Wie hoch darf die Miete sein für mich und mein Baby?

11 Antworten

Die angemessene Miete richtet sich nach dem Wohnort.

Nicht in allen Wohnorten ist der Wert identisch. Geht auch gar nicht, denn München sind die Mieten höher als in Cottbus.

Wenn Du bereit bist einen Tipp anzunehmen, dann kümmere Dich erstmal darum, dass Du Unterhalt vom Vater Deines Babys bekommst. Das Jugendamt wird Dir behilflich sein, auch wegen der Zahlungen aus der Unterhaltsvorschusskasse.

Du mußt einfach bei Deinem jobcenter anrufen und die aktuell anerkannten Sätze erfragen.

Ich würde mich da auch nicht auf irgendwelche Listen verlassen, die jemand im Internet gefunden hat, auch wenn es gut gemeint ist.

 Bei uns hier haben sich die Sätze letztes Jahr verändert, solche Listen können auch veraltet sein.

Hallo Jessica, 

die zulässigen und von den Sozialämtern übernommenen Mieten sind bundesweit sehr unterschiedlich. Leider konnte ich Deinem Beitrag nicht entnehmen in welcher Region Du wohnst. Auf jedenfall solltest Du den Vater Deines Baby nicht aus der Pflicht entlassen zahlen zu müssen. Dies ist natürlich abhängig davon, ob er finanziell Leistungsfähig ist. Gerade während der Überprüfung der Zahlungsfähigkeit zum Unterhalt, ist die rechtzeitige Beanspruchung von Unterhaltsvorschuss erforderlich.

Den Unterhaltsvorschuss erhältst Du relativ schnell und er wird dann beim Vater des Kind zurückgefordert. Eine solche Rückforderung und Feststellung der finanziellen Leistungsfähigkeit zum Unterhalt kann einige Zeit in Anspruch nehmen. In dieser Zeit hast Du aber trotzdem schon die regelmäßigen Zahlungen durch den Unterhaltsvorschuß.

Natürlich ist es trotzdem zu empfehlen, die in Deiner Region geltende Mietstufe herauszufinden und sich daran bei der Wohnungssuche etwas zu berücksichtigen. Eventuell kannst Du Deine Region angeben.

Ich komme aus Krefeld also Jobcenter Krefeld

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@jessica0107

In der Liste steht, dass Du mit Baby, also 2 Personen 380 € monatlich Miete zuzüglich Heizkosten erstattet bekommt.

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@jessica0107

Ich staune. Deine jetzige Wohnung kostet ja schon 350 € und Du bist noch allein.

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Der tatsächliche durchschnittliche Mietpreis in Krefeld liegt bei 6 Euro pro Qm.Mit Baby wirst Du bestimmt 60 Qm brauchen. 

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Harald Thomé führt eine Auflistung zu Kosten der Unterkunft (KdU):

Örtliche Richtlinien - Harald Thomé
http://harald-thome.de/oertliche-richtlinien/

Hier aus seiner Liste zu Krefeld:
http://harald-thome.de/fa/redakteur/KdU_Ordner/KdU_Krefeld_-_01.07.2017.pdf

So wie ich es sehe, müsste die Wohnung, die Du jetzt im Auge hast, den Richtlinien entsprechen.

Wenn Du dies nun im Jobcenter klärst, geh nicht allein hin, sondern lass Dich begleiten von einem erfahrenen Ämterlotsen (dazu gleich mehr).

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Bei weiterem Beratungsbedarf zu diesem oder einem anderen sozialen Thema empfehle ich eine Sozialberatung. Google dazu mit
sozialberatung
und füge Deinen Wohnort hinzu (oder den nächstgrößeren, falls er klein ist).
Dir werden so (behördenunabhängige) Beratungsstellen gezeigt wie die Diakonie / Diakonisches Werk, Caritas, Paritätischer Wohlfahrtsverband oder die Arbeiterwohlfahrt (AWO). Vereinbare dort einen Beratungstermin.

