Wie ist der Verdienstausfall regelmäßig zu ersetzen, als Kapital oder als Rente?

2 Antworten

Die Versicherung wird gern auf eine Kapitalabfindung gehen, weil damit nachforderungen entfallen.

Es kommt auf den Einzelfall an. Wenn z. B. Jemand der als Dachdecker arbeitet durch einen Unfall ein Bein verliert, wird er vermutlich auf einer Rente bestehen, weil ihm das langfristig sicherheit bringt. Auch wenn er bestimmt eine Umschulung bekommt, damit er wieder arbeiten kann.

Bei einem Büroarbeiter dem da gleiche passiert udn der ja auch in der Erwerbsfähigkeit gemindert ist, wird u. U. sagen, ich nehme Kapital, weil ich irgendwie schon wieder nach der Rekonvaleszens wieder arbeiten kann.

Der Geschädigte steht auf der sicheren Seite, wenn er die Verdienstausfallentschädigung in Form einer Rente erhält. Denn dort kann er Abänderungen, sofern sie wesentlich sind, immer wieder beantragen, während eine Kapitalzahlung die Sache sofort beendet. Es ist sicher primär das Ansinnen der Versicherung den Geschädigten mit einem Kapitalbetrag ein für allemal zufrieden zu stellen.

Unfall im Baumarkt, wer zahlt?

Ich hatte am Montag einen Unfall in einem Baumarkt, der wie folgt ablief:

Ich wollte eine Single Küche kaufen und bat die Verkäuferin mir eine Solche aus dem Regal zu holen. Die Palette, auf der die Küche lagerte, war ca. 2 Meter hoch. Oben auf der Palette lagen die Edelstahl Spülen mit intigrierten Kochplatten (dementsprechend schwer). Da die Mitarbeiterin alleine war und die Spülen nicht von der Palette heben konnte, half ich ihr dabei. Die ersten 4 Spülen haben wir im Teamwork abgeladen und die 5 Spüle schupste die Mitarbeiterin schneller von der Palette, wie ich sie entgegennehmen konnte. Die Spüle fiel in Richtung mein Gesicht und ich habe die fallende Spüle abwehren und auffangen wollen. Beim auffangen der Spüle schnitt ich mir mit der scharfen Edelstahlkante in zwei Finger bis auf die Knochen. Es sah sehr schlimm aus und ich habe bis zum eintreffen des Rettungswagens ca. 0,5 Liter Blut verloren. Aufgrund der Erstdiagnose des Notarztes wurde ich mit dem Verdacht auf Teilamputation sofort in die Uni Klinik/Handchirurgie geliefert. Dort wurde ich dann 2 Stunden lang an der Hand operiert und die zwei Finger wurden mit ca. 20 Stichen genäht. Nach Aussage des Chirurgen ist mit 95 prozentiger Sicherheit nicht mit Folgeschäden zu rechnen.

Hier das Problem: Da ich Selbstständig und die nächsten 4-6 Wochen nicht arbeiten kann, ist mit entsprechendem Verdienstausfall zu rechnen.

Muss das Baumarkt hierfür haften? Bzw. die Betriebshaftpflicht des Baumarktes ?

Schmerzensgeld möchte ich nicht einfordern, aber der Verdienstausfall wäre schon existentiell sehr Wichtig für mich.

Vielen Dank im Voraus Frank

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