Frage von Lutze1, 101

Wie hoch ist die Spekulationssteuer bei Kauf und Verkauf eines Hauses?

Guten Tag,

Ich hätte eine Frage zur Spekulationssteuer. Ich hatte ein älteres Haus gekauft und dafür ein Darlehen genommen.Habe das Haus ca. 3 Jahre später gut verkauft. Eine Restsumme des Darlehens (80000 €) wurde der Bank direkt zugeführt. Also wurde mir nur der „Rest“ überwiesen, wegen der Grundschuld. Ich bin nun davon ausgegangen, dass Verkaufspreis minus Kaufpreis der Gewinn ist. Meine Steuerberaterin meinte, dass nur das Geld welche schlußendlich bei mir auf dem Konto landet, der Veräußerungspreis ist. Also abzüglich der Hypothek. Also Veräußerungsgewinn (abzüglich Hypothek) minus damaliger Kaufpreis (Eigenkapital und Darlehen). Das würde eine viel geringere Spekulationssteuer bringen… Meine Frage wäre. Ist die Berechnung richtig? Mal angenommen ich kaufe ein Haus für 100000 Euro. Das Darlehen beläuft sich auf 80000 Euro. Ich verkaufe das Haus 2 Jahre später für 200000 Euro. Bekomme also 120000 Euro ausbezahlt. Die 80000 gehen direkt zur Bank. Wenn wir die Nebenkosten mal vernachlässigen. Wie hoch wäre der Gewinn? Stimmt die Rechnung? MfG

Antwort
von wfwbinder, 65

1. Es entsteht kein Spekulationssteuer. Die gibt es nicht.

2. Es ist die Frage "entsteht Einkommensteuer, weil ein Gewinn aus einem privaten Veräußerungsgeschäft gem. § 23 EStG entstanden ist.

3. Wer hat das Haus während Kauf und Verkauf bewohnt? Du? dann keine Einkommensteuer.

4. War es beim Kauf und danach vermietet? Dann die Frage, hast Du in den letzten drei JAhren vor dem Verkauf darin gewohnt? Also bei Verkauf in 2017, spätester Einzug im Dezember 2015. Wenn ja keine Einkommensteuer

5. Wenn beim Verkauf die Immobilie vermietet war, dann entsteht vermutlich Einkommensteuer:

6. Der Gewinn ist wie folgt zu berechnen:

Kaufpreis

+ Kaufnebenkosten

+ Kosten, die nicht sofort abzugsfähig waren (nachträgliche AHK)

./. Abschreibungen während der Eigentumsdauer

= Restwert

Verkaufspreis

./. Verkaufsnebenkosten

./. Restwert

= Gewinn aus privatem Veräußerungsgeschäft.


Kommentar von Brigi123 ,

Ja, wfw, endlich mal eine vernünftige Antwort, mit der der Fragesteller auch etwas anfangen kann. 

Kommentar von EnnoWarMal ,

endlich mal eine vernünftige Antwort, mit der der Fragesteller auch etwas anfangen kann. 

Sehe ich ebenso.

Gleichwohl sollte hier noch der gewerbliche Grundstückshandel abdekliniert werden. Aber das ist schnell gemacht.

Denn das Finanzamt sieht hier offenbar auch keine Gewerblichkeit, warum auch immer.

Antwort
von Brigi123, 58

Google mal “Veräußerungsgewinn Immobilie ermitteln“.

 Z.B. bei Steuernetz.de gibt es einen guten Artikel. Ich kann von meinem tablet aus leider nichts verlinken.

Antwort
von Mikkey, 61

Einfach selbt lesen, 

http://www.gesetze-im-internet.de/estg/__23.html

das ist leichter zu verstehen als Deine Frage.

Kommentar von Lutze1 ,

sorry, geb zu, bissl kompliziert geschrieben...schönes we

Antwort
von Impact, 41

Ob Deine Berechnung stimmt, ist egal.

Der Veräußerungsgewinn löst nämlich keine Spekulationssteuer aus. 

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