Wohnst Du in Hamburg, hole Dir Rat bei der sehr guten Beratungsstelle
Arbeitslosen Telefonhilfe 0800 111 0 444 (Handy: 040 - 22 75 74 73).
Dort ist man zu Fragen rund um das Thema Arbeitslosigkeit sehr erfahren
(die dürfen nur Hamburger beraten).

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Vorsorglich meine Hinweise für Arbeitslose (ALG 1 und ALG 2 / Hartz IV), Aufstocker und Grundsicherungsbezieher:

Umgang mit Sozialbehörden

Mit dem Amt nichts telefonisch klären (das kann man später nie beweisen). Alles schriftlich machen. Am besten Schreiben, Belege und Anträge persönlich abgeben. - Den Erhalt des Schreibens lässt man sich auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel, Datum und Unterschrift bestätigen. (Dies verlangt man mit ruhigem, freundlichem Ton und reicht das Schreiben rüber, „und hier brauche ich noch Stempel mit Datum und Unterschrift“).

Wenn man nur etwas abgeben will, dann wie üblich ein Schreiben aufsetzen, in dem erklärt wird, was "als Anlage" überreicht wird (sind es mehrere Anlagen, diese mit Nummern versehen aufzählen). - Wiederum dieses Anschreiben auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel und Unterschrift bestätigen lassen.

Diese Bestätigungen sind Gold wert, sie sind mehr wert als ein Einschreibebeleg (mit dem ja nur der Eingang eines Umschlags bestätigt wird).

Mit einer solchen Bestätigung kann von Seiten der Behörde nicht behauptet werden, Schreiben und Belege seien nicht eingegangen. Und wenn doch, eine Fotokopie von deren Bestätigung vorlegen (das Original unbedingt wie eine Kostbarkeit hüten). - Nicht (oder angeblich nicht) abgegebene Unterlagen kann als Verstoß gegen die Mitwirkungspflicht gedeutet werden, was zu Sanktionen führen kann = Kürzung von Geld. - Und: Werden so die Unterlagen / Belege abgegeben, wird erfahrungsgemäß allgemein die Sache zügiger bearbeitet.

Falls Du meinst, ich würde übertreiben, google mit
jobcenter unterlagen verloren
und lies auch dies:
Hartz IV: Verschwundene Unterlagen mit System?
http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-verschwundene-unterlagen-mit-system.php

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Im Gespräch mit den Mitarbeitern immer korrekt und konzentriert sein. Wenn die Mitarbeiter freundlich und zugewandt sind: Auch Infos im Vertrauen landen in der Akte und können später gegen den „Kunden“ (wie es vollmundig bei Sozialbehörden heißt) verwendet werden. - Lies auch

Wichtige Tipps für Hartz-IV-Betroffene
http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/wichtige-tipps-fuer-hartz-iv-betroffene.php

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Oft ist es ratsam, zum Amt einen Beistand als Begleitung mitzunehmen. Dieser Ämterlotse muss nur zuhören und kann dabei Protokoll führen, oder hinterher macht man gemeinsam ein Erinnerungsprotokoll. Der Beistand kann aber auch für Dich Erklärungen abgeben, dazu § 13, Absatz 4 SGB X (google mit 13 sgb 10):

  • (4) Ein Beteiligter kann zu Verhandlungen und Besprechungen mit einem Beistanderscheinen. Das von dem Beistand Vorgetragene gilt als von dem Beteiligten vorgebracht, soweit dieser nicht unverzüglich widerspricht.

Für einen ehrenamtlichen Behördenbegleiter = Beistand google jeweils mit Deinem Wohnort (oder dem nächstgrößeren, wenn Deiner klein ist) mit

     Ämterlotsen
     Behördenlotsen
     Behördenbegleiter
     Hartz IV Mitläufer
     Hartz IV Gegenwind e.V.
     Wir gehen mit org

Diese Ämterbegleiter sind wertvolle Hilfen und notfalls auch Zeugen, und (die meisten? alle?) haben für diesen ehrenamtlichen Dienst eine kleine Ausbildung genossen und kennen sich bestenfalls mit den Gesetzen aus. (Sag beim Amt niemals, Du hättest einen Zeugen dabei! Zeugen dürfen des Raumes verwiesen werden - Beistände dagegen nicht, auf die hast Du ein Recht.)

