernt haben musst!!! (Dann zahlst du auch keine Umsatzsteuern ans Finanzamt wenn deine Umsätze unter 17.500 € im Jahr liegen.))

Deine Einkünfte sind Einkünfte und müssen angegeben werden. Das Finanzamt erstellt dir deinen Est-Bescheid und nicht du selber mit der Annahme "wenn ich sowieso keine Steuern hätte zahlen müssen?". Jeder Selbständig tätige muss eine Est-Erklärung abgeben. Das ist erstmal die Antwort auf die 1. und 3.Frage. Deine Frage zum Minijob und "gleichzeitig" Honorartätigkeit : Entweder wirst du von deinem Auftraggeber als Arbeitnehmer angeheuert oder als freiberuflicher/Selbständiger. Wenn mehr als ein Arbeitgeber dich anheuert, ob nun als Minijobber oder kurzfristig Beschäftigter gem. SGB IV oder in Vollzeit mit soz.vers.Pflicht, so muss der "andere" Auftraggeber dich tatsächlich auf St.Klasse VI anmelden, wenn du bereits die St.Klasse 1 hast. Also entweder oder. Ich kann dir empfehlen, den höher dotierteren Job als selbständiger anzubieten und den geringer entlohnten als Minijobber. So zahlst du weniger Steuern....Aber da du der Meinung bist, du musst eh nichts an Steuern zahlen.....ist eh meine antwort gehupft wie gesprungen! Aber wenn du nur Lehrtätigkeiten ausübst...brauchst du auch keinen Gewerbeschein und musst auch keine Gewerbesteuern abführen. Lehrtätigkeiten sind kein "Gewerbe" im Sinne der GWO. Sie fällt unter die Katalogberufe gem. § 18 EstG.

Ich habe nichts im Bereich Wirtschaft, Finanzen oder Ähnliches studiert. Des Weiteren würde ich mir einen etwas freundlicheren Umgangston wünschen. Trotzdem danke für die Antwort!
Das mit dem "keine Steuern hätte zahlen müssen" war nicht so gemeint, dass ich ein Problem damit hätte, es zu tun oder mich davor drücken will, ganz im Gegenteil. Ich meinte einfach nur, da ich weiß, dass ich unter dem Steuerfreibetrag geblieben bin, ob ich trotzdem die schon nun zwei Jahre zurückliegende, unangemeldete Honorartätigkeit nachträglich melden soll und wenn ja, wie ich das tun soll. Würde ich mich vor irgendwas drücken wollen, würde ich mir ja nicht gerade den Kopf darüber zerbrechen.
Bitte die Frage genau lesen, auch wenn sie etwas länger ist. Ich brauche gar keine Empfehlung für jetzt, sondern es dreht sich um eine bereits abgeschlossene Sache. Beide Tätigkeiten führe ich nicht mehr aus. Zudem war ja eben meine Frage, ob Mehrfachbeschäftigung nur dann vorliegt, wenn ich mehrfach abhängig beschäftigt bin oder auch, wenn ich selbstständig und abhängig beschäftigt bin. Aus Ihrer Antwort meine ich herauszulesen, dass eine Mehrfachbeschäftigung nur bei mehrfach abhängiger Beschäftigung vorliegt, da Sie schreiben: "Wenn mehr als ein Arbeitgeber dich anheuert, ob nun als Minijobber oder kurzfristig Beschäftigter (...)". Ich wurde von einem Arbeitgeber als Minijobber angeheuert und vom anderen quasi nicht angeheuert, wenn mit Anheuern eine abhängige Beschäftigung gemeint ist, sondern beim anderen war ich geringfügig selbstständig/freiberuflich tätig. Ich habe beide Arbeitgeber über diese Situation informiert, wurde aber, soweit ich weiß, nicht in Steuerklasse 6 eingestuft. Allerdings habe ich mich ja auch nicht beim Finanzamt gemeldet für den Honorarjob, aber nicht aus Vorsätzlichkeit, sondern weil ich leider nicht wusste, dass ich das tun muss.

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@Andersrum

Für dessen Quatsch musst Du Dich nicht bedanken.

Er mischt sich (insbesondere bei Steuern) gerne in Vieles ein, ohne Ahnung davon zu haben.

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@Andersrum

Ok. Dann weißt du ja Bescheid. Also kurzum: Egal ob du nun als minijobber und als selbständiger Einkünfte erzielst: Beide Einkünfte musst du angeben. Du kannst eine korrigierte neue EST-Erklärung nachreichen. Eine selbständige Tätigkeit kann und wird nicht mit Steuerklasse 6 eingestuft. Das passiert nur wenn du von 2 unterschiedlichen Arbeitgebern eingestellt wirst. In deiner Einkommensteuererklärung musst du neben deiner Anlage N also auch Anlage S benutzen. Viel Erfolg noch 👍🏾

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