Wie ist eine "behauptete" Schenkung zu bewerten?

5 Antworten

Ein weites Feld:

  1. wem gehört das Grundstück.

  2. Wer hat da Haus gebaut.

  3. wie alte waren die Personen, denen das Wohnrechtgewährt wurde, als es begann?

  4. wurde das Wohnrecht eingetragen?

  5. wurde im Vertrag über das Wohnrecht auch die Pflege vereinbart?

  6. Wurde das Geld überweisen?

  7. mit welchem Text?

  8. an wen?

Wenn der streit beginnt, wird es spannend sein, wer den besseren Anwalt hat.

Das erscheint mir ein Fall für die anwaltliche Beratung. Mir fehlen da wesentliche Details:

Ein lebenslanges Wohnrecht wird schriftlich vereinbart und im Grundbuch eingetragen, ohne diese Formalie ist es kein solches.

Wer ist Eigentümer des Grundstücks? Wer hat es finanziert? Wenn beide Ehegatten, zu welchen Anteilen? Auf wessen Konto ist das Geld geflossen?

Nur bei vollständiger Sachverhaltsermittlung hat man eine solide Basis für eine rechtliche Beurteilung.

Das Verfahren läuft schon. Lebenslanges Wohnrecht ist nicht schriftlich vereinbart. Es gibt auch keinen Schenkungsvertrag. Im Grundbuch sind nur beide Ehegatten zu gleichen Teilen eingetragen und somit auch Eigentümer. Für den Grundstückserwerb wurde erst eine Bürgschaft von der Schwiegermutter übernommen, um den Bau beginnen zu können.Die Bürgschaft war nicht nur für die Tochter, sondern auch für das Schwiegerkind übernommen worden. Bezahlt wurde nachweislich vom gemeinsamen Baukonto der Eheleute. Die Einliegerwohnung ist quasi erst ein Jahr später, nach dem Verkauf des eigenen Reihenhauses, bezahlt und auf das Baukonto eingezahlt worden. Der Begriff "Schenkung" wurde weder in der Planung noch während der Durchführung des Bauvorhabens erwähnt. erst jetzt in der Zugewinnauseinandersetzung wird der Begriff zweckdienlich zur Erhöhung des Anfangsvermögens ins Spiel gebracht, daher eben meine Eingangsfrage.

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Die Schenkung einer Immobilie muß zwingend notariell beurkundet werden, d.h. wird auch im Grundbuch dokumentiert. Ein Grundbuchauszug wird daher sehr schnell klären, was Sache ist.

Eine Schenkung in signifikanter Höhe ließe sich anhand von Kontobewegungen (10 Jahre zurück sollte sich das nachvollziehen lassen) nachweisen. Die Beweislast ist bei der Tochter.

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