Wie hoch dürfen die Verwaltungskosten für Fonds sein?

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Fonds haben zunächst einmal nichts mit Banken zu tun. Es sind Kapitalanlagegesellschaften (KAGs), die Fonds auflegen.

Die Kosten stehen detailliert und manchmal mit Spielraum (bis ...) im Verkaufsprospekt eines jeden Fonds und werden immer direkt aus dem Fondsvermögen entnommen, mindern also laufend den Anteilwert.

Die Charts von Fonds kann man deshalb einfach übereinanderlegen und sieht so, welcher über einene bestimmten Zeitraum besser war. Die Entwicklung in den Charts hat man auch im richtigen Leben.

Damit sollte klar werden, dass die Kosten nicht in den Himmel wachsen. Wenn die Kosten so hoch wären, dass sie das Ergebnis belasten, hat der Fonds einen Wettbewerbsnachteil gegenüber allen anderen Fonds und jede KAG verwaltet lieber 10 Mrd. und kriegt 1 %, statt dass sie eine Mrd. verwaltet und davon 2 % bekommt. Logisch, oder?

Dazu schaut der Anleger oder Berater bevor der den Fonds kauft- oder verkauft auch auf die Kosten. Wenn die außergewöhnlich hoch sind, muss der Fonds schon außergewöhnlich gut sein. Das kommt aber sehr, sehr oft vor, weshalb man ein Vollidiot ist, wenn man einen guten Fonds wegen seiner Kosten nicht kauft.

Anders ist es bei der Vermögensverwaltung der Banken. Da sind die Ergebnisse weniger transparent und da können die Kosten auch richtig hoch sein.

Die Banken entscheiden hier überhaupt nichts. Die Fonds werden von der emittiernden Kapitalanlagegesellschaft (Fondsgesellschaft) verwaltet. Die meisten Fonds haben ein jährlich Verwaltungsgebühr von 0,5 -1,5 % p.a. Dazu kommt noch ein Depotbankgebühr von 0,1-0,25 % p.a. Diese Kosten sind aber schon in der Wertentwickling mit einberechnet. Manche Fonds nehmen jetzt auch eine Performancegebühr. Hier ist genau zu prüfen wie hoch diese ist und ob sie gerechtfertigt sind. Das kann dir aber nur ein kompetenter Fondsberater sagen.

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