Wie handelt man am besten mit einem Immobilenmarkler

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das Haus BJ 1963 scheint mir zu teuer. Gehe davon aus, daß 60-100 kEUR noch an Sanierung hineingehen müssen, um einen Vollwärmeschutz herzustellen. Das Flachdach Stand 1963 hat auch Potential für Probleme. Der Balkon ist womöglich direkt ans Haus angesetzt (Verlängerung der EG/OG-Betonplatte) und nicht entkoppelt. Damit hast Du eine hübsche Kältebrücke ins Haus hinein.

Das Gebäude ist elektrisch wahrscheinlich auf dem Stand von 1963, d.h. wenige Steckdose, wenige Lichtschalter, keine mind. CAT6-Verkabelung für Telefon/Ethernet.

Die Dämmung der Fenster dürfte unzureichend sein, so daß hier ggf. neue Fenster im Zuge der Sanierung erforderlich werden.

In der angebotenen Gegend tanzt nicht der Bär. Es gibt dort zwar im Raum Stuttgart/Esslingen/Herrenberg genügend potente Arbeitgeber und die Arbeitslosigkeit ist sehr gering, aber für diese Lage halte ich den Preis für überzogen.

Geht man von 553 m² zu 350 EUR aus, so wäre das Grundstück ca. 190 kEUR wert. Das Gebäude wären also ca. 150 kEUR. Das wären 1.000 EUR/m², was ziemlich hoch liegt. Ein Neubau dürfte bei ca. 1.200 EUR/m² liegen. Bei diesem Altbau sind jedoch noch einige Sanierungen erforderlich.

Ich würde ganz wild geschätzt von einem angemessenen Preis im Bereich 270-320 kEUR ausgehen. Das untere Ende der Skala, wenn das Flachdach eine Sanierung benötigt.

Prüfe den Energieausweis des Gebäudes!

Vielen Dank! das ist eine sehr präzisierte Antwort. Aber was genau bedeutet z.B. 190 kEUR? kann ich mir nichts drunter vorstellen.

Die Punkte habe ich mir nun alle notiert und am Montag schau ich mir alles genau an und urteile dann :-)

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und noch eine Frage: was genau meinst du denn damit? Also kannst Du mir das nochmals erklären :-)

Der Balkon ist womöglich direkt ans Haus angesetzt (Verlängerung der EG/OG-Betonplatte) und nicht entkoppelt. Damit hast Du eine hübsche Kältebrücke ins Haus hinein.

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@ckmind

Wenn quasi eine große Betonplatte auf dem EG liegt (Decke EG, Boden OG), wovon ein Teil als Balkon genutzt wird, dann ist der Balkon nicht gedämmt, d.h. diese Betonplatte wird Wärmeverluste erleiden, wenn es draußen sehr kalt ist. Das wirkt sich auch auf die Wände aus und kann im besten Fall zu erhöhten Heizkosten, im schlimmeren Fall zu Schimmelbildung an dieser Seite führen.

Bei modernen Häusern ist die Betonplatte eines Balkons abgesetzt, d.h. nicht wärmeleitend mit den Deckenplatten und Wänden verbunden, sondern dämmend entkoppelt. Damit kann der Balkon sehr kalt werden, aber das wirkt sich dann nicht auf das Hausinnere (den Raum innerhalb eines Vollwärmeschutzes) aus.

Ich empfehle da eine Mitgliedschaft bei der Haus & Grund Reutlingen: http://www.hausundgrund-reutlingen.de Dort gibt es für Mitglieder auch Bausachverständige, die Beratung und Begutachtungen anbieten.

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Bitte erkläre mir noch einmal für normal sterbliche Deine Rechnung? Die ist sehr gut, nur will ich sie verstehen. Bitte jedes Detail für die Erklärung. Sorry für die Umstände aber du bist ziemlich gut. :-)

Geht man von 553 m² zu 350 EUR aus, so wäre das Grundstück ca. 190 kEUR wert. Das Gebäude wären also ca. 150 kEUR. Das wären 1.000 EUR/m², was ziemlich hoch liegt. Ein Neubau dürfte bei ca. 1.200 EUR/m² liegen. Bei diesem Altbau sind jedoch noch einige Sanierungen erforderlich.

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@ckmind

Rechnung? Da war nicht so viel in meinem Posting drin :-)

Das Grundstück ist wohl 553 m² groß. Ich nehme für die Gegend mal 350 EUR/m² an - vielleicht ist der Wert auch niedriger. Dann wären das für das Grundstück ca. 190 kEUR. Das Gebäude wäre also ca. 150 kEUR Anteil am Kaufpreis. Das wären für die 150 m² Wohnfläche also ca. 1.000 EUR/m².

Baut man ein Haus neu, liegen die Kosten für diese Größe von Einfamilienhaus ca. bei 1.000 EUR bis 1.600 EUR, je nach Ausstattung. Das Gebäude kostet also so viel wie eine neuwertige Immobilie, was angesichts des wohl vorhandenen Zustands zu hoch erscheint. Ich würde da eher 800 EUR/m² ansetzen. Also wären das bei 150 m² nur 120 kEUR, macht in Summe also 310 kEUR.

Gibt es noch ein paar dringende Sanierungen, so würde das als weiterer Abschlag gewertet. So komme ich mit viel Pi mal Daumen und groben Schätzwerten auf einen Kaufpreisbereich von 270 kEUR bis 320 kEUR. Letztendlich gibt es da keine exakten Regeln und jemand anderes wird da etwas anderes rechnen. Das sind mehr laut gedachte Überlegungen :-)

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@gandalf94305

Also du bist prima :-)) wenn du jetzt auch noch Steuerberater bist. Dann engagiere ich Dich sofort für meine Steuern und Unternehmensfragen :-) Du bist klasse!! schätzungsweise bist du über 35 Jahre und sehr intelligent. Eigenes Haus oder Wohnung.

LG :-)

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@ckmind

Und ich glaube das du ein Chef bist. :-)

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@ckmind

Da hat sich das Top mit flirtuellem Ausschnitt ja schon gelohnt;-) Früher sagte man Süßholzraspeln.

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Nimm' einen Hausgutachter mit. Schau' in den Keller, ins Dach..

Die Verträge, Unterlagen von einer Immobilienkanzlei (Fachanwalt Immobilienrecht, Wohnungseigentumsrecht!) prüfen lassen. Den Notar ergooglen um zu sehen, das er kein Mitternachtsnotar ist und alles in Ordnung ist.

Es gibt also mehr zu beachten als nur die Wohnung.

Natürlich kannst Du versuchen Deine Verführungskünste einzusetzen, aber das wirkt nur, wenn Dein Makler für das andere Geschlecht offen ist. Ansonsten kann's ein Reinfall werden. Besser ist es sich fachkundig zu machen und das Fachwissen dann einzusetzen. Ebenfalls ist es nicht verkehrt hartnäckig nachzufragen und sich nicht mit tollen Schlagwörtern einlullen zu lassen. Um den Wert einer Immobilie richtig bewerten zu können sollte man Informationen zum Bauzustand, zu Eigentumsverhältnissen und Aufteilungsplänen einfordern, Baupläne - nicht nur der Grundriss sind ebenfalls aussagekräftig, was das Gebäude betrifft. Bei den Preisen sollte man im Vorfeld schon wissen, welchen Wert für vergleichbareen Grund man zu bezahlen hat. Will man die Immobilie nicht selbst nutzen, dann sollte man auch auf die Vermietbarkeit achten, damit sich ein Objekt rechnet.

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