Wie ist Abschnitt 15a.1 Absatz 7 UStAE zu interpretieren?

1 Antwort

http://www.steuerlinks.de/richtlinie/ustae/abs15a.1..html

Dort ist auch as Beispiel zu finden:

Beispiel:

Der Verein V erwirbt zum 1.1.01 einen PKW für 30.000 € zzgl. 5.700 € Umsatzsteuer. Der PKW wird entsprechend der von Anfang an beabsichtigten Verwendung zu 50 % für unternehmerische Tätigkeiten im Sinne des § 2 Abs. 1 UStG und zu 50 % für unentgeltliche Tätigkeiten für ideelle Vereinszwecke verwendet. Die Verwendung für unternehmerische Tätigkeiten erhöht sich ab dem 1.1.03 um 20 % auf insgesamt 70 %. Zum 1.1.04 wird der PKW für einen vereinbarten Nettobetrag von 10.000 € veräußert.

 Jahr 01:

V ist zum Vorsteuerabzug in Höhe von 2.850 € (50 % von 5.700 €) nach § 15 Abs. 1 UStG berechtigt. Der für unentgeltliche ideelle Tätigkeiten des Vereins (nichtwirtschaftliche Tätigkeit i.e.S., vgl. Abschnitt 2.3 Abs. 1a) verwendete Anteil des PKW berechtigt nicht zum Vorsteuerabzug (vgl. Abschnitt 15.2 Abs. 15a).

Jahr 03:

Die Bagatellgrenzen des § 44 UStDV sind überschritten. Aus Billigkeitsgründen kann eine Vorsteuerberichtigung nach § 15a Abs. 1 UStG vorgenommen werden.

Insgesamt in Rechnung gestellte Umsatzsteuer: 5.700 €

Ursprünglicher Vorsteuerabzug: 2.850 € (entspricht 50 % von 5.700 €)

Zeitpunkt der erstmaligen Verwendung: 1.1.01

Dauer des Berichtigungszeitraums: 1.1.01 bis 31.12.05

Aus Billigkeitsgründen zum Vorsteuerabzug berechtigende Verwendung in 03: 70 %

Vorsteuerberichtigung aus Billigkeitsgründen im Vergleich zum ursprünglichen Vorsteuerabzug: Vorsteuer zu 70 % statt zu 50 %

Berichtigungsbetrag: 20 Prozentpunkte von 1/5 von 5.700 € = 228 € sind zugunsten des V zu korrigieren.

Jahr 04:

Die Veräußerung des PKW ist in Höhe des für unternehmerische Tätigkeiten verwendeten Anteils im Zeitpunkt der Veräußerung steuerbar. Die Umsatzsteuer beträgt 1.330 € (70 % von 10.000 € x 19 %). Aus Billigkeitsgründen ist auf Grund der Veräußerung auch eine Vorsteuerberichtigung nach § 15a UStG vorzunehmen. Die Bagatellgrenzen des § 44 UStDV sind überschritten.

Insgesamt in Rechnung gestellte Umsatzsteuer: 5.700 €

Ursprünglicher Vorsteuerabzug: 2.850 € (entspricht 50 % von 5.700 €)

Zeitpunkt der erstmaligen Verwendung: 1.1.01

Dauer des Berichtigungszeitraums: 1.1.01 bis 31.12.05

Tatsächliche zum Vorsteuerabzug berechtigende Verwendung im Berichtigungszeitraum:

Jahr 01 bis 03 = 50 %

Jahr 03 = 70 % (Berichtigung nach § 15a UStG aus Billigkeitsgründen)

Änderung aus Billigkeitsgründen:

ab Jahr 04 = 20 Prozentpunkte (70 % statt 50 %)

Vorsteuerberichtigung pro Jahr:

5.700 € / 5 Jahre x 20 % = 228 €

Jahr 04 und 05 = je 228 €

Die Berichtigung des Vorsteuerabzugs in Höhe von 456 € zugunsten des V ist in der ersten Voranmeldung für das Kalenderjahr 04 vorzunehmen (§ 44 Abs. 3 Satz 2 UStDV).

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Steuerbevollmächtigtenprüfung 1979, Steuerberaterprüfg .1986

Wie bekomme ich das Geld vom Finanzamt zurück?

Hallo,

Ich habe am 06.05.2013 mein gewerbe angemeldet. Habe auch das Fragebogen zur steuerlichen Erfassung ausgefüllt.

Im Fragebogen war auch ein Punkt mit Kleinunternehmer-Regelung. Darauf habe ich verzichtet. Unwissenheit. Was ein Fehler war! Ich erreiche pro Kalenderjahr nicht die 17.500€.

Seit dem mache ich auch meine Umsatzsteuervoranmeldungen. Ab Jahr 2015, nur noch alle drei monate.

Besitze auch eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer. Vom Finanzamt bekommen.

Ich wohne noch bei meinen Eltern.

Habe einige Apps rausgebracht in denen Werbung von google angezeigt wird. Die apps sind auf der ganzen Welt verteilt. Also auch die Banner klicks. Jeden monat wird das Geld von google auf mein Sparkonto überwiesen.

Seit begin des gewerbes habe ich mir noch kein Gehalt ausgezahlt.

Habe zur Zeit keinen Steuerberater mehr. Wollen eine Stange geld von mir. Soviel verdiene ich aber nicht.

Jetzt zu meinen Fragen: 1. Das ganze Geld, dass das Finanzamt von meinem Sparkonto per Lastshrift eingezogen hat will ich alles zurückbekommen. Habe gehört das geht, wenn man nicht soviel verdient hat. Was muss ich dafür machen? Einer hat mir gesagt, dass ich eine Einkommensstuererklärung für das Jahr machen muss. Ich hatte doch kein einkommen. Kein Gehalt ausgezhalt. Oder ist damit nicht gemeint?

Habe vor jetzt im Juli bis zum 10ten eine Nullmeldung abzugeben. Das reinkommende Geld von Google will ich mir als Gehalt auszahlen. Ist das so richtig. Kann ich es so machen?

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