Wie hinterlege ich am Besten eine Mietkaution?

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3 Antworten

Der Vermieter ist von Gesetzesseite verpflichtet, die Einlage des Mieters sicher und getrennt vom eigenen Vermögen zu marktüblichen Zinsen anzulegen. Meistens wird das Geld auf einem Sparbuch zu einem Guthabenszins von maximal 0,5 Prozent zwischengeparkt. Bei steigenden Sparzinsen viel zu wenig, findet Christel Kayser. Sie hat sich mit ihrem neuen Vermieter auf eine andere Anlageform der Kaution geeinigt: „Ich bin vor kurzem umgezogen, und da habe ich von meiner alten Vermieterin mein Sparbuch zurückbekommen. Da habe ich gesehen, dass sie es zu einem ganz schlechten Zinssatz verzinst hat. Ich habe so gut wie gar nichts rausbekommen. Bei meiner neuen Wohnung habe ich mich entschlossen, die Mietkaution in Form von einem Bausparvertrag anzulegen und hoffe, dass ich damit besser fahre. Mein neuer Vermieter kannte die Variante, die Kaution in einem Bausparvertrag anzulegen, auch noch nicht.“

Der Bausparvertrag läuft auf den Namen des Mieters. Dieser kann dafür eine Bausparprämie bekommen. Laut Verbraucherschützer kann der Mieter selbst vermögenswirksame Leistungen des Arbeitgebers in seinen Häuslebauer-Sparvertrag fließen lassen. Verpfändet wird der Vertrag an den Vermieter. Jost Hemming vom Deutschen Mieterbund rät bei einem längerfristigen Mietverhältnis: „Das hängt davon ab, ob Sie kurzfristig wieder über die Kaution verfügen wollen oder nicht. Wenn nicht, sollte man mit dem Vermieter eine Vereinbarung treffen, dass er es in langfristige Wertpapiere anlegt. Das ist auf der einen Seite eine relativ sichere Anlage. Auf der anderen Seite bringt es mehr Zinsen als das Kautionssparbuch.“

Bei Auszug ist der Vermieter gefragt. Sofern er keine Forderungen an den Mieter hat, gibt er das angelegte Geld plus Zinsen wieder frei. Bis dahin hat der Mieter keinen Zugriff auf das Geld. Übrigens muss der Mieter die Kaution nicht auf einmal zahlen. Sie kann gestundet werden: „Das Gesetz schreibt vor, dass ein Mieter berechtigt ist, die Kaution bei Beginn des Mietverhältnisses in drei Monatsraten zu zahlen. Er ist nicht verpflichtet - und das wissen die wenigsten -, den Kautionsbetrag auf einmal zu zahlen, sondern kann auf seinem gesetzlichen Recht bestehen und in drei Raten zahlen.“ Die erste Rate muss bei Wohnungsübergabe gezahlt werden. Jost Hemming vom Deutschen Mieterbund rät, von diesem Recht erst nach Unterzeichnung des Mietvertrages Gebrauch zu machen. Ansonsten könnte der Vermieter seine Unterschrift auf dem Mietvertrag verweigern.

Mit ein bisschen Anlagegespür können Mieter aus der Kaution mehr herausholen als mit den üblichen Guthabenszinsen eines Sparbuches. Einen Haken hat die Sache: Der Vermieter muss sich nicht darauf einlassen.

http://www.hr-online.de/website/radio/hr-info/index.jsp?rubrik=11900&key=standarddocument29667456

Ich würde immer empfehlen ein so genanntes Kautionssparbuch zu eröffnen. Hierbei wird man von der Bank informiert, sollte der Vermieter auf das Geld zugreifen wollen. Nach Ablauf des Mietverhältnisses gibt der Vermieter das Sparbuch frei und man erhält sein Geld zurück. Dies kann bei fast jeder Bank eröffnet werden und eine (geringe) Verzinsung ist einem sicher.

Sehe ich genauso, es ist sowieso ratsam ein Kautionssparbuch anzulegen, da es auch nach Beendigung des Mietverhältnisses Scherereien, wie verzögerter Kautionsrückerstattung etc. vermeidet.

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