Lebst Du in einer Bedarfsgemeinschaft (oder Haushaltsgemeinschaft): Andere Mitglieder solch einer Gemeinschaft können für Dich kein Beistand sein, denn sie sind nicht neutral, sondern automatisch selbst Betroffene.

Google mit

legitimation eines beistands pdf (die Wörter genau so)

und lade Dir die Datei vom elo-forum runter. Darin erfährst Du die gesetzliche Grundlage für Beistände und dass jeder Bürger ein Recht darauf hat, sich bei Behördengängen von einem Beistand begleiten zu lassen.

In der Info erfährst Du unter anderem, dass wenn Dein Beistand für Dich etwas sagt, und Du widersprichst nicht, gilt es so, als hättest Du selbst es gesagt.

Zum Amt mit einer erfahrenen Begleitpersonen zu gehen ist in diesem Fall sehr empfehlenswert.

Wenn Du bei einer Sozialberatung bist, frage dort, ob dort Beistände / Ämterlotsen / Behördenbegleiter ehrenamtlich Dienst machen. In Hamburg z.B. bietet die Diakonie Begleitung durch Ämterlotsen an.

Auch wenn der folgende Hinweis für Dich jetzt wohl nicht relevant ist, gebe ich ihn Dir vorsorglich auch rein:

  • ACHTUNG! - sehr wichtig für Hartz IV-Bezieher:

    Folge den Dir aufgegebenen Mitwirkungspflichten wie Bewerbungen schreiben, an Maßnahmen / Fortbildungen teilnehmen (auch falls Dir eine der Maßnahmen blöd, unsinnig oder für Dich unangemessen erscheinen mag). In solch einem Fall wende Dich an eine Arbeitsloseninitiative / Arbeitslosenberatung / Rechtsberatung. - Bezüglich fehlender Mitwirkung wurde das Gesetz für "Hartzis" krass verschärft, und das kann sehr schmerzhafte finanzielle Folgen für Dich haben!

    Das Jobcenter kann dann ihren "Kunden" berechnen, was das Jobcenter hätte sparen können, hätte der "Kunde" die Anweisung befolgt und dadurch Arbeit gefunden - und das nicht nur für die Vergangenheit, sondern auch für künftige Jahre. (Das ist also ein Schauen-wir-mal-in-die-Glaskugel-Gesetz, völlig gaga, leider aber real.) Und das kann sehr, sehr, sehr teuer für den "Kunden" werden.

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Ich wünsche Dir, dass nun alles reibungslos klappt, und dass Du Helfer beim Umzug hast (wenn nicht, frage in einer Arbeitsloseninitiative in Deiner Nähe oder in einer der Sozialberatungen, ob jemand bereit ist, Dir zu helfen).

Und ich wünsche Dir eine leichte Geburt.

Sorry, es geht hier um Krefeld, und ich schreibe zusätzlich "Wohnst Du in Hamburg ..." - ich Trottel!   ()

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Hallo,

vielleicht hilft das:

http://www.arbeitslosengeld-2-1.de/arbeitslosengeld-ii/miete.html

Bei den Nebenkosten interessiert sich das Jobcenter nur für die Heizkosten. Die übrigen Nebenkosten sind für das Jobcenter ohne Bedeutung. 

Falls noch nicht passiert:

- beim Jugendamt wegen Unterhaltsvorschuss informieren (wenn nicht sicher ist, ob der Kindesvater pünktlich zahlen wird)

- bei einer Schwangerschaftsberatungsstelle informieren. Dort hat man einen guten Überblick über die regionalen Besonderheiten.

Gruß

RHW

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